Sardinien
Porto Ottiolu
Veröffentlicht: 07.04.2026
Ich und meine Geschwister sind über zwei Monate auf die Schule von San Teodoro, Sardinien, gegangen.
Am ersten Tag hat uns Papa gebracht und wir wurden von der Schulleiterin begrüßt und hereingelassen. Sie hat mir gesagt, wo ich hin muss und ich bin in meine Klasse gegangen. Ich hatte 3 Stunden Unterricht und dann 5 Minuten Frühstückspause.
Jeden Morgen konnten sich die Schüler in eine Liste vor dem Klassenzimmer eintragen um ein belegtes Brötchen zum Frühstück zu bestellen. In der Pause habe ich dann mein Brötchen bekommen, meist mit Prosciutto oder Mortadella und hatte 5 Minuten Zeit um es zu essen. Nach der Pause hatten wir wieder 3 Stunden Unterricht.
An dieser italienischen Schule wechselten die Lehrer das Klassenzimmer und die Schüler blieben immer im gleichen Raum. Nach weiteren 3 Stunden hatten wir Mittagessen in der Mensa. Auf den Tischen waren schon die Teller mit Essen ausgeteilt. Es gab keinen Nachschlag, aber einen zweiten Gang, der aus einem Stück Käse und Salat (Karotten- oder Eisbergsalat) bestand.
Nach dem Essen sind wir meist direkt wieder ins Klassenzimmer gegangen, um dann weiter zu lernen bis 16:00 Uhr.
Sobald die Schulglocke zum Abschluß klingelte, begleitete die Lehrkraft uns alle zusammen nach draußen.
Das Schulsystem in Italien ist anders als in Deutschland: die Schüler gehen 5 Jahre lang in die Grundschule, die hier „scuola elementare“ heißt. Nach der „elementare“ gehen alle Schüler in die „scuola media“, die dauert 3 Jahre (bei uns die „Mittelstufe“). Ich habe hier die „terza media“ besucht, also die 3. Klasse der Mittelschule (wäre die 8. Klasse bei uns). Danach kommt die Superiore, die Oberstufe (Sekundarstufe II), die man von 14- 19 Jahren besuchen kann.
Nach der Mittelschule entscheidet jeder Schüler, welchen Bildungsweg er gehen will. Man kann für die Sekundarstufe II wählen zwischen verschiedenen Fachrichtungen: klassisch, sprachlich-linguistisch, sportlich, wissenschaftlich, touristisch-gastronomisch, künstlerisch und wirtschaftlich. Das sind verschiedene Schulen mit den jeweiligen Schwerpunkten.
Nach fünfjähriger Oberstufe hat man dann das Abitur, aber man kann auch schon nach zwei Jahren aufhören und eine Ausbildung machen (wie bei uns nach der 10. Klasse).
In der Woche hatte ich 36 Stunden Unterricht. Als Fächer hatte ich Grammatik, Geographie, Literatur, Italienisch, Geschichte, Wissenschaft, Kunst, Religion, Geometrie, Mathe, Englisch, Französisch, Sport (physische Erziehung), Musik und Theater.
Mein Lieblingsfach war Geometrie, wo wir technische Zeichnungen gemacht haben. In Italien sind Mathe und Geometrie getrennte Fächer, doch zusammen hatte ich 7 Stunden Mathematik.
