Tag 20, 14. Mai, Cape Hillsborough Nationalpark
Morgens machten wir noch eine kleine 4km Wanderung am Bachlauf entlang. Immerhin sahen wir einige Nektarvögel, die Kolibris Australien. In „Ruhe“ mit den aufdringlichen...


Veröffentlicht: 15.05.2026




















Die Attraktion des Cape Hillsborough Nationalparks sind die Wallabies und Kängurus, die morgens an den Strand kommen, um von der Flut angespülte Blüten und Triebe der Mangroven zu fressen. Kängurus im Sonnenaufgang am Strand, das sind Bilder, die jeder Influencer haben will, Bilder, die in den sozialen Medien ankommen.
7:00 war Sonnenaufgang, 5:30 gingen wir zum Strand. Es hieß, keine hellen Taschenlampen, also hatten wir unsere Stirnlampen auf minimal gestellt. Als erstes wurden wir angebrüllt, die Lampen auszumachen. Am Strand war eine Dame des lokalen Tierschutzes. Sie hatte mit Hütchen markiert, wie weit man sich den Tieren nähern durfte, was am Ende wenige Meter waren, denn die Tiere kümmerten sich nicht um die Touristen. Es waren ein graues Riesenkänguru da, 8 Jahre alt und per Hand aufgezogen, da die Mutter ein Road Kill war, und 8 Flinkwallabies, darunter zwei große Männchen und ein Weibchen mit Jungem im Beutel, das darin rumzappelte, aber nicht rausschaute. Und circa 50 Touristen, die sich alles anständig verhielten. Also etwa 5 Touristen pro Känguru. Diese wurden übrigens angefüttert mit speziellen Kängurupellets.
Der Himmel war bedeckt, der Sonnenaufgang nicht besonders schön, aber man konnte trotzdem schöne Fotos machen. Und der Rummel war nicht zu viel, die Atmosphäre war angenehm. Um 6:00 wurde es langsam heller, ab 6:30 konnte man gut fotografieren, gegen 7:00 hoppelten die meisten Kängurus rechts in den Wald hinein. Zwei Nachzügler bekamen dann die meiste Aufmerksamkeit, aber die meisten Touristen waren inzwischen eh weg.
In Ruhe gefrühstückt. Da wir hier Strom hatten, sogar mit Toaster, der im Camper ist. Dann noch vor 8:00 auf eine nette Wanderung in den Wald hinein mit Ausblick auf den Pazifik, z.B. am Andrews Point. Der Weg endete am südöstlichen Ende der Bucht. Bei Ebbe kann man hier in 20 Minuten zum Camp zurücklaufen. Aber da Flut war, mussten wir die gut 2km zurück durch den Wald.
Zu sehen gab es vor allem beeindruckende Spinnen, kleine braune Skinke mit orangenem Kopf, die in Gruppen zu leben schienen, ein sehr großer Waran, Flinkwallabies, darunter ein großes Männchen mit sehr orangener Brust, und ein Regenbogen.
Vor 10:00 zurück am Camp verbrachten wir dort den Tag in Ruhe mit Lesen, Schlafen, und zum letzten Mal Wäsche waschen. Um 14:00 war dann Ebbe und wir machten eine Wattwanderung von 3km zu der während Flut abgeschnittenen Insel Wedge Island. Es gab viele Krabben zu sehen, Sanddollars und Seesterne.
Dann war der Star des Nachmittages ein Eisvogel, ein Lachender Hans, der zu uns ins Camp kam, und zwar ganz nahe. Er fraß Trauben und Kekse, auch aus der Hand, landete auf dem Tisch neben mir, und schaute mich mit großen Augen an.
Um 17:00 zum Sonnenuntergang nochmals eine Wanderung am Strand, nach dem Abendessen nochmals erst am Day Visitor Area landeinwärts entlang und am Strand zurück, mit IR Suchgerät und Headligths, aber ohne jegliches Highligth.
