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2025-06-30 Bow Parkway nach Banff

Veröffentlicht: 01.07.2025

Radtour
Bow Parkway → … → Lake Minnewanka
49 km · Highway 1
Unterkunft
Camp Lm 9
2 Nächte · Zelt · Lake Minnewanka
Unterkunft
Re6
Zelt · Redearth Valley
Attraktion
Shadow Lake
Banff National Park, Kanada
Attraktion
Gibbon Pass Peak
Banff National Park, Kanada
Attraktion
Aylmer Outlook
Banff National Park, Kanada
Attraktion
Johnston Canyon
Banff National Park, Kanada
Sehenswert
Banff Tourist Information
Banff, Kanada
Attraktion
Lake Louise
Lake Louise, Kanada


30.6.25 Lake Louise-> Johnston Canyon, 35km, 230hm. Ich starte heute mit einer warmen Dusche. Dann brauche ich lange zum Packen. Als ich um 9 Uhr losfahre, sind meine Gastgeber noch im Auto, so dass ich mich nicht verabschieden kann. Ich fahre zur Touristinfo und nutze erstmal das gute WLAN, denn auf dem Campingplatz war der Empfang wieder so schlecht, dass ich keine Bilder laden konnte. Ich erreiche auch Johanna und Linda mit einem Videocall am Beul. Nach einer Beratung von den Parkangestellten buche ich zwei Nächte auf dem Camp Lost Horse Creek, das mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Ich frühstücke an einem Picknicktisch am Fluss. Dann kaufe ich zum dritten Mal in den gleichen Läden für drei Tage ein. Um 12:30 ist es so warm, dass ich in Kurz losfahren kann. Ich fahre wieder Richtung Skiresort und biege dann auf den alten HW 1a ab. Hier ist es recht ruhig. Der meiste Verkehr nutzt den neuen Highway. Es sind viele Rennradfahrer unterwegs aber auch eine Gruppe mit E-Bikes von VBT. Als wieder viele Autos mit Warnblinkanlage stehen bleiben , kann ich tatsächlich für eine Sekunde einen Schwarzbär sehen, der im Wald verschwindet. Die Moose Lodge am Baker Creek sieht gemütlich aus, aber ich mache später eine Pause am Storm Mountain Outlook. Der Kornbrei ist noch nicht durchgezogen, also esse ich wieder Brote. Mit Blick über Eisenbahn und Fluss auf die Berge mache ich mal wieder den Sonnengruß, den ich die letzten Tage oft vergessen habe. Ich komme auch an einem Denkmal für ein Internierungslager aus dem ersten Weltkrieg vorbei. Links sind nun Castle Cliffs zu sehen. Der höchste heißt Eisenhower Mountain. Vor dem Johnston Canyon stauen sich die Autos in der Zufahrt zum Parkplatz. Ich fahre erstmal zum Camping gegenüber. Sie haben tatsächlich noch einen Platz für mich. Ich darf in kostenlos nutzen, weil das Kartenlesegerät nicht aufzufinden ist :). Ich baue das Zelt auf und als ich von der Toilette zurückkomme, sehe ich, dass ich es auf dem falschen Platz aufgebaut habe. Also noch mal umbauen. Ich mache ein Nickerchen und fahre dann zum Canyon. Hunderte von Leuten bewegen sich über den schmalen Steg durch den Canyon. Vor dem unteren Wasserfall ist eine Riesenschlange. Ich gehe erstmal zum oberen. Hier sind nur noch halb so viele Leute. Ich muss warten bis ich auf die Plattform kann, von wo aus man den besten Blick auf den Wasserfall hat. Zum Outlook oberhalb des Wasserfalls geht kaum noch jemand. Nach einer kurzen Pause gehe ich gemütlich wieder zurück und stehe 20 Minuten an, um durch den Tunnel zum unteren Wasserfall zu gehen. Hier ist man ganz nah am Wasserfall und wird vom Sprühnebel nass. Auf meinen Picknicktisch am Zelt fallen tatsächlich noch ein paar Sonnenstrahlen, als ich koche. Da es hier Strom und Empfang gibt bin ich noch bis 23h mit dem Handy beschäftigt.



