Tag 4, 28. April, Kakadu Nationalpark
Morgens waren die Flinkwallabies herrlich beim Sonnenaufgang auf der Wiese des Campingplatzes verteilt, sicher mehr als 50 Stück. Ich war schon vor Sonnenaufgang wach und machte...

Veröffentlicht: 01.05.2026















5:30 aufgestanden, keine Zeit für Frühsport, aber für Kaffee. Um 6:20 waren wir an der Tankstelle, für den Transfer zu den Schiffen auf den Yellow Waters, den hiesigen Sumpfgebieten. Zum Sonnenaufgang wollten wir diese auf einer 2-stündigen Bootstour erkunden.
Das Licht am Morgen war gut, der Guide Dennis, ein schwerer gutmütiger und gemütlicher Aborigini mit heller Haut, da wohl einige weiße Vorfahren dabei sind, sehr angenehm. Auf dem offenen aber Schatten spendenden Boot gab es genug Platz, um überall zu fotografieren. Neben uns waren noch gut 15 andere Touristen da, glaub alles Australier, und das Boot hätte Platz für doppelt so viel Leute gehabt.
Was gab es zu sehen? Natürlich Salzwasserkrokodile. Insgesamt 3 oder 4 Stück, jeweils um die 3 Meter lang, eines netter Weise auch an Land.
Und einiges an Wasservögeln, so hunderte Enten, Jakanas, Reiher, ein Woodland Kingfisher. Aber bei weitem nicht so viel, wie wir im November am Chobe oder im Caprivi in Afrika gesehen haben. Die Landschaft war herrlich. Alles in allem eine sehr schöne Bootstour, aber nicht spektakulär.
Zurück im Camp in Ruhe gefrühstückt. Immerhin gab es noch einen kleinen Eisvogel zu sehen.
Um 10:00 fuhren wir dann los. Als erstes besuchten wir das Cuktural Centre neben dem Camp, mit einer netten aber unspektakulären Ausstellung. Immerhin fanden wir im Laden zwei interessante Bücher über frühe australische Explorer; gute Bücher über Aborigines habe ich schon zu Hause.
Nun wollten nur zum nahe gelegenen wilden Mardikal Campground gehen, weil es dort nachts gute Chancen geben sollte, Tiere zu sehen. Die Hälfte des Camps war aber noch geschlossen, und in der anderen Hälfte gab es bei den Sanitäranlagen auch kein Wasser. Das war dann nichts für uns, zumal es noch früh war. Also fast 50km weiter in den Süden, zum Camp Gungurul. Das war aber noch schlimmer, kein Gras, kein Schatten, ein Parkplatz.
Also zurück in den Norden. Um 13:00 waren wir wieder bei Nourlangie. Tatsächlich sahen die Felszeichnungen nun, bei viel mehr Tageslicht, deutlich besser aus. Auch die gut 2km Buschwanderung hier war angenehm, und wir sahen Gelbhaubenkakadus und beim Wegfahren nach wenigen Kilometern nochmals die Rabenkakadus. Es hatte sich sehr gelohnt, noch ein zweites Mal hierher zu kommen.
Dann fuhren wir noch weiter in den Norden zurück zum Ort Jabiru, und stellten uns auf den schönen Campingplatz der davor gelegenen Lodge. 17:15 gingen wir dann in den Ort, um kurz einzukaufen; der Laden schloss um 17:30. Dann fuhren wir zur Schule.
Wir warteten lange. Dann, um 18:45 wurden die Flughunde endlich aktive und begannen, auszuschwärmen. Die meisten kamen von direkt hinter der Schule, wo weitere Bäume im Campus waren. Für 10 Minuten war der Himmel schwarz von den großen Leibern dieser größten Flughundart Australiens! Tausende der Tiere flogen direkt über unseren Köpfen. Ein Spektakel!
19:00 war es total dunkel. Zurück im Camp machten wir Pasta. Auf einem Rundgang danach mit Spotlight und Infrarotesichtgerät sah ich immerhin noch mein erstes Possum, Fuchskusu, dieser Reise.
