Tag 11 Sucrerie de la Montagne
Während wir hier sitzen und auf das Taxi warten, das uns zur nächsten Autovermietung bringen soll, nutze ich die Gelegenheit, ein paar Details zu unserer Unterkunft loszuwerden....


Veröffentlicht: 13.07.2025

















Heute hat Mika mir versprochen, früh aufzustehen – ich wollte unbedingt noch eine kleine Runde durch den Wald drehen, bevor es weiter in die nächste Großstadt geht. Und tatsächlich: Er hat Wort gehalten, und so waren wir schon am frühen Morgen unterwegs. Leider war der Spaziergang nicht ganz so idyllisch wie erhofft – nervige Fliegen wie in Australien stürzten sich entweder direkt in die Augen oder surrten hartnäckig um den Kopf. Also wurde die Runde kürzer als geplant.
Ein letztes Frühstück in der Zuckerhütte – dann ging’s los. Die Fahrt war diesmal recht zäh, viel Stau, und trotz Hörbuch und schöner Musik war’s eher mühsam.
In Québec angekommen, fragten wir uns kurz, was wir hier eigentlich drei Nächte lang machen sollen. Ich glaube aber, das lag vor allem daran, dass unser Hotel ziemlich außerhalb liegt – man sieht die Stadt gar nicht richtig. Immerhin ist es ganz hübsch gelegen, direkt neben einem Einkaufszentrum.
Also Plan B: erst mal shoppen, dann essen – und dann in die Stadt. Schon bei der Anfahrt war klar: Die Altstadt von Québec liegt oben auf einem Berg. Und sie scheint alle anzuziehen – unglaublich viel Verkehr, Menschenmassen, sogar Polizisten, die den Verkehr regelten. Aber schon vom Auto aus konnte man spüren: Hier weht ein ganz anderer Wind. Alles wirkt unglaublich französisch, südländisch fast. Total schön. Selbst Mika meinte, hier sei wenigstens was los – das fand ich ziemlich schön.
Nur das mit dem Parkplatz war eine echte Geduldsprobe. Aber wir haben einen gefunden – und wussten dank unserer Französischkenntnisse sogar, wie man die Parkgebühr bezahlt.
Dann merkten wir schnell: Irgendwas ist hier los. Alle liefen mit Cowboyhüten herum – es gab ein Fest! Ein Sommerfest, irgendwie zum 40-jährigen Jubiläum… keine Ahnung genau, aber es war schön. Eine Liveband spielte französische Musik, überall Menschen, gute Stimmung, und wir bummelten durch die Altstadt. Mika bekam endlich seine lang gewünschte Kappe.
Ich mag Québec total. Es hat wirklich südliche Vibes – und man fühlt sich fast wie in Frankreich. Ganz anders als in Toronto: Hier gibt’s kleine, charmante Läden, sogar einen Weihnachtsladen, viele nette Restaurants und einfach dieses besondere Flair. Schön, dass wir uns noch aufgerafft haben. Mal sehen, was wir morgen machen.
Erkenntnis des Tages Mein Französisch reicht für Parkautomaten, Festivals und Croissants - reicht doch, oder ?
