Morgens machten wir noch eine kleine 4km Wanderung am Bachlauf entlang. Immerhin sahen wir einige Nektarvögel, die Kolibris Australien. In „Ruhe“ mit den aufdringlichen Buschhühnern gefrühstückt, dann ging es 8:30 auf dem Bruce Highway die Küste Queensland nach Norden hinunter.
Wobei Highway: Höchstgeschwindigkeit auf der meist einspurigen Straße war 100 km/h.
Wobei Küste: Das Meer bekamen wir nicht zu sehen. Nur einmal eine Art Lagune, und dort gab es immerhin endlich viele Pelikane zu sehen, auf die wir schon im Kakadu gehofft hatten.
Gegen 14:00 waren wir dann im Cape Hillsborough Nationalpark, berühmt dafür, dass man hier beim Sonnenaufgang Kängurus und Wallabies am Strand beobachten kann. Dumm nur, dass ich gestern rausgefunden hatte, dass ich dafür den falschen Campingplatz gebucht hatte: Den des Nationalparks mit schönerem Strand aber ohne Kängurus, ohne Strom und ohne Duschen, statt den privaten Campingplatz mit all dem ein paar Kilometer weiter. Also hatte ich gestern Abend kurzerhand noch den richtigen gebucht, 20 Euro pro Nacht; den des Nationalparks für 9 Euro die Nacht konnte ich so kurzfristig aber nicht stornieren. So hatten wir zwei Campingplätze, was sogar sinnvoll war.
Wir kamen zu unserem Platz, der direkt am Meer liegt, alles schön und gut. Dann fuhren wir ein paar Kilometer zurück zu einem Board Walk in die Mangrovensümpfen. Äußerst beeindruckende Pflanzen, Palmen, Baumfarne, die Mangroven, und dann noch eine Stelle voller Grasbäume. In den Mangroven Krabben und Schlammspringer, beide aber von der kleinen Sorte, zudem scheu und nicht sehr dicht den Schlamm besiedelnd.
Dann weiter zu unserem Campingplatz des Nationalparks, schön im Schatten aber doch direkt am Meer gelegen, eher einsam.
Cape Hillsborough ist eine ins Meer gehende Halbinsel. Und an der Ostküste Australiens natürlich nach Osten ausgerichtet. Aber hier waren wir in einer Bucht mit Sicht nach Westen, so dass wir schön und in Ruhe den Sonnenuntergang um 17:30 bewundern konnten. Am Strand des anderen Campingplatzes sieht man das nicht so gut, zudem ist der voll mit Touristen.
Noch bevor es dunkel war, waren wir zurück, denn die Fahrt dauerte keine 10 Minuten.