Veröffentlicht: 03.02.2026





















3.Tag
Der Wecker klingelte recht früh, es war noch dunkel, aber die heimatliche QiGong-Gruppe startete wegen der Zeitverschiebung eben schon um 7 Uhr. Leider nur halbe Stunde für mich, da wir noch frühstücken wollten und um 8:30 Uhr vor der Tür stehen sollten, um unseren Ausflug anzutreten zu können. Uns holte ein Mercedes-Luxuslimousine mit Chauffeur in Anzug und Krawatte ab. Der Bus könne die enge Gasse ja nicht fahren, so der Mann. Es war schon sehr speziell, so am Treffpunkt vorgefahren zu werden. Dort warteten die anderen Fahrgäste dieser Reisegruppe.
Dann fuhr ein Bus der Spitzenklasse vor – mit Kameras statt Außenspiegeln wegen der engen Straßen – und mit einer sehr gut Deutsch sprechenden Reiseleiterin.
Es ging sehr kurvig ins Gebirge bis auf 1818 Meter. Dort oben empfingen uns Nebel und Sturm. Ich hatte große Schwierigkeiten zur Station mit Kaffee und Co. zu gehen. Der kalte Wind ließ mich nur mit Hilfe meines Mannes an der Hand die wenigen Meter zur Tür schaffen.
Aber einen Bica und ein Pasteis de Nata später schafften wir es in den gegenüberliegenden Ausstellungsraum. Dort wird über den seltenen Madeira-Sturmvogel informiert, der hier oben brütet und unglaubliche Entfernungen zurücklegt. Zur Futtersuche fliegt er mal eben nach Kanada und zurück
Dann mit dem Bus hinunter in den Nordosten der Insel. Das Wetter klarte auf und es gab wunderschöne Felsformationen zu sehen, Wälder
sowie Ausblicke auf kleine Ortschaften. Der Bus brachte uns nach SANTANA. Hier sind noch die mit Stroh gedeckten Häuschen erhalten, manche farbenfroh gestrichen.
Einige boten Blumenzwiebeln und Samen an, andere typische Getränke und Leckereien oder Stickerei-Arbeiten.
Auch hier gab es jede Menge Gastronomie und Cafés. Bica (Espresso passt doch immer) und Kuchen auf der Veranda boten sich an. Weil noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses war, bummelten wir noch etwas durch den Ort. Auch hier gab es verlassene und verfallende Häuser auf großen verwilderten Grundstücken.
Der Bus brachte uns zum nächsten Stopp nach Porto da Cruz zu einer Zuckerrohr verarbeitende Destillerie – Rum wird noch immer daraus gemacht. Vorher allerdings wollten wir gerne über die Strandpromenade des Ortes spazieren, vorbei an Meerwasser-Schwimmbecken. Leider war nur der vordere Bereich zugänglich. Der Wind peitsche die Wellen so hoch, dass der restliche Weg gesperrt wurde. Die Gischt war wirklich beeindruckend und wir wären klatschnass geworden.
Deshalb direkt in die Brennerei. Beeindruckende Fässer lagen dort; wir durften die Destillerie besuchen, weil noch keine Erntezeit für das Zuckerrohr war. Erst von März bis Mai wird hier gearbeitet. Unsere Reiseleiterin hatte nicht nur ein Probierglas für uns organisiert, sondern auch Kekse, die mit Rohrzucker gebacken wurden. Beides lecker, nur die getrockneten Bananachips waren nichts für mich.
Auf dem Rückweg Richtung Funchal noch einen kleinen Stopp eingelegt, um den Sandstrand von Machico von oben zu knipsen. Der Sand wurde aus Marokko geliefert.
Dann vorbei an der Flughafen-Landebahn, die auf Pfeilern im Meer steht – worauf die Insulaner besonders stolz sind. Darunter ist unter anderem ein Trockendock entstanden. Beeindruckend ist diese Konstruktion auf jeden Fall. Dass Piloten, die Madeira anfliegen, eine zusätzliche Ausbildung brauchen ist klar – bei den starken und wechselnden Winden hier.
Wir wurden am Hotel Ritz von einem Minibus übernommen, der uns zu unserem Hotel brachte. In der Zwischenzeit begann es etwas zu nieseln und zu wehen. Da genießen wir lieber ein Abendessen hier im Haus.
Bis bald!