Adventures of Tanja & Roli
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Seychellen - Tag 3: Insel Mahe Süden

Veröffentlicht: 07.01.2026

"Aaahhhhhhh!!" Die Leute im südlichsten Dörfchen von Mahe in Quatre Bornes zuckten alle zusammen. Ein Mädchen hatte laut geschrien... aber von Anfang an.

Voll motiviert für die heute geplante Wanderung, standen wir etwas früher auf als sonst und genossen das wie immer sehr gute Frühstück.
Kurz vor Abfahrt dann ein heftiger Erguss von oben. Regen, ziemlich starker Regen.
Tanja nutzte dies, um noch ein Schläfchen einzulegen während Roli ausschau nach dem nächsten blauen Stück Himmel hielt.
1h später fuhren wir dann los, immer Richtung Süden.
Ziel: südlichster Punkt bzw. Strand der Insel.

Die Wanderung - wohlgermerkt ein offizieller Trail - gleichte einer  Dschungeldurchforstung ala Indiana Jones. Es ging auf schwer erkennbaren und dicht verwachsenen Wegen steil bergauf. Es galt den Stacheln an den Palmenstämmen auszuweichen, umgefallene Palmen mit ihren rießigen Blättern zu überwinden und sich durch Lianen durchzuwurschteln. Die Sonne blinzelte vom Himmel und jedes Dampfbad würde sich solch eine Luftfeuchtigkeit nur wünschen. 

Wer auch immer die Idee hatte, weiße Punkte auf Felsen und Bäumen als Wegmarkierung zu wählen, die natürlich fast nicht mit weißen Flechten o.ä. zu verwechseln waren, ist eingeladen sich bei Roli für einen exklusiven, gratis Wegmarkierungskurs zu melden! 

Plötzlich ein lauter Schrei, der selbst die Leute im südlichsten Dörfchen von Mahe in Quatre Bornes, Luftlinie ca. 3km,  zusammenzucken ließ.

"Aaahhhhhhh!!" 
Tanja rannte und stampfte zurück, während sie mit den Händen wild vor dem Gesicht umherfuchtelte.
Sie war in ein Spinnennetz gelaufen, dass von der Palmenspinne mühsam und in achthändiger-Handarbeit errichtet wurde.
Zugegeben, die handgroße Spinne ist wahrlich kein 'Möchte-ich-unbedingt-streicheln" Tier und in ein 1m2 großes klebriges Netz zu laufen, ist nicht gerade lustig. Dies ist auch Roli passiert, der von nun an natürlich voraus gehen durfte, jedoch konnte er sich, nachdem er Tanja ausgelacht hatte, den Schreck und Ekel nicht ansehen lassen, aber wenigstens wurde da nicht beinahe ein Großeinsatz inkl. Suchhundestaffel der Seychellen ausgelöst.
Grundsätzlich ist die Spinna ja ungefährlich, viel "gefährlicher" waren dagegen die hungrigen Killer-Moskitos, die uns von Kopf bis Fuß regelrecht aussaugten und so viele ausprägenden Erinnerungen an unseren Körpern hinterließen, dass wir schon die Zehen benutzten mussten, um die zählen, da es sich mit 4 Händen nicht mehr ausging (über 20 Stiche pro Bein).

Die Wanderung haben wir um einiges verkürzt, da wie gesagt Wegfindung + Hitze + Luftfeuchtigkeit ihriges dazu beigetragen haben.

Schlussendlich wurden wir jedoch mit einem traumhaften und bilderbuchmäßigen Adam und Eva Strand belohnt, der zwar wegen der Wellen nicht sonderlich zum Schwimmen einlud, dafür aber wunderschön anzusehen war. Keine Ahnung wieso, aber er war menschenleer.
Auch die im Dschungel gefundene Kokosnuss wurde dann mühevoll und mit vollem Körpereinsatz am Strand geknackt und verspeist. 

Köstlich.

Der Rückweg war dann zwar kürzer, aber ähnlich abenteuervoll.

Um das tägliche Verlangen nach Fisch zu stillen, schnorchelten wir dann am Hotelstrand noch ein Weilchen, bevor wir dann den Thunfisch am Teller in einem nicht weit entfernten und echt netten Lokal 'Pineapple Cabana' genossen.
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