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27. Juli 2022

Der frühe Vogel fängt den Wurm….oder?

So langsam haben wir den Jetlag überwunden, denn das morgendliche Aufstehen fällt immer schwerer. Heute heißt es vorerst zum letzten Mal morgens um 5 Uhr: „Raus aus den Federn!“

Um 5:30 Uhr sind wir startklar und fahren – mal wieder im Dunkeln – Richtung Flughafen. Wir wollen heute die Road to Hana abfahren. Bis heute ist unklar, ob wir die Inselumrundung über den Piilany Hwy machen können oder die ganze Kurvenstrecke wieder zurück fahren müssen. Unsere Freunde haben die Tour bereits gemacht und sagten, der Piilany sei kein Thema gewesen. Und sie haben wir wir „nur“ einen Nissan Altima.

Vor ein paar Monaten gabs wohl heftige Unwetter, die einen Teil des Piilany Hwys zerstört haben. Diese sind aber seit Kurzem „repariert“ und theoretisch müsste es klappen. Wir werden das heute aber spontan entscheiden.

Nachdem wir ca 15 Minuten unterwegs sind, fragt der Gatte, ob ich auch alles eingepackt hätte. Ich überlege kurz – denke schon.

Auch alle Reservierungen!? Haben wir heute welche?

Herzschlagaussetzer! Ich schaue schnell nach der Haleakala Eintrittsquittung, die brauchen wir heute. Ok, haben wir. Aber – verdammt – wo ist die Reservierung für den Waiʻānapanapa State Park? Oh nein, die habe ich im Condo vergessen 😱🙈

Normalerweise haben wir alles digital auf dem Handy, aber da ich mein neues Handy direkt vor dem Urlaub aktiviert habe, ist mir leider nicht der gesamte Emailverlauf aufs Handy geraten. Mist – also umdrehen!

Der Spaß kostet uns nun fast eine ¾ Stunde. Heul – so war das nicht gedacht…

Wir erreichen den Road to Hana Marker „0“ daher erst gegen 7 Uhr morgens. Die folgenden Kilometer kommen wir auch nur sehr langsam voran. Zu viel gibt es zu bewundern. Diese Pflanzen und Bäume sind schon der Wahnsinn, dann an jeder Ecke ein Wasserfall.

Erster Stopp sind die Twin Falls, an denen wir fast vorbeifahren, da der Parkplatz so unerwartet hinter der Kurve kommt. Wir hatten bereits gehört, dass man 10 $ fürs Parken zahlen soll. Finden wir doof. Als wir sehen, dass es tatsächlich so ist, fahren wir weiter. Gibt noch genug andere Wasserfälle heute!

Etwa bei Mile 9 finden wir einen wunderschönen Wasserfall – mit Tarzanseil 🤩

Ist bestimmt mega cool, hier zu schwimmen! Schade aber, dass wir dafür jetzt eigentlich keine Zeit haben. Naja, vielleicht ein andermal – wir sind ja noch ein paar Tage hier.

Nach einem kurzen Fotostopp am Kaumahina State Wayside Park Lookout (Mile 12), stoppen wir am Ke'anae Arboretum (Mile 16), was im Gegensatz zum „Garden of Eden Arboretum“ völlig kostenlos ist. Wir ergattern den letzten Parkplatz – uff – Glück gehabt!

Hier wachsen die coolen Rainbow Eukalyptus Tress und ganz viele tolle Blumen. Leider haben wir versäumt, uns mit Mückenzeug einzusprühen. Die Viecher kommen von 0 auf 100 und fallen über uns her, daher kürzen wir den Aufanthalt unfreiwillig ab. Meine Tochter und ich zählen rund 30 Mückenstiche an den Beinen 😱🙈

Und die jucken wir Hölle!!!

