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Die ersten Tage

Am Sonntag wurden wir von 2 Kirchenvorstehern und ihren peruanischen Frauen zum Essen eingeladen. Dort gab es zu Beginn den typischen Pisco Sour als Aperetif. Und ein vorzügliches Essen mit sehr viel Fleisch. Es war eine sehr unterhaltsame, fröhliche Runde, zum großen Teil auf Spanisch. Trotz deutscher Gemeinde praktizieren wir hier ständig die spanische Sprache. 

Am Montag lernten wir die Sekretärin Ofelia kennen, auch ausgesrochen nett und immer bereit, uns weiterzuhelfen. Es gab vieles zu klären, auch Technisches, z.B. das Einrichten unserer peruanischen Handys, was viel Zeit in Anspruch genommen hat. Abends die 1. KV-Sitzung, wo wir wieder sehr offen aufgenommen wurden mit großer Dankbarkeit. Nach einer Vorstellungsrunde habe ich Martin das Feld überlassen. Die Gemeinde hat doch sehr gelitten unter der 2jährigen Vakanz und unter den Folgen von Corona. Und besonders der Vorsitzende und Stellvertreter arbeiten seit geraumer Zeit am Limit für die Gemeinde. Es gibt seit fast 2 Jahren keine Präsenzgottesdienste. Auch der nächste Gottesdienst wird über YouTube laufen, und wir hoffen, dass am 1. Advent wieder Gottesdienst in der Kirche stattfinden kann. Die Schüler haben übrigens seit knapp 2 Jahren ebenfalls keinen Präsenzunterricht! Hier muss man überall Masken tragen, auch im Park. In Geschäften sogar 2. Manche tragen zusätzlich noch ein Visier und einige ein Haarnetz (Verkäufer). Corona hat hier insgesamt 200000Todesopfer gefordert. Aber die Zahlen der Coronainfizierten gehen hier Gott sei Dank zurück, was in Deutschland ja leider nicht der Fall ist.

Diese ständige Lärmbelästigung ist schon sehr ermüdend. Die meiste Zeit liegt die Stadt im Hochnebel und demensprechend kühl ist es dann. Besonders unsere Wohnung, wo nie Sonne hinkommt. Wir müssen uns viel mit Provisorischem arrangieren, was mir nicht immer leicht fällt. Heute sind wir mit dem mozo (Küster) ans Meer gefahren durch chaotischen Verkehr. Das werden wir uns wohl sparen, da es viel Zeit und Nerven kostet. Am Meer war es noch kühler, aber wir haben eine Weile den Wellenreitern zugesehen. 

Martin hat gleich ein Traugespräch. Die Trauung wird am übernächsten Samstag auf dem Land stattfinden. zum Glück werden wir abgeholt. Das Autofahren funktioniert hier fast wie in Teheran. Es gibt kaum Regeln, der Stärkere setzt sich durch. Da darf man keine Minute zögern. 

Ihr seht, die Herausforderungen sind sehr groß. Es geht sehr ans Eingemachte, zumindest geht es mir so. Ich muss mir immer wieder  positive Momente bewusst machen, die es ja auch gibt. 

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