Woche 57 - Start ins Abenteuer Kanada
Am Dienstag ging endlich unser Flug nach Vancouver, Kanada. Von Nadi, Fiji kann man direkt fliegen. Der Flug dauerte 12 Stunden und wir flogen dabei über die Datumsgrenze. Wir...


Veröffentlicht: 14.06.2026















Nachdem wir letzte Woche ein paar besorgte Nachrichten bekamen, weil wir die Zeitverschiebung vergessen hatten, schreiben wir jetzt den Blog Samstag Abend ;-) Wir freuen uns, dass ihr seit einem Jahr unsere Reise verfolgt und es für euch wie für uns zu einem wöchentlichen Ritual geworden ist.
Auch diese Woche waren wir hauptsächlich wieder mit Organisatorischem beschäftigt. Nachdem wir auch das letzte in Frage kommende Fahrzeug besichtigt hatten konnten wir uns schlussendlich für unseren Camper für das Abenteuer Kanada entscheiden.
Unser neuer Camper ist ein Ford F250 Pick-Up mit Wohnkabine die das Dach hochfahren kann.
Verglichen mit den meisten Autos in Deutschland fahren wir jetzt ein richtig großes Auto. Für kanadische Verhältnisse sind wir allerdings noch einer der kleineren Pick-Ups.
Die Kabine war mit Abstand die modernste die wir angeschaut haben und hat neben Solar auch eine Gasheizung, einen Boiler und natürlich eine Kochplatte. Mit vielen Schränken, einer Sitzecke und einem festem Bett über der Fahrerkabine haben wir genug Platz für uns und alle unsere Sachen.
Der Pick-Up ist von 2007 und hat nur eine kleine Kabine. Dafür war er technisch wirklich gut in Schuss, da der Vorbesitzer sich um alles selber gekümmert hat. Mit nur knapp über 200.000km und deutlich weniger Rost als alle anderen Trucks die wir uns angeschaut haben, hoffen wir, dass er uns problemfrei durch unsere Zeit in Kanada bringen muss.
Insgesamt haben wir alles für $15.000 CAD gekauft, was deutlich unterhalb unseres maximalen Budgets durch den Verkauf unseres Vans in Neuseeland lag.
Eigentlich wäre an Einrichtungssachen nichts dabei gewesen, da der Verkäufer Kanadier ist und die Dinge weiter benutzen kann. Doch der Verkäufer war super lieb und hat uns die Grundlegenden Dinge zusammengestellt und überlassen.
Generell müssen wir sagen, dass wir den Camper wahrscheinlich von einem der nettesten Menschen überhaupt gekauft haben. Er hat uns bei der Abholung nochmal alles genau erklärt und man hat gemerkt, wie gut er sich in den letzten Jahren um Kabine und Truck gekümmert hat.
Zusammen sind wir zur Versicherungsagentur, bei der in Kanada die Ummeldung und Neuversicherung zusammen gemacht wird. Auch hier hat er uns Tipps gegeben und geholfen wo er konnte.
Da Franzi ihren Führerschein umgetauscht hat, ist die Versicherung auf jeden Fall günstiger als es sonst wäre. Julian mit seinem deutschen Führerschein treibt zwar den Preis wieder etwas nach oben aber das nehmen wir in Kauf. Wir haben nicht beide Führerscheine getauscht, da der kanadische nur zeitlich begrenzt auf 2 Jahre ausgestellt wird. Nach Ablauf dessen hat Franzi also keinen Führerschein mehr, bis sie in Deutschland wieder eine Führerscheinkarte beantragt. Sollte irgendwas sein hätten wir immerhin noch Julians Führerschein. Wir zahlen jetzt für die Versicherung 120 CAD pro Monat für Teilkasko.
In Kanada muss man beim Privatkauf von Fahrzeugen eine Steuer auf den Kaufpreis zahlen. Auch hier war der Verkäufer super nett und clever. Er hat sich vorab informiert was der niedrigste mögliche Preis ist, den er für uns eintragen kann, damit die Steuer so klein wie möglich ist. Dadurch haben wir den Truck offiziell für $410 CAD erworben und mussten nur ca. $50 Steuer bezahlen.
Auf die Kabine fallen keine Steuern an.
Nachdem alles erledigt war hat er uns dann noch auf ein riesiges Eis eingeladen.
Nach dieser willkommenen Stärkung ging es für uns mit der ersten Fahrt direkt zu Ikea.
Hier shoppten wir in gewohnter Atmosphäre noch die wichtigsten Essentials wie Bettwäsche, Kochzubehör und Boxen.
Heute haben wir dann nochmal ordentlich rausgeputzt und angefangen die ersten Sachen einzuräumen. Morgen werden wir dann noch die restlichen Sachen einräumen, damit wir dann nach dem Deutschlandspiel (hier bei uns 10Uhr morgens) endlich losfahren können.
Einen Tag in dieser Woche haben wir auch für Sightseeing genutzt. Wir sind zum Stanley Park gefahren, der direkt neben der Innenstadt am Meer liegt. Hier machten wir einen größeren Spaziergang.
Nach kleiner Mittagspause in der Innenstadt fuhren wir mit der Fähre nach North Vancouver. Von hier hatten wir einen schönen Blick auf die Skyline von Downtown. Außerdem findet hier eines der größten Public Viewing Events in Vancouver statt. Wir waren noch vor dem ersten Spiel da, also war noch nichts los.
Wir freuen uns endlich zu starten und können es kaum abwarten die ganzen Orte zu besuchen, welche uns online über den Weg laufen.