Wir stoppen am Wailua Valley State Wayside Lookout, wo man einen schönen Blick auf die hohen Wasserfälle im Landesinnern hat. Weiter geht es die schöne kurvige Straße vorbei an den Upper Waikani Falls (Mile 19,3) zu den Pua'a Ka'a Falls (Mile 22,4) im Pua’a Ka’a State Park (Mile 22,5), wo wir kurz stoppen und Fotos schießen. Die Pua'a Ka'a Falls sind etwas überbevölkert, der Parkplatz ist rammelvoll, es stoppen gerade mehrere kleine Touristenbusse und in den Falls tummeln sich die Urlauber. Schwimmen in den Falls wäre schön, aber hier ist es uns echt zu voll. Außerdem rennt uns die Zeit davon. Ich habe leider das frühere Zeitfenster im Waiʻānapanapa State Park von 10-12:30 Uhr gebucht und wir haben bereits 10:45 Uhr, als wir die Hana Lava Tube (Mile 31,3) erreichen.

Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, erst zum Waiʻānapanapa State Park zu fahren und danach zurück zur Lava Tube – aber das haben wir in dem Moment nicht realisiert.

Die Lava Tube  kostet nochmal 15 $ pro Nase – aber sie ist es wert! Wir kennen bereits Lava Tubes und Lavatunnel von unserem Azorenurlaub, aber diese Tube ist krass, denn sie ist NICHT beleuchtet oder mir irgendwelchen künstlichen Lichtquellen ausgestattet. Wir erhalten eine Taschenlampe pro Nase und dürfen die Tube alleine erkunden. Sie zählt zu den größten Lava Tubes weltweit, Temperaturen liegen ganzjährig um die 22 Grad. Wie angenehm 🤭

Durch eine Art Luke steigen wir über einige Treppen hinab in die Tube. Da kaum noch andere Urlauber außer uns gerade hier sind, ist es nach wenigen Metern stockdunkel. Krass! Es gibt überall Hinweisschilder und an Stolperstellen einen Handlauf zum Festhalten, ansonsten läuft man aber überall über den Lavaboden. Wir sind total begeistert und haben mit unseren Taschenlampen viel Spaß in der Tube.

Da wir etwas unter Zeitdruck stehen, bleiben wir gut 30 Minuten in der Tube, nutzen danach noch die mit lustigen Hinweisschildern versehenen Toiletten und erreichen gegen 11:45 den Waiʻānapanapa State Park. Schon an der Zufahrt steht der Hinweis, dass man OHNE Reservierung gar nicht hinfahren muss. Na, die haben wir ja zum Glück! Und wir haben den Wisch auch dabei… 🤭

Wir schnappen uns die Badesachen und eilen hinunter zum Black Sands Beach. Während der Rest der Familie Spaß beim Wellenhüpfen hat, schieße ich in der Umgebung ein paar Bilder. Die Zeit vergeht leider viel zu schnell. Ich ärgere mich nun sehr, dass wir die Lava Tube zuerst gemacht haben. Andersrum wäre es besser gewesen, da hätten wir bei beiden Attraktionen mehr Zeit gehabt.

Aber gut, lässt sich nicht mehr ändern. Wir überlegen kurz, was wäre, wenn wir die Ausgangszeit unserer Reservierung von 12:30 überschreiten – wie man das denn nachprüfen könnte – erinnern uns aber, dass wir auf einen speziellen Parkplatz gelotst wurden, der genau unserer Reservierungszeit entsprach. Das würde wohl schon auffallen, wenn nur noch unser Auto da stehen würde… Schweren Herzens verlassen wir den Beach und erreichen gegen 12:45 unser Auto. Der Parkplatz ist fast leer und wir ernten keine netten Blicke von den Parkplatzeinweisern. Schnell packen wir unsere Sachen ins Auto und verlassen den Park.

Wir würden gerne irgendwo an einem netten Strand picknicken und suchen also den nächsten Strand, den Hana Bay Beach Park. Hier gefällt es uns aber gar nicht, also weiter Richtung Red Sand Beach, was wir aber auf dem Weg schon wieder über den Haufen werfen, denn man müsste dort zum Strand laufen / klettern und wir haben Hunger und Durst!

Die Wahl fällt auf den nächsten Strand, den Koki State Park. Oh, der ist toll!!!

