Abenteuer Afrika

Wasserfälle - Familien-Safariabenteuer & ein stürmisches Kap

Tag 13: Entlang der Panorama Route bis zum Krüger NP

10. Juli 2019

Meine Befürchtungen haben sich bestätigt:

der Gatte ist krank und schwächelt mit einer fetten Erkältung.

Verdammt. Das ist natürlich extrem doof für ihn, im Urlaub krank zu sein. Für mich bedeutet das hingegen:

ich muss ab jetzt Autofahren!

Prinzipiell habe ich kein Problem damit, in anderen Länder Auto zu fahren - egal ob das nun der dicke Jeep in Afrika ist oder das 10m Wohnmobil in den USA... aber:

Das LINKS-Fahren ist so ganz und gar nicht meins...

Während ich das in Australien meist mit dem Jeep im Outback gemacht habe (kein großer Verkehr und nur eine Straße!), erfordert das Fahren auf der linken Seite im Stadtverkehr und viel befahrenen Straßen, wie hier in Südafrika, doch höhere Konzentration.

Ziemlich angespannt fahre ich die ersten Meter auf die Hauptstraße in Richtung Panorama Route zum Blyde River Canyon, unserem ersten Etappenziel entlang der über 200km langen Strecke zum Krüger Nationalpark.

Auf zum Blyde River Canyon

Nach den ersten 20km habe ich mich an das Fahren auf der linken Seite ganz gut gewöhnt und kann etwas entspannter die Umgebung genießen. Da ich nun fahre, kann ich leider keine Bilder mehr machen....

Die sogenannte Panorama Route, die neben Wasserfällen und Potholes viele Aussichtspunkte und tolle Landschaft verspricht, führt uns hoch in die Berge, wo wir am Aussichtspunkt "Three Rondavels" halten und den Ausblick auf den afrikanischen "Grand Canyon" genießen: den Blyde River Canyon!

(Erinnert uns sehr an den "Horseshoe" bei Page in Arizona)

Blyde River Canyon Schleife

Leider ist zur Mittagszeit die Sonne genau vor uns, was das Fotografieren erschwert. Man kann aber die Fluss-Schleife um den Felsen ganz gut erkennen


Die Three Rondavels

Blick auf den Canyon mit Schleife und Ronavels


Blyde River Canyon

Weiter geht es durch die Berge zum nächsten Stopp, Bourke´s Luck Potholes.

Die Potholes sind sehr gut besucht, wir ergattern am letzten Ende des Parkplatzes noch einen freien Platz.

Mindestens 2 Schulklassen sind mit Bussen hier und bevölkern den flachen, oberen Teil der Potholes, bevor das Wasser in die Schlucht stürzt, klettern auf den Felsen umher, springen über kleine Wasserläufe... und fallen ins eiskalte Wasser!

Wir sehen mehrere Kinder, die von ihren Lehrern/Betreuern fluchend aus dem kühen Nass gezogen werden und dann mit klatschnassen langen Hosen in der Sonne sitzen und versuchen zu trocken.

Die Sonne brennt heute ganz schön, wir kommen bei der Kletterpartie und Lauferei zu den Potholes ganz schön ins Schwitzen.

Das Autothermometer zeigte +25 Grad, gefühlt sind es aber gerade runde 30 Grad.


Die Potholes in der Schlucht

Auch hier steht die Sonne zum Fotografieren nicht unebdingt perfekt, aber man kann die Potholes einigermaßen erkennen.

Wir verbringen etwa eine Stunde an den Potholes, dann haben wir Hunger und essen an einem kleinen Stand neben dem Parkplatz Sandwiches und Pommes.

Gegen 13:30 setzen wir unseren Weg in Richtung God´s window fort.

Das Wetter meint es gut mit uns - die Sonne brennt, der Himmel ist klar und die Sicht überall fantastisch!

God´s window
Eigentlich wollten wir uns noch 1-2 Wasserfälle entlang der Panorama Route anschauen, aber da es dem Gatten nicht gut geht, entscheiden wir, den direkten Weg zum Krüger NP zu nehmen.

Die heutige Nacht verbringen wir im Pretoriuskop Camp. Hier habe ich noch recht kurzfristig 2 Bungalows ergattert.

