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Tag 4, 28. April, Kakadu Nationalpark

Veröffentlicht: 30.04.2026

Attraktion
Kakadu Nationalpark
Kakadu Nationalpark, Australien
Attraktion
Ubirr
Kakadu Nationalpark, Australien
Attraktion
Nourlangie
Kakadu Nationalpark, Australien
Sehenswert
Jabiru
Jabiru, Australien
Unterkunft
Lodge Cooinda
Zelt · Kakadu Nationalpark
Attraktion
Mirray Lookout
Kakadu Nationalpark, Australien

Morgens waren die Flinkwallabies herrlich beim Sonnenaufgang auf der Wiese des Campingplatzes verteilt, sicher mehr als 50 Stück. Ich war schon vor Sonnenaufgang wach und machte Frühsport mit der App. Dann frühstückten wir in Ruhe. Einige Kakadus flogen über uns hinweg zum nahe gelegenen Fluss, keine 200m weit weg. Dort konnte ich herrliche Aufnahmen der Gelbhaubenkakadus in der Morgensonne machen; hier im Blog sind aber nur Handybilder zu sehen.

Heute ging es in den berühmten Kakadu Nationalpark, mit 20 000 Quadratkilometer größter Nationalpark Australiens (vom Great Barrier Riff abgeshen), Weltkulturerbe der UNO, mit großem Artenreichtum, faszinierenden Landschaften, und jahrtausende alten Felsmalereien.

Kurz gesagt: Der Kakadu Nationalpark war eine große Enttäuschung!

Mit den großen Nationalparks Afrikas kann er in keiner Weise mithalten. Die geteerten Straßen sind besser, doch rasen alle mit 100km/h darauf hindurch. Anhalten, um Tiere zu sehen? Fehl am Platz. Große Säuger gibt es eh nicht, die Vögel sind scheu, und wenn man wegen ihnen anhält, hat man Angst, einen Verkehrsunfall zu verursachen.

Wobei, wenigstens war kaum etwas los, nicht viele waren unterwegs.

Es war Anfang der Trockenzeit. Da die letzte Regenzeit aber extrem war, und es noch im März Überschwemmungen gab, waren viele Straßen und Wege des Nationalparks gesperrt.

Am meisten geschmerzt hat mich, dass wir nicht zu den Felsmalereien von Ubirr konnten, weil die Straße dorthin noch 1,5 Meter unter Wasser lag. Die dortigen Felsmalereien sind bis zu 20 000 Jahre alt, darunter die Zeichnung eines vor etwa 4000 Jahren auf dem Festland ausgestorbenen Beutelwolfes. Im nahe gelegenen Arnhem Land hat man sogar Felszeichnungen des vor über 20 000 Jahren ausgestorbenen Riesenkängurus gefunden.

Nun, in Büchern habe ich diese Felszeichnungen gesehen, aber live war das zur Zeit leider nicht möglich. Zum Glück hatte ich für den Kakadu keine Campingplätze gebucht, denn meine ganze Planung für hier kam durcheinander.

Es gibt auch viele Walks von 1 bis 4km, die man hier machen kann, und Wanderungen von 5 bis 12 km. Die meisten waren aber auch wegen Überschwemmungen (von denen wir übrigens nichts sahen, von den Moskitos mal abgesehen) geschlossen. Die Wanderung am Nourlangie von 12km mit herrlichen Aussichten viel leider auch aus; die Aborigines hatten den Trail wegen kulturell-religiöser Bedenken schließen lassen.

Der Kakadu ist vor allem Flachland mit tropischer Baumsavanne, die desto dichter ist, desto weiter man im Norden ist. Im Osten grenzt das Arnhem Land an, ein 300 Meter hohes Sandsteingebirge, aus dem Wasserfälle Flüsse in den Kakadu speisen. Also recht ähnlich zum Litchfield Naionalpark. Das Arnheim Land steht unter vollständiger Kontrolle der Aborigines und hat tausende von Orten mit Felsmalereien, die für deren Kultur und Religion wichtig sind.

Ubirr ind Nourlangie sind Reste des Sandsteingebirges, die im Kakadu erhalten sind, und wo es ebenfalls wichtige Felsmalereien gibt.

Auch gibt es einen kleinen Ort im Kakadu, Jabiru, wo viele Aborigines aber auch Weiße wohnen. Dort fuhren wir nun hin, denn ich hatte gelesen, dass es dort in den Bäumen eine große Kolonie Schwarzer Flughunde gibt, und auch eine der kleinen roten Flughunde. Die Schwarzen Flughunde fanden wir direkt in der Ortsmitte und vor allem in den Bäumen um die Schule herum, und den dortigen Sportplätzen. Auch Kakadus sahen wir hier einige.

Dann fuhren wir 50km weiter zur Lodge Cooinda, wo wir campten. Angenehmer Rasenplatz und Elektrizität für die Klimaanlage und Kühlschrank.

Nachmittags um kurz vor 16:00 fuhren wir dann die Straße zurück, erst zur kleinen Wanderung hoch auf den Mirray Lookout, einen Hügel hinauf. Immerhin konnte man von hier aus das Kliffe des Arnhem Land Sandsteingebirges sehen.

Weiter zum Jabiru, wo wir beachtliche Felsmalereien der Aborigines sahen: Kängurus, ein Gewehr der Europäer, den Blitzmann mit seiner Frau und deren Kind, einem Grashüpfer, Menschen und Gespenster oder Medizinmänner.

Besonders eindrucksvoll waren rotschwänzige Rabenkakadus, die wir hier in der Gegend sahen.

Im Abendgrauen ging es zurück zum Camp, wo wir nach der schnell eintretenden Dunkelheit gegen 19:00 Uhr ankamen.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Trockenzeit
Abseits der PfadeAbenteuerlich
  • Sonnenaufgang mit vielen Flinkwallabies auf dem Campingplatz
  • Straßen und Trails im Kakadu wegen Überschwemmungen gesperrt
  • Besuch in Jabiru mit Schwarzen Flughunden
  • Felsmalereien bei Jabiru
  • Blick vom Mirray Lookout auf das Arnhem Land
App für FrühsportCampingausrüstungKamera oder Handy für Fotos
NaturTierweltGeschichteAbenteuer
Antworten (1)

Katrinvor 21 Tagen
Ein sehr interessanter ehrlicher Beitrag. LG

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