1.7.25 Johnston Canyon->Redearth Valley, 33km,430hm. Ich starte um 9h und muss 6km den alten Highway wieder nach Norden fahren, weil es hier keine Brücke gibt. Die Castle Cliffs leuchten vor blauem Himmel. An der Kreuzung ist eine Tankstelle und ein kleiner Laden. Ein paar Radfahrer haben hier gehalten und es ist ruhig bis der erste Bus kommt. Ich frühstücke dort und kaufe doch noch eine Marmelade. Stolze 8,80$ kostet das kleine Glas hier. Dann geht es auf dem vierspurigen Highway 1 wieder Richtung Süden. Radfahren ist hier tatsächlich nicht verboten. Am Rastplatz ist der Abzweig in das Redearth Valley. Der Zugang ist mit einem Tor und einer Treppe gesichert. Ich bitte jemanden mir beim Fahrradtragen zu helfen. Nun geht es 6km auf einem breiten Waldweg das Tal hinauf. Die meiste Zeit kann ich fahren, an drei steilen Stellen muss ich das Rad schieben. Zwei Radfahrer kommen mir entgegen und sagen mir, dass ich das anstrengendste schon geschafft habe. Sie schenken mir eine Sprühdose mit Pfeffer zur Bärenabwehr. Es sind mehrere Wanderer Gruppen unterwegs, die ich überhole und selber werde ich von E-bikern überholt. Um 12:20 erreiche ich kleinen Zeltplatz Re6. Er hat fünf Stellplätze. Der schönste liegt abgelegen am Fluss, aber ich wähle Nr.2 am Weg, in der Hoffnung, das morgen früh dort schnell die Sonne hinkommt. Im Moment ist es so warm, dass ich schon den Schatten suche. Nachdem das Zelt steht esse ich denn Getreidebrei und mache dann einen Nickerchen. Um 15h fahre ich das Tal weiter hinauf. Ich erreiche einen Fahrradständer dahinter ist Radfahren verboten. Von hier könnte man in 40 Minuten zur Lodge aufsteigen, was die anderen Leute wohl auch alle getan haben. Ich gehe ein paar Meter auf dem anderen Weg, der zum Elk Lake führt. Bei den Brücken suche ich mir einen Platz zum Lesen. Zum Glück sind hier keine Mücken aber viele lästige Fliegen. Ich gehe mal auf die Brücke aber auch hier finden die Fliegen mich. Zum Abschluss steige ich in dem Bach und wasche mich. Er ist schön erfrischend kühl und die Sonne trocknet mich direkt wieder. Dann geht das locker zurück. Am Zeltplatz ist die Sitzgruppe zum Kochen 100 Meter von den Zeltplätzen entfernt. Hier sind nun mehr Mücken. Ich schütze mich mit Kleidung und Spray. Nach dem Essen schnitze ich noch ein Mittelstück für die Wanderstöcke und gehe dann ins Zelt.

2.7.25 Lost Horse Creek im Redearth Valley <->Gibbon Pass Peak 2590m und Shadow Lake, 22,5km,+- 1000hm. Ich werde um 4:50h wach. Es dämmert schon. Ich hole Frühstück und Mittagessen aus dem Food Locker und mache mich die ersten drei Kilometer mit dem Fahrrad auf den Weg. Dann geht es zu fuß weiter und ich sehe die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume und orange leuchtende Gipfel. Die Lodge ist größer als ich dachte. Mindestens zehn kleine Hütten mit Veranda stehen in L-form auf einer Lichtung. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Berge hinter dem Shadow Lake. Nun steigt der Weg durch den Wald an bis zur halblichten Passhöhe. Die Wiesen sind sehr feucht und es gibt auch einen kleinen See. Eigentlich will ich hier Frühstückspause machen, aber die Mücken lassen mir keine Ruhe. OSM zeigt mir zwei Wege zum Gipfel an, ich finde aber nur einen. Der steigt nun steil durch den Wald an. Auf einmal ist die Spitze von meinem Wanderstick verschwunden. Ich gehe die letzten 300 Meter zurück finde sie aber nicht. Ich ersetze sie durch einen geschnitzten Stock. Oberhalb der Baumgrenze gleich der Berg mehr einer Schutthalde aus flachen Bruchsteinen. Ich suche mir meinen eigenen Zickzack-Weg. Um 9:20h erreiche ich bei strahlendem Sonnenschein und guter 360° Fernsicht den Gipfel. Hier oben sind keine Mücken, nur Fliegen. Ich bleibe drei Stunden, lese, esse, mache ein Nickerchen und nutze den Netzempfang. Beim Abstieg bilden sich die ersten Gewitterwolken. Trotz der kleinen Schauer gehe ich noch zum Shadow Lake. Ich würde gerne baden, finde aber keine schöne Stelle, weil der See so flach und schlammig ist. Bei der zweiten Schauer kann ich mich an der Lodge unterstellen. Kurz bevor ich das Fahrrad wieder erreiche geht die dritte und heftigste Schauer los und ich werde richtig nass. Aber es ist weiterhin warm. Um 17 erreiche ich das Zelt, mache bis 19h Pause und koche dann. Heute ist er noch ein Pärchen mit Hund da. Wir machen ein wenig Smalltalk. Die letzten Löffel meines Reisgerichtes esse ich unter den schützenden Bäumen. Als ich im Zelt liege, höre ich noch die Vögel zwitschern und immer wieder fallen Regentropfen aufs Zelt.

