Museumsbummel in Wien
Unsere zweite Freifahrt in Österreich nutzen wir für einen Tagesausflug nach Wien. Jeden ersten Sonntag im Monat können die kommunalen Museen der Stadt Wien kostenlos besucht...

Veröffentlicht: 15.08.2025
Endlich geht es wieder nach China, obwohl die letzte Chinareise erst 8 Monate her ist, freue ich mich wieder auf das Land der Mitte. Doch der Start ist sehr mühsam, denn der Online-Check-In zum Flug funktioniert nicht. Obwohl der Countdown zum Check-In in der App von Austrian Airlines, gehört zur Lufthansa, angezeigt wird und ich sekundengenau auf den Button klicke, werde ich zur chinesischen Website von Air China geleitet. Dort klappt natürlich der Check-In nicht, da wir das Ticket bei Austrian Airlines gekauft haben und nur der Flug von Air China durchgeführt wird. Selbst Anrufe schaffen keine Lösung – schwacher Auftritt der Lufthansa-Tochter und deshalb garantiert nun unser letztes Ticket vom Lufthansa-Konzern. Der Check-In am Flughafen Wien klappt dann aber mühelos und die Landung in Beijing (chinesische Originalbezeichnung für Peking) ist nach knapp 9 Stunden Flug eine Stunde früher als geplant. Der große Koffer ist allerdings leicht beschädigt, Air China zögert nicht lange, macht ein Foto von der beschädigten Ecke und wir bekommen einen neuen Koffer ausgehändigt. Mit den vielen Koffern müssen wir allerdings nun durch Beijing stiefeln. Jetzt passiert mir ärgerlicherweise ein Malheur mit meinem Smartphone. Ich kann in der Alipay-App nicht die Funktion für die Nutzung der Metro in Beijing freischalten, da ich schon mit meiner Passnummer in einem anderen Account die Metro genutzt habe. Ich hatte dummerweise im letzten Jahr mit meiner chinesischen Telefonnummer einen neuen Account angelegt, während ich zuvor mit der deutschen Telefonnummer schon einen Account hatte. Ich lösche deshalb die Metrobenutzung in meinem alten Account, was ich zwar einleite, aber wegen eventueller Guthabenkontrolle einige Bearbeitungszeit dauert. Jetzt sitze ich in der Falle: Die Metro-Funktion mit dem alten Account ist deaktiviert, der neue Account verweist auf die Verwendung meiner Passnummer im alten Account und die andere Bezahlfunktion von Weixin (WeChat) möchte die Registrierung per einheimischen Personalausweis haben. Zum Glück kann man am Automat für jede Fahrt schnell und unkompliziert eine Plastikkarte als Fahrschein kaufen, auch mit dem Smartphone zahlen, aber einfacher ist es, wenn man das Smartphone nur an die Stationsschranken halten muss. Nach mühsamen Erledigungen im Yansha Business District kehren wir in ein Schweinshaxen-Restaurant ein. Bei mir liegt natürlich etwas anderes auf dem Teller, wobei ich die Speisekarte über einen QR-Code mit der Übersetzungsfunktion im Browser meines Smartphones sogar auf Deutsch lesen kann. Selbstredend wird auch per Smartphone bestellt und bezahlt. Mit 7,50 Euro für zwei Personen inklusive Getränke und Suppe ist es für uns schon recht teuer. Nun aber weiter zum Südbahnhof, denn wir wollen nur noch nach Hause, da der lange Flug und der gesamte Vormittag in der Hauptstadt unsere Kräfte zehrt. Es gibt viele Varianten mit verschiedenen U-Bahnen zum Südbahnhof, allerdings mit Umstiegsstationen ohne Rolltreppen und Fahrstühle, was das Gepäckschleppen bei Treppen erschwert. Diesmal erwischen wir einen besseren Umstiegsbahnhof. In der Station Shilihe (von Station Sanyuanqiao die Linie 10 und dann Linie 14) gab es nur wenige hinderliche Stufen, ansonsten bringt uns der Fahrstuhl zu den Bahnsteigen. Der Südbahnhof ist brechend voll. Obwohl in jeder Stunde drei bis vier Hochgeschwindigkeitszüge nach Cangzhou fahren, sind viele Züge ausgebucht. Wir warten deshalb 1 ½ Stunden im Sitzbereich des Bahnhofs und dösen vor uns hin. In 50 Minuten Fahrzeit brausen wir dann mit 300 km/h nach Cangzhou und mit dem Taxi nach Hause. Allerdings ist die lange Zeit ungenutzte Wohnung wieder ordentlich verstaubt und wir beginnen trotz großer Müdigkeit noch mit dem Hausputz. Abendessen bestellen wir bei MediaMarkt - kleiner Scherz, natürlich bei JD.com, einem bekannten Essenslieferanten in China (siehe auch meine LöwenPost 2025/14) und nun bald Haupteigentümer der MediaMarkt-Gruppe in Deutschland. Das kostet dann für zwei Personen, inklusive Lieferung, aber ohne Getränke und Suppe, 3 Euro. Essen schmeckt und danach fallen wir totmüde ins Bett. Ein anstrengender erster Urlaubstag.
