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Tag 22, 16. Mai, Schnabeltiere im Eungella Nationalpark

Veröffentlicht: 17.05.2026

Fahrt
Strand → … → Broken River Campground
2h
Attraktion
Hatton Gorge
Eungella Nationalpark, Australien
Attraktion
Wheel of Fire
Hatton Gorge, Australien
Attraktion
Sky Window
Eungella, Australien
Unterkunft
Broken River Campground
Wohnmobil · Eungella
Attraktion
Broken River
Eungella, Australien
Attraktion
Broken River Campground Brücke
Eungella, Australien
Tour
Nachtwanderung im Regenwald am Broken River
Wanderung · 1h

Heute sollte bezüglich Tiersichtungen der beste Tag der Reise werden: Drei Arten von Kängurus, Flughunde, Fuchskusu, die bunte „fruit dove“, also Fruchttaube, und viele viele Schnabeltiere.

Den Anfang machten um 6:00 die Flinkwallabies und das Graue Riesenkänguru am Strand. Es waren noch mehr Touristen als gestern, aber alle „well behaved“, und 8 anstatt von 9 Makropoden da. Das Wetter war leider nicht besser als gestern, keine besonderen Farben zum Sonnenaufgang. Aber immerhin wusste wir nun, dass die Tiere bald nach rechts am Strand entlang hüpfen werden, und konnten uns so besser zum Fotografieren positionieren.

Nach Frühstück brachen wir gegen 7:30 auf, zum nahe gelegenen Eungella Nationalpark, weniger als 2 Stunden Fahrzeit entfernt. Zuerst fuhren wir zur Hatton Gorge und machten dort die knapp 5km lange Wanderung zum Wheel of Fire, einem Badepool, durch herrlich grünen tropischen Regenwald, mit Baumfarnen, herrlichen Palmen, Lianen, Kletterpflanzen, und riesigen Epipythen. Es war zwar nicht heiss, aber die hohe Luftfeuchtigkeit machte mir am Schluss, als es Treppen hinauf ging, dann doch zu schaffen, und ich war durchgeschwitzt. Dabei hatten wir gerade erst einen kalten Fluss durchwatet.

Auch wenn die Pflanzenvielfalt beeindruckend war: Tiere gab es hier keine zu sehen.

Zurück zum Auto, raus aus dem Tal, und dann eine teils steile Passstraße hinauf durch grünen Tropenwald zu dem Städtchen Eungella. Hier gab es bei den Informationstafeln eine große Kolonie Schwarzer Flughunde zu bestaunen, die ganzen Bäume hingen voll der kreischenden und sich streitenden schwarzen Gesellen, die hier niedriger in den Bäumen hingen, als bei den vorherigen Kolonien im Northern Territory.

Von hier ging es auf einer Art Hochebene durch immergrünen Regenwald, ein kleiner Spaziergang am Sky Window eröffnete eine Blick ins Tal, und dann waren wir schon am Broken River Campground, wo wir anfangs die einzigen waren, wenn auch abends der Platz mit 8 Wohnmobilen fast ganz belegt war.

Der Broken River, ein felsiger Gebirgsfluß, floss direkt neben dem Campingplatz, wir konnten ihn von unserem Auto aus einsehen. Der Broken River soll der beste Ort in Australien sein, um Schnabeltiere zu beobachten. Tatsächlich sahen wir sie von der nahe gelegenen Brücke aus (2 Minuten Fußweg), und direkt vom Camp aus. Seht gut und teilweise sehr nahe, bei der Nahrungssuche, beim Umherschwimmen, eines beim sich Kratzen. Nur leider war das Licht nicht so besonders, weil der Himmel recht bedeckt war. Dann gab es noch den kleinen Azureisvogel zu bewundern, herrlich blau-orange schimmernd, und die bunte grüne Wompoo-Fruchttaube. Bei einer 3km langen Tour durch den Regenwald sahen wir hingegen nichts.

Nach dem Abendessen gingen wir nochmals 1km durch den Regenwald, mit starker Stirnlampe und IR-Suchgerät ausgestattet. Und endlich lohnte sich mal die Nachtwanderung. Am Picknickplatz am Waldrand sahen wir mehrere Filander (pademelons), diese grauen ursprünglichen Kängurus mit runden Ohren, und hier roten Hinterbeinen. Auch zwei Fuchskusu konnten wir bewundern, die sich gegenseitig jagten, wohl als Paarungsverhalten.

Im Regenwald schließlich endeckten wir auf einem querliegenden Ast eine kleine graue Maus, mit weißem Bauch, und einer Frucht im Maul. Sie bewegte sich nicht, froze, was sie aber nicht unsichtbar machte für die IR-Kamera. Wir vermuten, es war eine Mosaikschwanzratte, die als gute Kletterin im Regenwald bekannt ist. Mit der IR-Kamera fanden wir später noch eine zweite Maus derselben Art, die auf einem umgestürzten Baum einen Bach überquerte. Zurück am Picknickplatz konnten wir nochmals Filander bewundern, und im Camp noch einen weiteren Fuchskusu.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Schnabeltiere am Broken River und von der Brücke aus beobachtet
  • Wanderung zum Wheel of Fire in der Hatton Gorge
  • Nachtwanderung mit Pademelons und Fuchskusus
  • Sky Window mit Blick ins Tal
StirnlampeIR-Suchgerät
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