3.7.25 Redearth Valley->Banff-> Minnewanka Lake,49km, 370hm. Ich warte im Zelt auf die Sonne, aber die kommt erst mal nicht. Dafür ist mein Darm schon wieder aktiv und treibt mich aus dem Zelt. Die anderen Leute sind schon weg. Als ich mein Zelt abgebaut habe, bleibt ein Trockner Fleck. Ich fahre mit dem Rad bis ich in die Sonne komme und Aussicht habe. Hier frühstücke ich. Mir kommen schon die ersten E- Mountainbiker entgegen. Auf dem weichen Lärchenboden fährt es sich gut bergab, nur manchmal schauen Steine oder Felsen heraus, und ich muss abbremsen. Zum Parkplatz gibt es auch ein Tor, das sich öffnen lässt, so dass ich das Fahrrad nicht über die Stufen tragen muss. Dort sind gleich zwei Autos von Parks Kanada, und man fragt mich, ob ich einen Mountain Lion gesehen habe. Ich fahre 12 km dem Highway1. Da es die meiste Zeit bergab geht, sind die schnell überwunden. Weiter geht es auf einem Radweg an kleinen Seen vorbei. Vor dem Ortseingang stehen die Touristen Schlange vor den Buchstaben Banff. Ich fahre am Fluss entlang bis auf die andere Seite zu einem Park, weil ich dachte dort wäre die Touristinfo. Sie ist aber in der Stadtmitte. Erstmal stöpsel ich die Powerbank in die Steckdose, dann stelle ich mich in die Schlange. Ich komme aber schnell dran und kann zwei Nächte auf dem Camp Lm 9 am Lake Minnewanka buchen. Es wäre aber nicht einfach mit dem Fahrrad dahin zu kommen. Ich sage, dass ich zur Not auch schieben kann, da es noch früh ist und ich genug Zeit habe. Als ich dann einkaufen will, sind die Läden auf einmal dunkel. Ich betrete den Asialaden und erfahre, es ist Stromausfall, hier kann ich noch mit Karte bezahlen, da das Lesegerät eine Batterie hat. Die anderen Läden haben aber alle geschlossen. Ich setze mich in den Park und esse. Nebenan ist eine andere deutsche Radfahrerin, mit der ich mich kurz unterhalte. Dann ist der Strom wieder da und ich kann einkaufen. Die Powerbank ist bei 70% und es geht hinaus aus der Stadt und hinauf zum See. Schon der Anfang des Wanderweges ist beschwerlich, weil hi Steigungen und Felsen zu überwinden sind. Hinter dem Abzweig zum See wird es für gut einen Kilometer noch anstrengender. Dann habe ich den höchsten Punkt erreicht. Manche Stellen sind sehr schmal und ich muss aufpassen. Ich mache eine kurze Pause am See. Vor Camp Lm8 steht ein 8Ender Hirsch mitten auf dem Weg. Er scheint Menschen gewohnt zu sein und geht einfach nur ein Stück zur Seite. Die Brücke über den Fluss ist so schmal, dass ich lieber die Furt nehme. Einmal bleibe ich mit der Pedale an einem Felsen hängen und es schmeißt mich um. Zum Glück falle ich sanft. Ich bin der erste auf dem Camp und habe die freie Auswahl. Ich nehme den Platz der dem See am nächsten ist. Nachdem das Zelt steht mache ich ein Nickerchen und koche dann. Der Wind wird kräftig und der See hat richtige Wellen. Wenn man jetzt mit dem Kanu unterwegs wäre, hätte man echt Probleme. Nach dem Kochen und Essen bin ich ausgekühlt. Zwei Leute mit Hund kommen noch an, ich verabschiede mich aber ins Zelt.


4.5.25 Lake Minnewanka <-> Aylmer Outlook, 11km +-590hm. Der Himmel ist wolkenlos, aber die Sonne scheint zuerst auf das andere Ufer des Sees. So laufe ich bis zu einer Bucht mit Sonne. Nach dem Frühstück mache ich mich an den Aufstieg zum Aylmer Outlook, 2060m. Kehre aber noch mal kurz um und hole Wasser am Fluss. Der Weg führt erst Richtung Pass und vom Abzweig aus wieder Richtung See. Als ich über eine Pause nachdenke, bin ich auch schon am Outlook. Ich setze mich ganz nach vorne, um einen uneingeschränkten Blick auf den See zu haben. Nach einer Weile mache ich auf einem Rasenstück den Sonnengruß und nutze den Netzempfang zum Telefonieren. Ich bekomme auch Nachrichten aus Calgary mit der Adresse vom Horst und NYC. Ein junger Berliner erreicht den Ausguck und wir gehen den Rückweg gemeinsam. Wieder am Campingplatz gehe ich an den See. Der Wind hat wieder aufgefrischt, kommt heute aber aus Süden. Für 20 Züge gehe ich schwimmen. Dann sonne ich mich und lese. Zum Kochen teile ich mir den Tisch mit dem anderen Pärchen. Anschließend sitzen wir zusammen am Campfire. Es kommen noch Vater und Tochter hinzu, sie rösten Marshmallows.

Auf einen Blick

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Wetter
Sommer
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Bow Valley Parkway
  • Lake Louise
  • Johnston Canyon
  • Banff
  • Lake Minnewanka
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