Toskana-Tour - Tag 6 und 7
Bardone in der Emilia-Romagna
Gestern haben wir den Tag noch ganz ruhig und faul am Lago Maggiore in Tenero verbracht.
Heute morgen sind wir nach dem Frühstück gemütlich von Tenero in der Schweiz ca. 260 km nach Bardone in Italien gefahren. Hier werden wir noch eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor es dann morgen in die Toskana geht.
Wir stehen wunderbar ruhig hinter dem Friedhof des kleinen Dörfchen. Ich vermute mal, dass uns die direkten Nachbarn heute Nacht nicht stören werden 😉.
Bardone liegt in der Gemeinde Terenzo in der Provinz Parma und hat sage und schreibe 30 Einwohner.
Der winzig kleine Ort liegt auf einer Höhe auf einem Plateau an der Ostseite des Monte Prinzera und auf der linken Seite des Sporzana-Tals.
Die erste Siedlung Bardones entstand spätestens in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts und liegt an der alten Römerstraße zwischen Parma und Luni. Diese Straße erlangte in der Langobardenzeit strategische Bedeutung, da sie die einzige Verbindung zwischen der Po-Ebene und der Toskana darstellte.
Auch die ursprüngliche Kapelle im frühchristlichen Stil entstand damals und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, auch aufgrund der wachsenden Bedeutung der Straße, die im Mittelalter als Via di Monte Bardone bekannt war und jahrhundertelang von zahlreichen Pilgern aus Nordeuropa nach Rom genutzt wurde.
Heute ist die Kirche (Chiesa die Santa Maria Assunta) von Bardone ein schwer zu deutendes Bauwerk. Spuren verschiedener historischer Epochen sind in einem Gebäude vereint, dessen heutiger Grundriss mit einer apsisförmigen Halle und vier Kapellen auf jeder Seite auf die umfassende Renovierung zwischen 1640 und 1670 zurückgeht. Jüngste archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Kirche von Bardone sehr alte Ursprünge hat.
Im Inneren der Kirche sind Skulpturen unklarer Herkunft erhalten.Einige davon ( die Platten der Grablegung und der Verherrlichung der Heiligen Margareta, die Statuen der Heiligen Petrus und Paulus sowie die Säulen tragenden Löwen, die alle in die ersten beiden Jahrzehnte des 13. Jahrhunderts datiert werden können) stammen aus der Pfarrkirche von Fornovo, wo sie eine Skulpturenkanzel bildeten, die Ende des 16. Jahrhunderts abgebaut wurde.
Leider ist die Kirche nur von Juni bis September für Besucher geöffnet oder zu den normalen Gottesdiensten.
Somit konnten wir die Kirche mit ihren Skulpturen und anderen Gegenständen nicht besichtigen.
Morgen früh fahren wir dann Richtung Lucca.