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Tag 24, 18. Mai: Die Baumkängurus von Malanda!

Veröffentlicht: 18.05.2026

Fahrt
Misson Beach → … → Atherton Tablelands
190 km
Attraktion
Licuala Day Use Area
Djiru Nationalpark, Australien
Attraktion
Curtain Fig Tree
Atherton Tablelands, Australien
Attraktion
Malanda Falls Conservation Park
Malanda, Australien
Essen
Caravanpark neben dem Malanda Falls Conservation Park
$$ · Mittagessen
Attraktion
Lake Eacham
Atherton Tablelands, Australien

Tag 24, 18. Mai: Die Baumkängurus von Malanda!

Frühsport um 5:30, endlich mal wieder möglich, dann 6:20 im Morgengrauen los, zurück zum Highway, and dann gut 100km weiter rechts abgebogen in den tropischen Regenwald von Misson Beach, berühmt für seine Helmkasuare. Nach nicht ganz 2 Stunden waren wir bei der Licuala Day Use Area des Djiru Nationalparks. Die 1km lange Anfahrt durch extrem dichten Regenwald war beeindruckend. Die Wanderung dort, insgesamt 2,5km auch, der Wald ist so dicht mit Palmen und Würgefeigen und Epiphyten bewachsen. Vom Helmkasuar sahen wir Abdrücke im Matsch, das Tier selber aber leider nicht.

Dafür unerwartet ein anderes Highlight, ein Moschusrattenkänguru, das kleinste und ursprünglichste aller Kängurus. Als einziges hat es noch 5 Zehen, es ist nur etwa 500g schwer, mit schönem rostbraunen Fell, das es hervorragend im Unterholz tarnt, wo es tagsüber auf Nahrungssuche geht, und das nicht hüpfend, sondern auf allen Vieren. Als ich es sah, musste ich sofort an ein Rüsselhündchen denken, die Elefantenspitzmäuse der Wälder Tansanias. Und tatsächlich ist das Moschusrattenkänguru das einzige Känguru, das ein reiner Insektenfresser ist, wie die Elefantenspitzmäuse!

Wir gingen noch gut 20km weiter zu einer anderen Day Use Area und liefen wieder 2km, und sahen wieder ein Moschusrattenkänguru, aber weder da noch auf der Fahrt durch den Regenwald einen Helmkasuar. Also zurück zum Highway, nochmals 70km nach Norden, dann links abgebogen und hoch in die Atherton Tablelands, einer 500m über Meer liegnenden Ebene mit Regenwald und Viehweiden, touristisch sehr erschlossen. Ziel: Das seltene Lumholtz Baumkänguru, das nur hier in einem sehr kleinen Gebiet vorkommt.

Als erstes ging es zum imposanten Curtain Fig Tree: Einem äußerst imposanten, riesigen Baum, an denen die Wurzeln einer Würgefeige wie ein Vorhang herunterhängen. Tatsächlich sind es zwei Bäume: Die Würgefeige hatte zuerst einen Urwaldriesen so zugesetzt, dass dieser umfiel, und zwar auf einen zweiten Urwaldriesen, so dass die beiden eine Art Dreieck bildeten, entlang dessen die Würgefeige lustig weiterwuchs und mehr und mehr Wurzeln wie eine Vorhang herunterhingen.

Dann zum nur 10 Minuten entfernten Malanda Falls Conservation Park, berühmt für seine Baumkängurus. Die Frauen im Informationszentrum waren sehr nett und hilfreich und gaben viele Tipps. Sie meinten, das hier wäre der beste Ort, Baumkängurus zu sehen. Erst vor vier Tagen hätte jemand eines beim kleinen Wanderweg gegenüber entdeckt. Und nein, sie wären nicht nachtaktiv, sondern auch tagsüber auf Nahrungssuche.

Nun ja, also gingen wir jetzt um 12:00 diesen 1,1km langen Rundweg. Viel Hoffnung hatten wir keine, in diesem dichten Dschungel irgendwo in den Baumkronen ein Baumkänguru zu entdecken. Und doch, plötzlich hatte ich eines im Sichtfeld, auch wenn ich intuitiv dachte, es wäre ein Brüllaffe. Denn das dunkelbraune, 7kg schwere Tier mit langem Greifschwanz und kletternden Händen erinnerte tatsächlich an einen solchen Primaten. Und wie ein Brüllaffe war es ein reiner Blattfresser, damit beschäftigt, ein Blatt nach dem anderen ins Maul zu schieben. Allerdings sind Baumkängurus im Gegensatz zu den Affen solitär.

Wir konnten das Tier sehr gut beobachten, auch wenn es leider gegen die Sonne war. Dann nach einiger Zeit kletterte es fluchst den Baum hinunter und war verschwunden.

Wir gingen also in den netten Caravanpark direkt neben dem Park, aßen etwas und ruhten uns aus, und gingen 15:30 auf eine zweite Rundwanderung, aber ohne etwas zu sehen. Auf Empfehlung der Damen bei der Information fuhren wir dann 15 Minuten zum herrlich gelegenen See Lake Eacham, wo es viele Moschusrattenkängurus geben sollte. Tatsächlich sahen wir auf dem 3km langen Rundweg um den See herum drei dieser Tiere. Vorteil war, dass ich meine Stirnleuchte dabei und an hatte, was im dunklen Unterholz des Tropenwaldes viel ausmachte. Das letzte Tier war endlich so kooperativ, dass wir es zumindest mit dem Handy filmen konnten.

Auf einen Blick

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Wetter
Trockenzeit
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Licuala Day Use Area im Djiru-Nationalpark
  • Moschusrattenkängurus im Regenwald
  • Curtain Fig Tree
  • Malanda Falls Conservation Park
  • Lumholtz-Baumkänguru
  • Lake Eacham
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