Da wir uns sehr spät für den Südafrika Trip enschieden haben (erst im Februar diesen Jahres), waren die meisten Ziele und Unterkünfte bereits ausgebucht.

Wir erreichen das Numbi Gate am Krüger NP gegen 16 Uhr, müssen unsere Personalien angeben, die Buchung für die Camps zeigen und dann dürfen wir passieren.

Das Pretoriuskop Camp ist recht klein im Vergleich zu den anderen Camps im Krüger.

Hier erwartet uns nun kein Luxus mehr, wie in den vorigen Lodges und Häusern, aber dafür ein Hauch von Abenteuer - und dieses Abenteuer wird heute Abend noch weitaus größer ausfallen, als gedacht!

Wir beziehen unsere beiden Bungalows Nr. 11 und 12, beide mit Doppelbett / Bad und einer Außenküche. Die Kinder entscheiden sich für Bungalow Nummer 11, wir nehmen die 12 nebenan.

Kaum haben wir ausgeladen, besuchen uns auch schon die "Hühnchen", wie wir die nennen. Scheinbar sind sie auf Futtersuche und betteln, was das Zeug hält!

Während der Gatte sich schlafen legt, erkunde ich mit den Kids das Camp.

Vor dem Bungalow liegt ein beißender Feuergeruch in der Luft, Rauchschwaden ziehen an uns vorbei.

Wir schauen oberhalb unserer Bungalows in Richtung Campingplatz und Campzaun - es brennt!

Flammen zucken direkt am Zaun, Urlauber stehen mit Kameras und Handys davor und machen Bilder.

Scheint niemanden zu beunruhigen....Hm...

Das Feuer wütet auf der anderen Seite des Zauns... ob es weiß, dass es auch dort bleiben soll???

Da alle anderen Urlauber absolut unbeeindruckt von den Flammen sind, rede ich mir ein, dass so etwas hier häufiger vorkommt und die leute im Camp schon wissen, wie sie darauf zu reagieren haben...

Ich erkunde also mit den Kids das Camp. Wir gehen zuerst zum Shop neben dem Spielplatz, der uns schon mit Tierfellen empfängt...

ich sehe die Tiere liebe lebend - mit Fell...
Spielplatz

Der kleine Shop ist sehr übersichtlich. Da wir heute Abend nicht selbst kochen wollen, schauen wir uns um, welche Abendessenalternativen wir haben und finden einen Fast Food Laden in der Mitte des Camps (ja, richtig gelesen: im Camp gibt es einen "Wimpy", klassischer Fast Foof Laden mit Burgern und Pommes) um die Ecke.

Hier gibt es auch kostenloses WiFi, eine willkommene Abwechslung.

Wir setzen uns draußen hin und schicken Grüße in die Heimat, dann nehmen wir uns Burger und Pommes als Takeway mit in den Bungalow.

Nach dem Essen kommt Sohnemann ganz aufgeregt in uneren Bungalow gepoltert:

"Mama - es brennt!!! Überall!!!"

What!? Mittlerweile ist es draußen stockdunkel und schon beim Öffnen der Bungalowtür blicke ich auf einen orange-rot farbenden Flammenhimmel!

Oh mein Gott!!!! Das Camp brennt!?

Vorne idyllisches Grillen, hinten Flammenmeer

Der beißende Feuergestank hat sich nun überall im Camp verteilt. Während der Gatte das gesamte Spektakel verschläft, folge ich mit den Kids den anderen sensationsgierigen Urlaubern zum Campzaun.

Außerhalb des Zaunes wütet ein riesiges Flammenmeer.

Ein Urlauber sagt mir, dass es ein konrtolliert gelegtes Feuer wäre. Ich müsse mir keine Sorgen machen, das wäre hier ganz normal.

Bei dem Ausblick habe ich allerdings mehr Mühe, den Sohnemann davon zu überzeugen, dass von den Flammen nichts in seinen Bungalow gelangen wird.

Wir verbringen fast eine Stunde entlang des Campzauns und schauen den tobenden Flammen außerhalb des Zaunues zu.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass dieses Flammenmeer morgen "von ganz alleine" wieder ausgehen wird...






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