BA Calling (hier gibt's immer mal paar neue Bilder)
Ich weiß eigentlich nicht wo und wie ich anfangen soll. Vielleicht einfach so, Gigantischer Moloch, Zahn der Zeit, Verfall, Gestank, Lärm der morbide Charme welcher einfach nur...


Veröffentlicht: 07.12.2018
Heute wollte ich ma faul sein und mit den öffentlichen Reisen zumal mein rechter Knöchel rumzickt, 60km auf Asphalt in 3 Tagen gefallen ihm wohl nicht - Lusche.
Also bin ich heute mit der Subte (U-Bahn) bis Retiro (zentraler Bus, und Eisenbahnhof in Richtung Nord/ West) von dort ging es mit dem Mitretren nach, richtig Mitre, da endet der Zug auf der einen Seite der Straße, man geht über selbige und steigt in den Tren de la Costa ein völliger Unsinn der noch größer wird wenn bedenkt das allein in Buenos Aires 3 verschiedene Spurweiten befahren werden 🤦♂️ also jeder fährt auf seinen eigenen Gleisen. Naja. Man könnte auch von Retiro mit dem Tigre tren direkt fahren aber das erschien mir uncooler da man aus meiner Variante auch mal kurz den Rio de la Plata und die Skyline BAs sieht, Fototipp: besonders in der Nähe der Station Anchorena, ich bin aber sitzen geblieben.
Also weiter im Text, wenn man eine Sube-Karte hat (Bezahlkarte) kostet der Zug nur die Hälfte 15Pesos. Mit der Karte kann man eigentlich alle Verkehrsmittel im Großraum BA und in weiteren Regionen Argentiniens nutzen.
Kommt man in Tigre an fällt man quasi nach vorn in einen Vergnügungspark und nach rechts in ein riesiges Casino. Vom Spreewald also Delta welcher ungefähr so groß wie ganz Thüringen sein soll, noch nichts zu sehen.
Nun kann man rechts raus am Casino vorbei über eine kleine Brücke und dann 1.oder 2. Links gehen und man kommt zum Port de Frutas, also diesmal nicht Putas - obwohl ich weiß es nicht, so eine Mischung aus Markt für die Deltabewohner und Kitsch für Touristen hier legen auch die schwimmenden Konsumkähne ab welche die Leute im Delta mit allem Notwendigen versorgen - quasi schwimmende Holfixe. Ein paar Rundfahrten starten hier auch. Geht man links aus dem Bahnhof der Costabahn (die direkte Linie hat einen anderen Bahnhof) kommt man in Richtung Zentrum und zu den Anlegern der sogenannten Lanchas, dass sind quasi sowas wie die Wasserbuse oder Taxis. Meine Idee war mit dem Lancha eine Runde zu drehen, also am Schalter ein Ticket gelöst und fein am angesagten Muelle 3 (Anleger) angestellt, 13:30uhr sollte es losgehen nur mein Boot fehlte alle anderen sind gefahren, dumm nur das so ein Ticket immer nur für das aufgedruckte Boot gilt, also kurz gesagt ich spielte mit meine 3 Gedanken, Ticket wegwerfen und neues kaufen, einfach gehen oder versuchen am Schalter ein Fass aufzumachen da kam mein Boot der "Jilguero", ich dachte erst Gigolo? hat sich verträllert aber das bedeutet wohl nur Stieglitz - trotzdem verträllert! Naja ging eben ne Stunde später los, besser als gar nicht. Dann legte der Stieglitz los als wäre Feuer unter Deck und John Maynard am Steuer dachte schon, huch die haben was aufzuholen aber nee gemütlich ist nicht und so konnte man den großen Bruder des Spreewaldes eigentlich gar nicht genießen, Fotos waren auch eher Glückssache naja, wenn man bedenkt das man wohl hier alleine ein paar Wochen drin verpaddeln könnte, naja zum Boot ausleihen und paddeln (lassen) war ich dann alleine auch zu unmotiviert. Das nächste Mal wenn mal jemand mitkommen würde. Also zurück zum Zug und wieder nach Hause am Ende waren es dann doch wieder über 15km per Pedes. Was essen und ein kleines Bier. Adios Spreewald wie der Sorbe sagt. 😉
