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Greifswald und über die Freude im Großen und im Kleinen

Veröffentlicht: 19.08.2025

Kaum habe ich mein Ziel Greifswald erreicht, möchte ich weiter per Rad nach Lubmin zum Baden fahren.

Magda hat mein Zimmer auch noch nicht fertig 😥 

Nach Lubmin sind wir mal mit meiner Omi gefahren. Damals noch Straße entlang und im Gepäck Bouletten und Kartoffelsalat.😋

Wenn ich daran denke, bekomme ich Hunger aber ich freue mich mehr auf eine Abkühlung, da es wieder unerträglich heiß ist.

Diese Radtour ist leider recht unspektakulär. Ausgebaute Fahrradwege, keine Action. Das Schloss in Ludwigsburg reizt mich heute auch nicht. 2 km bis dahin. Zu weit bei der Hitze und aber zu dicht um meinen Wettkampfgeist anzuspornen . Ich bleibe also in der Spur. 

Die Sonne brennt 🔥 vor mir ein Junge mit einem Handtuch auf dem Gepäckträger . Ich folge ihm unauffällig. Jetzt gesellt sich ein weiterer Radfahrer dazu, mit einem Rucksack auf dem Rücken. Ich halte dann mal fest, je älter die Menschen um so mehr Gepäck dabei. Lässt sich auch aufs Leben übertragen. Mit zunehmendem Alter sammelt sich immer mehr Ballast an. 🤨

Und deshalb versuche ich jedes Jahr mein Zuhause zu entrümpeln und ein paar Dinge loszuwerden. Letztes Jahr lief es ganz gut. Sogar meine Nachbarn wurden fündig und nahmen mir ein paar Dinge ab.😀

Es wurde ein richtiges Event daraus und viele Bekannte ließen sich spontan blicken. Auch oder vielleicht nur, um einen Kaffee mit mir im Garten zu trinken. 😜☕️

Es ist bereits 17.00 Uhr und ich werde meinen Rückweg antreten. War nur einmal im Wasser. Die Badestelle erwies sich dann doch nicht als Geheimtipp. Gartow vor Lubmin muss man sich also nicht merken. 

Wie kann es anders sein, bläst der Wind 💨nicht nur von vorn sondern gefühlt von allen Seiten. Komme also null vorwärts.🥴 Wie gemein. Und jeder, aber wirklich jeder überholt mich, mit einem E-Bike. Gibt es denn keine normalen Fahrradfahrer mehr? Doch, gerade….nein, doch nicht. Auch er hat (so was gibt es auch?) einen Akku auf seinem Gepäckträger.(Bestimmt nachgerüstet) 

Vor mir taucht ein Jogger auf. Und selbst der Abstand zwischen uns beiden, wird nicht geringer. Jetzt macht er eine Pause. Meine Chance, denke ich. Und tatsächlich, ich überhole und führe und gebe nochmal alles. Geschafft. Ich fahre in Greifswald ein.

Dabei hatte ich zu Beginn meines Urlaubs meine Armbanduhr abgelegt.

Die Selbstüberwachung durch- vielleicht noch so einen Fitness Tracker- und die daraus folgende Selbstgeisselung passt dann doch nicht in mein Persönlichkeitsprofil. Ich hatte mal kurz überlegt, mir solch einen PC für’s Handgelenk zuzulegen, aber es dann doch ganz schnell wieder verworfen.

Diese Überwachungsmaschinen sind auch nur Ausdruck unserer feedbacksüchtigen Zeit. Das Bedürfnis nach Likes und erhobenem Daumen ersetzt die Anerkennung und das Lob, das an anderer Stelle zu fehlen scheint. Am Ende des Tages weiß ich dann Gott sei dank schon selbst, was ich getan habe. Und bei meinem Fahrradfahren soll es ja auch vielmehr um das langsame Reisen und die Erholung gehen und nicht so sehr um Fitness Training. Und das muss ich mir dann letztendlich auch von keiner Maschine quittieren lassen.😚🚴‍♀️




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