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6 Monate, 9 Länder und ganz viele Abenteuer

Franz Polynesien aka das Paradies

Am nächsten Morgen ging es mit einem mulmigen Gefühl an den sehr leeren Flughafen in Auckland. Für das Check-in waren im gesamten internationalen Terminal nur eine Schalterreihe geöffnet, da nur noch wenige Flugzeuge unterwegs waren. Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir das Flugzeug boarden. Der Flug nach Tahiti dauerte ca. 5 Stunden. Der angekündigte Gesundheitscheck erwies sich an Farce, es wurde kurz Fieber gemessen und wir wurden gefragt ob wir uns Gesund fühlen. So kamen wir problemlos (auch ohne Arztzeugnis) ins Land. Mit dem Taxi fuhren wir ins Zentrum von Papeete zu unserem Hostel. Von dort erkundeten wir die Umgebung bei einem Spaziergang und assen bei einem Foodtruck tollen Thunfisch zum Abendessen.

Nach dem Frühstück packten wir wieder alles in unsere Rucksäcke und fuhren an den Flughafen. Unser Ziel war das Atoll Rangiroa. Während wir nach dem Check-in auf den Flug warteten bekamen wir noch einen Anruf der lokalen Gesundheitsbehörde, da wir Staatsangehörige eines Corona-Risiko Landes sind. Da wir die letzten 6 Wochen in Neuseeland waren, war aber alles in Ordnung und wir durften von Tahiti weiterreisen. In Rangiroa wurden wir von der Vermieterin unseres Guesthouses am Flughafen abgeholt. Auf der kurzen Fahrt zur Unterkunft erzählte sie uns, dass sie gerade im Radio gehört habe, dass es vielleicht einen 14-Tägigen Shut-down gebe und wir dann länger auf der Insel bleiben müssten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Schnorcheln.

Nach einer warmen Nacht (wir hatten keine Klima-Anlage und waren uns das feucht-heisse Klima noch nicht gewohnt) genossen wir auf der Terrasse vor unserem Bungalow das Frühstück. Danach wurden wir vom Tauchzentrum abgeholt. Nachdem der Tauchgang auf Französisch erklärt wurde, ging es mit dem Boot zum nahe gelegenen Tiputa-Durchgang. Es war ein toller Strömungstauchgang, mit vielen Haien, Barrakudas und vielen Fischen. Nach dem Tauchgang spazierten wir dem Strand entlang zu unserer Unterkunft zurück. Da wir nicht wussten wie lange wir hierbleiben, wollten wir beim Essen etwas Geld sparen, deshalb holten wir uns ein Baguette und Boursin zum Mittagessen.
Am späten Nachmittag machten wir einen zweiten Tauchgang. Wir sahen wieder viele Haie, einen Adlerrochen und eine Schildkröte. Nach dem Tauchgang erhielten wir dann die Nachricht, dass die Tauchschule per sofort wegen des Coronavirus geschlossen wird.

Nachdem wir alle Tauchbasen auf der Insel kontaktiert hatten und alle entweder voll oder auch schon geschlossen waren, stellten wir uns auf einen gemütlichen Tag ein. Zuerst machten wir ein von unserem Crossfit vorgeschlagenes Home-Workout, bei dem der eine oder andere Tropfen Schweiss floss. Dann badeten wir im wunderschönen Meer. Zum Mittagessen gab es dann Pizza und am Nachmittag nochmals einige Bäder im Meer. Für den Sonnenuntergang fuhren wir mit unseren Fahrrädern zu einem Punkt wo man Delfine beobachten kein. Bei einem Bierchen konnten wir viele Tiere bewundern.

Am Donnerstag konnten wir einen Ausflug zur blauen Lagune machen. Mit einem kleinen Boot (wir waren nur zu 6.) ging es zuerst eine Stunde quer durchs Atoll. Wir hielten in der Mitte des Atolles kurz an, um eine Insel mit vielen Vögeln anzuschauen. Etwas später kamen wir beim «Shark-Point» an. Beim Schnorcheln kamen bis zu 10 Haie gleichzeitig und schwammen an uns vorbei. Von dort ging es weiter zur blauen Lagune. Vom Boot wateten wir 10 Minuten durchs Wasser zu einer Insel. Im seichten Wasser schwammen ganz viele Baby-Haie. Wir konnten die Insel umrunden und eine wunderschöne Flora und Fauna bestaunen. Wir fühlten uns wie im Paradies. Nach der Umrundung schnorchelten wir durch die blaue Lagune. Unser Guide hatte für uns Stühle ins Wasser gestellt, so dass wir das Mittagessen im Wasser mit Sicht auf die Lagune und die Haie einnehmen konnten. Nach dem Essen ging es zu einem pinken Strand weiter. Auch hier war es paradiesisch schön. Wir fuhren wieder zurück zum Ausgangsort, wo wir noch im «Aquarium» schnorcheln konnten. Hier hatte es wieder viele Haie, und ganz viele Fische. Glücklich, müde und beide etwas verbrannt von der Sonne kehrten wir zu unserem Bungalow zurück. Dort erfuhren wir, dass die Regierung beschlossen hatte, dass alle Touristen das Land möglichst schnell verlassen sollten.

Am Abend und am nächsten Morgen verbrachten wir die Zeit mit der Suche nach sinnvollen Flügen zurück in die Schweiz. Wir suchten zuerst eine Lösung, um unsere schon gebuchten Flüge umzubuchen. Dies wäre aber nur telefonisch möglich. Auch hätten wir sehr lange Wartezeiten in Auckland, wo es kein Transit-Hotel gibt und da man nach Neuseeland nicht mehr einreisen kann, würde das eine Nacht am Gate bedeuten. So entschieden wir uns für den nächsten verfügbaren Flug von Tahiti nach Paris. Von Paris buchten wir dann noch einen Flug nach Zürich. 3500 Franken leichter machten wir uns auf den Weg ans Meer, um die verbleibende Zeit noch zu geniessen. Aus nicht erklärlichen Gründen waren am Nachmittag alle Lebensmittelläden auf der Insel geschlossen. Zum Abendessen gingen wir ins einzige offene Lokal, die Pizzeria. Dort trafen wir zwei Franzosen, mit denen wir zuvor schon gesprochen hatten. Nachdem diese uns erzählten, dass sie schon 5 Mal am Flughafen waren, um nach Tahiti zu fliegen und die Flieger immer voll waren, da alle Touristen die Insel verlassen müssen, wurden wir etwas nervös.

Am nächsten Morgen fragten wir unsere Vermieterin, ob es möglich wäre, schon heute anstatt am Sonntag, mit einem der letzten Flieger, nach Tahiti zu fliegen. 5 Minuten später hiess es, sofort packen, Flieger geht in 2 Stunden. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon in Tahiti. Ich hatte kurz vor dem Abflug die Buchung für ein Appartement in Tahiti noch um einen Tag verlängert. Bei der Unterkunft angekommen, stellten wir fest, dass es funktioniert hat. Zu Fuss ging es dann Richtung Zentrum von Papeete um Lebensmittel für die Tage bis zum Abflug zu kaufen.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Lesen, Home-Workouts auf dem Balkon, Spaziergängen und Warten.

#papeete#tahiti#rangiroa#polynesien

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