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Von Liebenberg zur Mühle Tornow

Veröffentlicht: 14.08.2025

An meinem 2. Urlaubstag schlafe ich nicht lang. Ungewöhnlich, aber auch schön. Ich werde direkt vom Bett auf die Yogamatte und anschließend auf die Terrasse des Schlosses geworfen. Bei herrlichstem Wetter. Es ist 7.00 Uhr und der Tag erwacht gerade erst. Hühner, ein Storch und ganz viel Natur um mich herum. Das folgende Frühstück motiviert mich zu 10 Sonnengrüßen gen Osten, einem Schulterstand, Pflug, Drehsitz und zum Abschluss Paschimotanassana. Danach fühle ich mich wach und ausgeschlafen. (Biene, tut mir leid, aber wenn wir auf Usedom zelten werden, müssen Körper, Geist und Seele eine Schaffenspause einlegen)

Auf der Terrasse sitzen kaum Gäste. Ich vermute mal, wegen der Wespen. Bestelle mir also erst einmal einen Kaffee. Etwas zu blumig für meinen Geschmack, aber der Cappucino im Anschluss ist perfekt.

Beim Frühstück überlege ich mir meine Route. Selbstverständlich steht DIE ROUTE schon seit Wochen, aber dieses Jahr ist doch einiges anders.

Ich werde mit dem Fahrrad starten. Es geht zur Mühle in Tornow. 26 km. Für den Anfang gerade richtig.

Es geht entlang auf den schönsten Radwegen, die Deutschland zu bieten hat, naja so viele habe ich noch nicht befahren. Mir geht trotzdem das Herz auf. Wenig Autos viel Natur und all meine Sinne werden angesprochen. Es duftet nach Wildblumen, die Landschaft breitet vor mir ihren Reichtum aus und die Vogelwelt gibt alles. Verena, meine nette Kollegin, könnte mir bestimmt dieselbige erklären. Ich liebe den Kuckuck und die Taube und kann sie auch erkennen aber das war´s schon mit meiner Kenntnis über die Ornís.😚

Dann passiert das Unerwartete, mein Akku verabschiedet sich. Den Ratschlag meiner Tochter Lotti folgend, bin ich jedoch für den Ernstfall gewappnet. Gerade will ich meine powerbank anschließen, da erst stelle ich fest, dass man dafür auch das Handykabel benötigt. 🙄Das habe ich vergessen. Nun ist guter Rat teuer. Ich fahre gerade in Zehdenick ein und schicke eine Unmenge an Supervisionen in den Äther. 🙏🏼

Heidi, aus meiner Yogagruppe, fragte mich vor meinem Urlaub, was ich denn mache, wenn ich eine Reifenpanne hätte, na an der nächsten Tür klingeln und um Hilfe winseln, antworte ich.

Was bei der Panne klappen könnte, kann auch beim fehlenden Handykabel funktionieren.

Was soll ich sagen, als ich „Ali“ vom Dönerstand nach einem Handygeschäft frage, gibt er mir tatsächlich eine äußerst zufriedenstellende Antwort. Zehdenick ist reich gesegnet. Es gibt zwei davon.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend oder wie sagt man? Die Verkäuferin gibt mir das sündhaft teure Wunderding nur mit Cash. 

„Die Banken….“ und es folgt ein sehr langer Monolog von ihr. 

Ich nicke ergeben und kratze mein Bargeld zusammen. Es reicht. Soviel Glück auf einmal, ist kaum auszuhalten. Mit einer Unmenge an Energie und einem sich aufladenden Handy starte ich so richtig durch.🚴‍♀️

Trotzdem überholt mich bald eine ältere Dame. Wir kommen ins Gespräch. Ihr Sohn wohnt tatsächlich in Klietz, ganz in der Nähe meines Wohnortes. Die Welt ist doch so klein. Keine 10 Minuten halte ich mit ihr das Tempo und lasse mich zurückfallen. Es scheint an ihrem EBike zu liegen, auf gar keine Fall an meiner Kondi.☺️

Ich fahre schon eine ganze Weile am Ufer eines See`s entlang. Es ist heiß und er lädt mich ein, mich abzukühlen. Kurzer Hand lege ich einen Zischenstopp ein. Handtuch habe ich selbstverständlich dabei.

Ich erreiche gegen 13.00 Uhr Tornow und mache mich gleich wieder für die Rücktour bereit.

Mein Zimmer ist noch nicht fertig und so parke ich mein Fahrrad und lege erst einmal Siesta an der Bus Haltestelle ein. Eine Stunde habe ich Zeit, 

bevor ich abgeholt werde, um mein Auto 🚙 aus Liebenberg nachzuholen.


Das ist dieses Jahr ANDERS.😛








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