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Tag 3, 27. April: Jumping Crocodiles!

Veröffentlicht: 30.04.2026

Spaziergang
Florence Falls → Buley Rockholes
5.0 km · Shady Creek Walk
Attraktion
Buley Rockholes
Litchfield National Park, Australien
Attraktion
Tolmer Falls
Litchfield National Park, Australien
Attraktion
Wangi Falls
Litchfield National Park, Australien
Tour
Jumping Crocodile Tour
Tour · 1h · Spectacular Jumping Crocodile
Unterkunft
Mary River Wilderness Retreat
Mary River
Spaziergang
Camp → Billabong
2.5 km

An den Florence Falls soll es eine seltene Art von Felskängurus geben, die man relativ leicht sehen kann, wenn die Besuchermassen weg sind. Nun, gestern Abend sahen wir sie nicht, und heute Morgen auch nicht, obwohl wir zum Sonnenaufgang losgegangen sind. Wir liefen kann 5km, zu den Fällen hinunter den Shady Creek Walk durch den Monsumwald und weiter zu den Buley Rockholes und zurück.

Immerhin, als wir die Treppen runterliefen sahen wir große Schwarze Flughunde umherfliegen und in den Bäumen Schutz suchen. Schon gestern hatten wir sie gehört, waren uns aber nicht sicher, wer hier so viel Krach macht. Der Lärm der Kolonien Schwarzer Flughunde sollte uns noch häufig im Northern Territory begegnen.

Um 8:00 waren wie im kühlen Nassder Buley Rockholes. War gestern Nachmittag der Parkplatz überfüllt gewesen, waren wir heute Morgen alleine und hatten unsere Ruhe.

Um 9:00 zurück am Camp gefrühstückt und dann losgefahren, durch den Nationalpark, berühmt für seine Wasserfälle. Bei den schönen und hohen Tolmer Falls konnten wir eine kurze 2km Wanderung mit schöner Aussicht machen. Bei den weniger hohen aber breiteren und doppelten Wangi Falls wollten wir eigentlich 5km laufen, aber alle Wege waren gesperrt, wegen Überflutung. Noch nicht einmal zu dem Rock Pool konnte man. Während der Überflutungen der Regenzeit war ein Krokodil hierher gespült worden, das man erst entfernen muss, bevor der Pool wieder geöffnet wird. Das Krokodil haben wir nicht gesehen, aber die Krokodilfalle.

So waren wir früher fertig, als gedacht, und fuhren 12:30 aus dem Nationalpark raus, wieder Richtung Darwin, um dann rechts Richtung Kakadu Nationalpark abzubiegen. Aber da sollte es erst morgen hingehen.

Als erstes ging es zum Adelaide River, der 238km lang ist und im Litchfield Nationalpark entspringt, um dann bald im Ozean zu enden. Er ist berühmt dafür, die weltweit höchste Dichte an Salzwasserkrokodilen zu haben, mit 4-15 Krokodilen pro Kilometer und insgesamt mehreren tausend. Der Fluß fließt die meiste Zeit nicht durch einen Nationalpark, doch sind die Tiere streng geschützt.

Salzwasserkrokodile sind die größten und die aggressivsten Krokodile weltweit. Männchen können bis zu 6 Meter lang werden, aber 4 Meter sind die Norm, während Weibchen 2,5 bis 3 Meter lang sind. Sie sind die meiste Zeit im Wasser und sonnen sich deutlich weniger, als andere Krokodile.

Wo der Highway über den Adelaide River geht, gibt es mehrere Touranbieter, die Flußfahrten anbieten, sogenannte Jumping Crocodile Tours. Die Tiere werden mit an Angeln ähnlichen Stangen befestigten Fleischstüclen angelockt, zum aus dem Wasser schnellen angespornt, und schließlich mit dem Fleisch gefüttert. Von den drei Touranbietern war einer Pleite gegangen, der eigentlich Tours um 14:00 anbot, der zweite Anbieter hatte heute keine Tour um 15:00, aber beim dritten „Spectacular Jumping Crocodile“ konnten wir die Tour um 15:00 buchen. Da es erst 13:30 war, hatten wir viel Zeit, in der Hitze zu warten, aber zum Glück gab es unter dem auf Stelzen stehenden Haus einen schattigen Platz mit Tisch und Stühlen. Hier konnten wir auch einen schönen Roten Finken beobachten, die Sonnenamadine.

Die Tour war schon spektakulär. Die Krokodile näherten sich von alleine dem Boot, um Fleisch zu bekommen. Da die Art sehr aggressiv ist, machte der Captain sicher, dass immer nur ein Krokodil da war. Sonst würden die sich gegenseitig attackieren. Zwei große Männchen und ein Weibchen wurden gefüttert.

Sollte man ein solches Touristenspektakel, das die Tiere auf unnatürliche Art und Weise vorführt, verurteilen? Ich denke nicht. Die Krokodile kommen freiwillig und das aus dem Wasser herausschnellen ist ein natürliches Verhalten. Außerhalb Australiens werden die Tiere gefürchtet und getötet, hier respektiert und bewundert. Auch dank der Informationen durch die Krokodiltouren.

Kurz nach 16:00 waren wir zurück. Auf dem Weg auf der Piste zum Highway sahen wir noch sehr schön Flinkwallabies, und später häufig neben dem Highway. Nach gut 30 Minuten waren wir im Mary River Wilderness Retreat in einem neben dem Higway gelegenen Nationalpark, der wenig Beachtung findet. Es war wenig lost, außer uns nur noch ein Wohnmobil da.

Der Platz ist schön schattig gelegen unter hohen Bäumen, im Gras. Zahlreiche Flinkwallabies hüpfen umher. Diese sind aber bei weitem nicht so zahm wie die Rotbuchfilander (Pademelons) in Tasmanien, die sich sogar füttern ließen. Mehr als auf 10 Meter ließen einen die Wallabies nicht an sich herankommen, bevor sie schnell davonhüpften.

Nachmittags noch einen kleinen Walk von 2-3km im Camp gemacht, am Fluss und an einem Billabong vorbei durch den Busch. Belohnt wurden wir mit Gelbhaubenkakadus, einem Schwarm Nacktaugenkadus, und als Höhepunkt ein Blauflügelkookabura, der tropische Cousin des Lachenden Hanses. Also eine große, kooperativ brütende Eivogelart.

Wie es dunkel wurde, kamen die Flinkwallabies immer näher, aber leider auch die Moskitos. Schon die letzten Tage waren wir von diesen sehr geplagt geworden. Immerhin hatten wir hier Stromanschluß, so dass unser Licht im Camper richtig funktionierte. Und auch die sehr gute Klimaanlage, denn die tropische Hitze und Feuchte machte uns doch sehr zu schaffen.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Regenzeit
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Sonnenaufgangswanderung zu Florence Falls und Buley Rockholes
  • Tolmer Falls und gesperrte Wege bei Wangi Falls wegen Überflutung
  • Jumping-Crocodile-Tour auf dem Adelaide River
  • Flinkwallabies und viele Vögel im Mary River Wilderness Retreat
CamperStromanschlussKlimaanlageMoskitoschutz
NaturTierweltAbenteuerRoadtrip
Antworten (1)

Katrinvor 16 Tagen
Super viel erlebt!

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