2oldytravellers

Regina und Gerhard on tour

Zum Bergwandern in die Westtatra (Roháče)

7.7. und 8.7.

Nach dem gestrigen Wetterwechsel in der Niederen Tatra steht heute unser Orts- u. Quartierwechsel zur Westtatra an, wir bleiben also im schönen slowakischen Bergland der Karpaten. Da wir die Hohe Tatra schon kennen, haben wir uns für die kommenden 3 Nächte die wesentlich unbekanntere und touristisch unerschlossenere westliche Fortsetzung des Gebirges – eben die Westtatra – ausgesucht.

Es ist nun deutlich kühler und durchwachsenes Wetter, für unsere überschaubar kurze Autofahrt von Jasna nach Zuberec – dem touristischen Hauptort der Zapadne Tatry – aber kein Hindernis. Am „Liptauer Meer“, dem Stausee im Tal der Wah, machen wir einen Fotostopp , zuvor haben wir einen kleinen Einkaufsbummel in Ruzomberok erledigt.

Bei Zeiten kommen wir in unserer „Penzion Josu“ an und haben am Nachmittag Zeit für einen Ortsbummel.

Das Dorf liegt „hinter den sieben Bergen“, Das Herzinfarkt-Risiko ist hier relativ gering, obwohl durchaus slowakische Urlauber vorhanden sind. Unser Auto mit dem D-Kennzeichen ist aber der absolute Exot! Hier, nahe der polnischen Grenze, fallen die vielen regional-typischen Holzhäuser auf, die der Gegend ihr Gepräge geben.

Auch unsere Unterkunft ist in diesem Stil errichtet und ausgestattet, recht originell. Das Abendessen in der Koliba wird da zum Folklore-Erlebnis.


Für heute haben wir eine ordentliche Bergwanderung geplant, das Wetter scheint mitzuspielen, so dass wir nach dem Frühstück das Auto besteigen und ca. 10 km in das Rohacska Dolina fahren. Dort auf dem Großparkplatz am Lift- und Skigebiet machen wir uns 9.30 Uhr auf die Socken.

Wir wollen zu den Bergseen von Rohace aufsteigen, die Tour ist mit 5 Stunden Gehzeit und 680 Höhenmetern im Reiseführer ausgewiesen, das kann also herausfordernd werden. Und es wird es auch, scheinbar endlos steigen wir auf steinigem Bergpfad aufwärts, da müssen schon öfter kleine Pausen sein... Immer,wenn wir denken am obersten Bergsee angekommen zu sein, geht es noch weiter hinauf. Ganz schön anstrengend!

Zum Glück bleibt es den ganzen Tag trocken, aber mit zunehmender Höhe wird es recht frisch und Vlies- und Windjacken werden aus den Rucksäcken geholt.

Unsere Anstrengungen werden unterwegs ständig mit wunderschönen Bergeindrücken belohnt, aber den Zeitplan können wir nicht einhalten: zurück an unserem Auto sind wir erst nach vollen sieben Stunden, das ist schon heftig. An der einzigen bewirtschafteten Hütte auf der Strecke ist da aber die Kaffeepause mit dabei. Wir sind ganz schön ko, aber glücklich, diese Tour geschafft zu haben!

Zurück in unserer Unterkunft ist dann erst einmal eine Ruhepause angesagt. Zum Glück brauchen wir zum Abendessen nicht mehr weit zu laufen!








#westtatra#tageswanderung#wasserfall#bergseen

Kommentare

Roland
Das klingt nach schöner Anstrengung. Respekt.

Dinge, die du vor Ort erleben kannst: