2025-06-30 Bow Parkway nach Banff
Johnston Canyon, Lost Horse Creek und Banff


Veröffentlicht: 07.07.2025

















































































































































7.7.25 Stoney Camp-> Calgary, 90km 300m. Die Sonne scheint aufs Zelt, aber es trocknet nur sehr langsam. So lange will ich nicht warten, ich werde es in der Mittagspause trocknen. Der HW 1a führt nun durch Weideland. Anfangs stehen ein paar Zelte, hinter Mini Thin und dem Ghost Lake kommen dann Siedlungen, die den Charakter von Feriendörfern haben. Noch sind die Rockys hinter mir gut zu sehen, aber sie werden immer kleiner. In Cochane mache ich eine längere Pause, nutze das WLAN und kaufe Obst fürs Müsli ein. Dann führt mich das Navi über den Bow River und einer steilen Schotterpiste auf den HW 22. Mit viel Verkehr und wenig Randstreifen geht es 4 km bergauf. Dann weiter, teilweise über Schotter, parallel zum HW1 auf Nebenstrecken. Ich mache Mittagspause im Schatten eines großen Hinweisschildes. Gegenüber auf dem kleinen Flughafen starten immer wieder Propellermaschinen. Als ich die Sonnenbrille mal nutzen will, fliegt mir ein Glas weg. Ich kann es leider nicht wiederfinden. Hinter dem Verkehrsknotenpunkt ragt die Sprungschanze in den Himmel. Endlich komme ich auf den Radweg am Fluss und brauche noch mal eine Pause. Ich bin schon ganz schön müde und muss weiter gegen den Wind an trampeln. Noch 12 km bis zu Barend. Der Navi will mich durch die Stadt führen, aber ich bleibe lieber am Fluss. Hier habe ich schöne Ausblicke auf die Wolkenkratzer. Einige Plätze laden zum Verweilen ein, aber ich will vor 18h ankommen. Das schaffe ich auch, aber niemand macht die Tür auf. Ich gehe ums Haus und finde Barend in der Garage. Alles ist ganz unkompliziert. Ich kann im Souterrain schlafen und habe ein eigenes Bad. Ich mache mich frisch und kann die Waschmaschine nutzen. Ich baue dir Hölzer vom Fahrrad ab und wasche es etwas. Damit es Barend bei Marktplatz ins Internet stellen kann, mache ich ein paar Fotos. Dann gehen wir gemeinsam Bier kaufen und anschließend macht Barend für uns Dinner.
8.7.25 Calgary, Fahrrad verkaufen, Stampede, 21km. Am Morgen höre ich Barend und stehe mit ihm auf. Er muss seinen Wagen in die Werkstatt bringen. Nachdem er zurück ist frühstücken wir auf der Terrasse. Um 10h machen die Fahrradläden auf. Ich fahre zu dem ersten direkt um die Ecke. Sie kaufen keine gebrauchten Fahrräder. Mein nächstes Ziel ist ein Fahrradladen im Osten, 5km entfernt. Der Navi führt mich weder interessante Wege. Dabei muss ich mehrere Hauptstraßen überqueren. Bathtub Bike liegt neben einem Friseur in der zweiten Reihe. Man ist direkt bereit mir 300 $ fürs Rad zu geben. Das ging ja einfach :), aber jetzt muss ich alles laufen :(. Über die Hauptstraße und eine Brücke erreiche ich dem Park am Bow River. Während ich mein Müsli esse, sehe ich mehrere Leute in Badekleidung und mit Wassersportgeräten Richtung Fluss laufen. Ich folge ihnen und komme an eine Stelle mit Wasserschwall. Ich schaue den Leuten zu, wie sie den Fluss hinuntertreiben oder versuchen in der Welle zu surfen. Ich gehe ein Stück weiter Richtung Innenstadt und lese mein Buch zu Ende. Ich möchte später im Hostel nach einem neuen gucken und es tauschen. Leider wird es mir nicht gelingen. Nun gehe ich zum Stempelpark, zum großen Cowboy Festival. Ich darf kostenlos hinein und versuche mich zu orientieren. Es gibt viele Fahrgeschäfte wie auf der großen Kirmes und davor sind lange Schlangen. Ich gehe einmal ganz übers Gelände bis zu einer Arena, in der eine große Hundeshow stattfindet. Nun stehe ich auch in der Schlange bis wir die Plätze in Arena besetzen dürfen. Die Show ist ganz witzig gemacht und die Hunde laufen um die Wette, holen Frisbees, springen und tanzen auf den Hinterbein. Auf dem Rückweg gehe ich am Hostel vorbei und kaufe ein. Meine Füße brennen und ich bin froh als ich zurück bin. Nun kämpfe ich mich mit dem Einmal-Rasierer durch meinen langen Bart und koche Spaghetti Bolognese und mache einen frischen Salat für Barend und mich. Er kommt kurz vor 22h und wir essen gemütlich und trinken dazu selbstgemachten Rotwein.
9.7.25 Calgary. Heute soll mein Rückflug über New York beginnen. Der Flug ist um 9:45h und ich suche eine Verbindung heraus dass ich um 8 Uhr am Flughafen bin. Schon kurz nach 4 bin ich unruhig. Um halb sechs stehe ich auf packe die Sachen und schicke barrend noch die Bilder dann mache ich mich auf den Weg. Die Verbindung klappt wunderbar und ich stelle mich kurz nach 8 in die lange Schlange vor dem Schaltern. Als ich dann endlich vorne bin, sagt man mir, dass ich zu spät bin und der Flug verpasst habe. So ein scheiß!! Ich hatte doch alle Zeit der Welt und wenn ich gewusst hätte ich mich vorgedrängelt. Das bleibt mir nichts anderes übrig als einen neuen Flug zu buchen. Hier am Schalter wollen sie 800 $ haben. Mit Sky Scanner finde ich ein am Freitag 480 Euro. Ich rufe auch direkt Barend an, ob ich zu ihm zurückkommen kann und sage Jonathan in NYC ab. Was ein Ärger! Also fahre ich wieder mit dem Bus zurück in die Stadt.
9.7.25 Calgary. Heute soll mein Rückflug über New York beginnen. Der Flug ist um 9:45h und ich suche eine Verbindung heraus, dass ich um 8 Uhr am Flughafen bin. Schon kurz nach 4h bin ich unruhig. Um halb sechs stehe ich auf packe die Sachen und schicke Barend noch die Bilder, dann mache ich mich auf den Weg. Die Verbindung klappt wunderbar und ich stelle mich kurz nach 8 in die lange Schlange vor dem Check in. Als ich dann endlich vorne bin, sagt Sie mir, dass ich zu spät bin und den Flug verpasst habe. So ein Scheiß!! Ich hatte doch alle Zeit der Welt und wenn ich gewusst hätte, hätte ich mich vorgedrängelt. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als einen neuen Flug zu buchen. Hier am Schalter wollen sie 800 $ haben. Mit Sky Scanner finde ich einen am Freitag für 480 Euro. Ich rufe auch direkt Barend an, ob ich zu ihm zurückkommen kann und sage Jonathan in NYC ab. Was ein Ärger! Also fahre ich wieder mit dem Bus zurück in die Stadt. Beim Umstieg muss ich etwas weiter laufen und ich bin unsicher welche Bahnlinie ich nehmen muss. Ich fahre nur eine Station und fragt noch mal nach. Es ist die blaue. Bei Barend angekommen, habe ich erstmal keinen Plan, was ich jetzt noch zwei Tage in Calgary machen soll. Zuerst hätte ich gerne wieder was zu lesen und Barend zeigt mir zwei mini Bücherschränke. Ich nehme mir das Jugendbuch: half way to sky. Obwohl es etwas regnerisch ist fahre ich mit dem geliehenen Rennrad los. Erst einmal zu einem Aussichtspunkt, wo ich etwas lesen will. Aber es fängt an zu tröpfeln und ich fahre denn Elbow River hinauf. Dabei komme ich wieder am Festivalgelände vorbei, höre Indianer Gesänge und sehe Cowboys auf Pferden. Es tröpfelt immer noch ein bisschen, aber unterstellen lohnt sich nicht. Ich mache kurze Pausen am Fluss, lese etwas und hole auch den Sonnengruß nach. Trotz Erinnerungswecker vergesse ich ihn immer wieder. Kurz vor meinem Ausgeguckt und Ziel, der Staustufe, ist der Weg mal wieder gesperrt und führt über Stufen die Höhen hinauf. Darauf habe ich jetzt keinen Bock. Ich wähle den Aufstieg auf der anderen Seite, der sieht mir interessanter aus. An der Staustufe fängt es stärker an zu regnen und ich stelle mich unter eine Tanne. Der See ist nur eine graue Fläche. Unterhalb der Staumauer kommt der Fluss in einem riesen Strahl zurück in sein Bett. Ich fahre über kleine Straßen geradeaus nach Norden und komme wieder an den Bow River. Im Real Canadian Superstore kann ich günstig einkaufen. Ich will Pfannekuchen machen, aber Barend meint, dass wir besser erstmal die Spaghettis von gestern aufessen. Wir sitzen noch bis 23h zusammen.