Wir parken direkt am Strand und schnappen unsere Beachausrüstung, finden ein schönes schattiges Plätzchen unter den Bäumen und essen zu Mittag. Der Strand ist ein Traum! Kaum Besucher, viele Wellen rollen ganz gleichmäßig an den Strand und locken viele Bodyboarder ins Wasser. Super, 2 Boards haben wir auch dabei! Nach dem Essen laufe ich mit der Tochter am Strand entlang, während sich die Jungs schon mit den Boards in die Wellen stürzen.

Ein Hundebesitzer wirft seinem Hund Stöcke in die Wellen und wir beobachten ihn dabei, wir er in die Wellen springt und sogar taucht, um seinen Stock wieder an den Strand zu bringen. Zu lustig.

Ich wage mich später auch mal mit dem Board in die Wellen. Der Strand ist ganz flach abfallend, selbst viele Meter weg vom Strand geht das Wasser nur bis zur Hüfte. Perfekt!

Natürlich stehen auch hier überall Schilder von gefährlichen Strömungen etc., aber das scheint hier auf Hawaii die Standard Strandausstattung zu sein. Ich bin da ein echter Schisshase, aber jetzt im Sommer gibt es hier wirklich keine merkbare Strömung.

Wir könnten wohl locker noch ein paar Stunden hier verbringen, aber wir haben noch ein paar Kilometer vor uns, also düsen wir um 15 Uhr weiter. An den Wailua Falls stoppen wir, die sind echt riesig und der Gatte MUSS hier einfach reinspringen und sein „Foto“ unter dem Wasserfall bekommen. Na gut, dann warten wir kurz. 😇

Den „Venus Pool“ lassen wir „links liegen“ und erreichen um 16 Uhr den südlichen Teil des Haleakala Nationalparks, wo unser Eintritt von gestern noch gültig ist. Hier startet der Pipiway Trail zum Wasserfall, auf den wir aber verzichten. Da es ja schon so spät ist, entscheiden wir uns für den kürzeren „Kuloa Point Trail“ Rundweg. Der ist wirklich nett und bietet tolle Blicke auf die Ohe´o Gulch Pools, in denen man leider nicht mehr schwimmen darf.

17 Uhr – nun stellt sich die Frage: Piilany Hwy ja oder nein!?

Wir haben nicht einen einzigen Hinweise unterwegs gesehen, dass man die Strecke NICHT fahren darf oder gar nur mit einem 4WD fahren darf wie es in diversen Foren behauptet wird. Also los, wenn unsere Freunde das gepackt haben, mit dem gleichen Auto, dann geht das bei uns auch!

Ruhiger fahren wir, als vor und hinter uns ebenfalls Nissans und Ford Mustang Cabrios die Strecke mit uns teilen 😂

Ungelogen – 3 x Mustang Cabrios auf der Strecke! Na dann!

Bis auf wenige Teile, wo die Straße mal unbefestigt ist und es mal enger wird, ist der Piilany Hwy keinesfalls kritisch. Da sind wir aus Australien ganz andere Strecken gewohnt! Harmlos!!!

Wir passieren neue provisorische Brücken und sehen die Spuren der letzten Flash Flood, die ganze Straßenabschnitte weggerissen hat. Krass… Jetzt im Sommer sieht das alles so harmlos aus…

Das „Charles Lindbergh Grab“ lassen wir ebenfalls links liegen und fahren die Küste entlang. Als es wieder ins Landesinnere geht, müssen wir mehrfach wegen Ziegen und Kühen auf der Straße stoppen.

Am Ulupalakua Scenic Overlook halten wir und warten auf den Sonnenuntergang. Die Heimfahrt danach zieht sich ungemein, da wir quasi bis kurz vor den Flughafen wieder zurückfahren müssen und nicht wirklich Kilometer oder Strecke durch die Inselumrundung einsparen. Trotzdem finde ich es immer spannender, wenn man nicht die gleiche Strecke zurückfahren muss.

Total platt aber happy erreichen wir abends gegen 20 Uhr unser Condo. Morgen legen wir mal einen Ruhetag ein! 😇🤭

USA

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