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Zuletzt in Australien

Tag 14, 8. May, Kings Canyon

Veröffentlicht: 10.05.2026

Fahrt
Uluru → Watarrka-Nationalpark
160 km
Attraktion
Kings Canyon
Australia
Attraktion
Kathleens Spring
Australia
Unterkunft
Campingplatz im Watarrka-Nationalpark
Wohnmobil
Sehenswert
Campingplatz im Watarrka-Nationalpark
Australia

Es war viel zu kalt draußen, kaum 5°C, um Frühsport zu machen, und von den 2 Wanderungen auf hartem Stein gestern taten mir eh die Gelenke weh. Also bis um 6:00 ausgeschlafen, dann bald im Morgengrauen los, zurück zum Uluru.

Diesmal wollten wir den Sonnenaufgang vom Sonnenuntergansplatz aus bewundern, so dass die Sonne den Berg nicht beschien, sondern hinter ihm aufging. Außer uns hatten nur zwei andere dieselbe Idee, wobei ein Auto komischer Weise auf die Idee kam, auf dem großen langgezogenen Parkplatz neben uns zu parken.

Egal, mit einem Kaffee in der Hand, hinten im Camper auf dem Bett sitzend mit weit geöffneten Türen bewunderten wir den Sonnenaufgang. Viel schöner als gestern!

Danach fuhren wir noch ein Mal mit dem Auto um den Uluru zum letzten Mal zu bewundern, was nur ca. 30 Minuten dauerte.

Dann weg, raus aus dem Park, zurück auf den Highway, den wir gekommen waren. Nach ca. 160km links abgebogen, Richtung Norden, zum Watarrka-Nationalpark. Dort kamen wir kurt nach 11:00 an und gingen erstmals zur Hauptattraktion, dem Kings Canyon, und liefen hier den kurzen Weg (2km retour) in die Schlucht hinein. Steile rote Wände links und rechts mit beeindruckenden Verwitterungen.

Wie schon bei den MacDonnels Mountain Ranges hatten wir auch beim Nationalpark hier eine Notiz gesehen, dass vergiftete Fleischköder ausgesetzt wurden. Wohl um die Dingos zu vergiften, die hier sehr häufig sein sollten. Und die für uns eine der Attraktionen gewesen wären.

Um 12:00 dann beim 7km entfernten Campingplatz. An der Rezeption frage ich nach den Dingos, es heißt aber, sie hätten schon seit Wochen keine mehr gesehen. Und wir sollten uns keine Sorgen machen, das Problem sei unter Kontrolle.

Kaum aus der Rezeption draußen und wieder im Auto, läuft uns noch auf dem Parkplatz, direkt neben der Rezeption, ein Dingo entgegen!

Wir können es erst fast gar nicht glauben, denken, es wäre einfach ein Hund, und Dingos sind ja verwilderte ursprüngliche Haushunde, doch die Fotos, die wir machen zeigen: Ganz klar ein Dingo, etwas kleiner als ein Schäferhund, kurze sandbraune Haare, kurzer dicker Schwanz, spitze Ohren. Hinter diesem aber ein Hund, ein Mischling, dunkel mit breitem, an einen Bull Terrier erinnernden Kopf. Ein Straßenköter.

Tatsächlich heisst es in Australien immer „Dingo akas feral dog“, denn neben den vor gut 4000 Jahren von Aboriginis eingeführten Dingos haben sich seit 200 Jahren mit denen noch von weißen Siedlern eingeführte Haushunde gekreuzt. Die reinrassigsten Dingos, so haben genetische Studien gezeigt, leben tatsächlich auf den Philippinen!

Den Nachmittag haben wir auf dem Campingplatz verbracht, der alles andere als schön war. Das Wetter war auch nicht schön: kalt, extremer Wind, aber immerhin sonnig. Trotzdem waren wir im Camper: Schlafen und Lesen.

Um 15:30 dann nochmals 26km gefahren zum kurzen Walk “Kathleens Spring“ im Nationalpark, in eine andere, nicht besonders hohe Schlucht in die Berge hinein. Landschaftlich aber doch sehr schön.

Zurück am Campingplatz freue ich mich über bunte Loris (Australien ringneck, eine Papageienart), ärgere mich über die nicht funktionierende Gasgrills, mache das Steak dann im Camper (eigentlich eh einfacher). Und freue mich dann, im Dunkeln doch noch Dingos auf dem Campingplatz zu sehen, und zwar zwei Dingos, die aussehen, wie Dingos aussehen sollen. Sie schleichen auf der Suche nach Futter um die Wohnwagen herum, einer scheu, der andere sehr scheu. Aber ich kann doch ein paar Fotos machen.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Winter · 5°C
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Sonnenaufgang am Uluru vom Sonnenuntergangsplatz aus
  • Kings Canyon im Watarrka-Nationalpark
  • Dingo-Begegnungen am Campingplatz
CamperKaffee
NaturRoadtripTierwelt
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