10.7.25 Calgary, Pancake Breakfast, Esker Galerie und nochmal Pfannekuchen, 11 km. Das Wetter ist grau und unbeständig und es hat ordentlich abgekühlt. Ich bleibe im Bett bis ich höre, dass Bernd in die Küche geht. Ich sitze mit meinem Frühstück gemütlich am Esstisch, als Bernd mich einlädt zum Festivalpancakeessen in der Stadt. So lasse ich mein Frühstück stehen und radle mit ihm durch Pützen zwischen die Wolkenkratzer. Das Frühstück ist recht umfangreich, mehr als nur Pfannekuchen. Es gibt Rührei, Bacon, Würstchen, Kartoffeln und verschiedene Soßen, dazu Kaffee und alles umsonst. Die großen ansässigen Firmen, die in den Wolkenkratzern residieren, sponsern in der Festivalwoche jeden Morgen an einem anderen Ort das Frühstück. Eine Country Band spielt und eine Gruppe CowGirls und -Boys mittleren Alters machen dazu Square Dance. Auch zu Mama mia von Abba wird getanzt. Im streichelzo bestaunen wir das junge Kalb. Gemeinsam fahren wir wieder zurück und ich daddel bis 14 Uhr. Das Wetter scheint nun besser zu werden und ich fahre zur Galerie Esker. Sie ist in der vierten Etage eines großzügig zugeschnitten Geschäftshauses, mit nobelem Treppenhaus und Firmen ansässig. Es gibt Skulpturen aus Holz, Metall und Bilder aus Flechtwerk. Dazwischen, in den dunklen Vorführräumen, Video- nein Produktionen. Interessant die Hand to Face Perkussion. Ich fahre in die Innenstadt mit dem Gedanken, mich in einem Park zu setzen, aber hier ist alles zu betoniert. Ich esse mein Müsli auf einer Bank mit Blick zur Kreuzung, fahre dann einkaufen und setze mich noch mal in einen der Liegestühle am Fluss. Bernd war auch noch mal unterwegs und hat im Second- hand ja- laden Töpfe gekauft, die er nun blank wienert, während ich die Pfannekuchen vorbereite und backe. Anschließend sind wir beide wieder pappsatt. Ich schicke Feriengröße an meiner Ex-kolleg/innen und in den E-Mails lese ich, dass ich besser online einchecken soll, weil sonst eventuell zusätzliche Gebühren am Flughafen anfallen. Bei beiden Flügen nehme ich Bernds Hilfe in Anspruch. Dann entdecke ich, dass ich in New York auch noch ein Transfer zwischen den Flughäfen EWR +JFK bewerkstelligen muss. Google Maps zeigt mir einen Weg mit drei Mal umsteigen an. Ich lade die nötigen Karten von OSM herunter und übertrage die Daten von Google. Dann packe ich meinen Rucksack, damit ich ruhiger schlafen kann. Aber nach einer dreiviertel Stunde werde ich wieder wach und meine Aufregung lässt mich nicht wieder einschlafen. Für 4:30h hat Bernd ein Taxi bestellt. Bis dahin schaffe ich es nur zu dösen.
11.7.25 Calgary, Flug -> NYC. Kurz vor 4h stehe ich auf und setze mich erstmal aufs Klo, damit ich unterwegs nicht in Nöte komme. In zehn Minuten ist alles gepackt und ich gehe auf die Straße. Kaum bin ich da, kann ich wieder reinrennen um mich noch mal aufs Klo zu setzen. Also immer noch ganz schön nervös. Das legt sich auch erst, als das Taxi für 37 Dollar mich pünktlich zum Flughafen bringt und das Einchecken innerhalb von fünf Minuten erledigt ist. So kann es also auch gehen. Und man hat mir sogar noch kostenlos eine Plastikschutz für den Rucksack zur Verfügung gestellt. Die Einreiseformalitäten für die USA werden schon hier bei der Ausreise erledigt. Im Flieger habe ich einen Fensterplatz, aber die Aussicht ist nicht so besonders. Ich lese in meinem englischen Buch, lege den Kopf ans Fenster und mache öfter die Augen zu. In NY-Newark gibt es dann keine Einreisekontrolle und auch mein Rucksack ist schnell auf dem Gepäckband. Vor dem Terminal steige ich in einen Bus, der mich zum Airtrain bringt. Damit fahre ich dann kostenlos zum Bahnhof von Newark. Weiter geht es zum Seniorentarif von 12,50$ mit dem Zug nach Manhattan, Penn-Station. Jetzt frage ich mich zur U-Bahn nach Jamaika Station durch. Die Fahrkarte kostet 5 Dollar. Die Züge sind voll, aber es ist noch kein Gedränge. Nun noch einmal in den Skytrain umsteigen, 4:25$ +1$ fürs Material und schon steige ich nach 135min am Terminal 1 JFK Airport aus. Jetzt bin ich zu früh. Der Check-in für den Flug auf die Azoren macht erst um 17h auf. Hier darf ich den Rucksackplastiküberzug nicht benutzen und auch die Art und Weise wie der Schlafsack mit dem Rucksack gebunden ist wird beanstandet, aber letztendlich akzeptiert. Auch der Sicherheitscheck ist etwas anders: nichts soll separat gelegt werden, sondern alles im Rucksack verbleiben. Jetzt kann ich in den zwei Stunden Wartezeit am Gate in Ruhe meinen Blog arbeiten.
