Neuseeland: 8000km solo durch das schönste Ende der Welt
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21.01.2015

Eigentlich kann ich ausschlafen, aber der Straßenlärm, der mich trotz des recht weit hinten liegenden Zimmers morgens schon erreicht, ist so nervig, dass ich recht früh wach bin. Stehe aber erst um 9.00h auf, sitze zum Frühstück auf dem Balkon in der Sonne.


Um 11.00h fahre ich los nach Kaiteriteri. Die Straße ist enorm kurvig und ich brauche für die 13 km gut 20 Minuten. Ein Parkplatz direkt am Ortseingang ist kein Problem, schräg gegenüber wird das Boot abfahren. Und endlich sehe ich mal einen schönen Strand! Es gibt Menschen, die in der Sonne liegen und es ist echtes Urlaubsflair. - Zack! Und schon fängt es an zu regnen. Ich könnte heulen. Glücklicherweise ist das aber nach 10min vorbei, aber die dunklen Wolken, die hinter den hohen Hügeln hängen, versprechen nichts Gutes. Bitte heute nicht!

Bis mein Boot abfährt kann ich noch eine gute Stunde das Treiben am Strand beobachten. Die Ausflugsboote, die hier anlegen, klappen eine Falt-Gangway vom Bug aus, die auf den Strand reicht. Lustiges Patent.

Strand von Kaiteriteri



Auf meinem Boot setze ich mich nach oben an Deck, schnalle meine Mütze fester, damit sie nicht bei der ersten Böe einen Abgang macht und los geht es. Wir passieren den bekannten Split Apple Rock, einen fast kugelrunden Felsen, der oberhalb des Wassers zu sehen ist und praktisch auf der Hälfte gespalten ist.





Ich bin nach 45 Minuten, entlang der bewaldeten Küste mit den hohen Hügeln und kleinen Traumbuchten an meinem gebuchten Ziel, der Medlands Bay. Eigentlich sind es zwei Strände, ein kleiner, etwa 50m breiter und ein größerer, zu dem man durch den Wald gelangt. Nachdem es hier derart idyllisch ist und ich den Waldweg ein kurzes Stück bergan laufe und dann eine Jacke brauche, weil es in dem dichten Wald einfach frisch ist, drehe ich kurzerhand um, ziehe Jacke und Halstuch aus, hole die Sonnencreme und mein Buch vor und bleibe nun 3 Stunden im warmen Sand sitzen und lasse mich bräunen. 


Dann habe ich eben einen Tag mal nicht das gemacht, was hier allgemein von den Touris erwartet wird. Ich bin eben nicht gewandert und habe nur in der Sonne gesessen, aber mir war einfach heute danach, mal nichts abhaken zu müssen und so bin ich ziemlich zufrieden, als das Boot um 17.00h wieder kommt, um die Schäfchen abzuholen. 


Es wird nach Namen kontrolliert, denn man muß genau sagen, was man in der Zeit an Land macht und ist ein gebuchter Passagier nicht zur gebuchten Abfahrt an der Liegestelle, wird nach ihm gesucht. 



Da es jetzt Ebbe ist, kann das Boot nicht so weit auf den Strand fahren, wie vorhin und die Gangway beginnt im Wasser. Also Sandalen aus und rein ins kalte Wasser. Meine hochgekrempelte Hose wird bis zu den Knien naß und ist schnell wieder trocken.



Mittlerweile ist es ziemlich frisch geworden und ich sitze mit langärmeligem T-Shirt und Fleecejacke nebst Kapuze auf dem Boot. Das Licht ist deutlich fotogener, als vorhin und ich lichte ein paar Buchten und Hügel ab. Das muß man später alles mal auf dem Monitor sehen, um zu beurteilen, was wirklich gut geworden ist.

Um 18.00h ist das Boot wieder in Kaiteriteri und wenngleich der Landeplatz schon ein anderer ist, als heute mittag der Startpunkt, weil das Wasser so flach ist, müssen trotzdem alle nochmals ins Wasser. Also Hose nochmal naß und ab auf den Strand und ein bißchen zum Auto laufen. Schön hier.

Ich setze mich ins Auto und fahre nochmal hinter Kaiteriteri weiter. Die Straße besteht hier nur noch aus Haarnadelkurven und bei der tiefstehenden Sonne und der verschmierten Frontscheibe ist das zeitweise Blindflug und ich fahre im Schneckentempo. Ich folge der einen und anderen Straße, um einen etwas besseren Blick von weiter oben auf die Küste des Abel Tasman National Parks zu bekommen und finde auch eine Stelle. 


Schöner Blick von hier oben, auch auf eine Bucht, die mindestens 100 m ausgetrocknet ist aufgrund der Ebbe. Um mich herum stehen atemberaubende Häuser. Auch in Neuseeland gibt es Reiche, die die schönsten Plätze bewohnen. Der Blick von hier oben ist eigentlich unbezahlbar.


Ich hole mir in Motueka schnell noch Brötchen und sitze dann auf meinem Balkon mit Käsebrötchen und Tomaten, sichte meine Bilder und schreibe Tagebuch.

Der erste Sonnenbrand nach 5 Wochen auf der rechten Schulter...

Tageskilometer: 39km

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