Wir bleiben zu Hause
Um die Geschichte von dem Tag zu erzählen, muss ich weit ausholen und weiß gar nicht, wo ich am besten anfangen soll. Ich beschreibe am besten erst einmal den Campingplatz, der...

Veröffentlicht: 10.12.2023




















In Ahipara, einem DER Surferhotspots erhoffen wir uns ein bisschen Sonne, bekommen aber leider nur Nebel und Regen. Strand mit blauem Himmel kann ja jeder, wir finden jedenfalls, dass so ein Strand mit Nebel auch ziemlich cool ist und bei weitem noch besser als das matschige Berlin. Wir erledigen den dringend notwendigen Putztag und machen einen sehr langen Strandspaziergang, wo wir einen riesigen toten Stingray finden. Einen Ausflug zum nördlichsten Punkt von Neuseeland (Cape Reinga) und Sandsurfen am 90 Mile Beach, müssen wir leider ausfallen lassen. Den Touranbieter gibt es seit Covid nicht mehr..
Am nächsten Vormittag, nach dem besten Pfannkuchenfrühstück überhaupt, wollen wir uns auf der Weiterreise noch riesige Sanddünen direkt in Ahipara anschauen. Wir bereiten uns auf den Spaziergang vor und Maren fragt, ob ich denke, dass wir eine Regenjacke brauchen. Ich schau in den Himmel und sag; "naaaaa des bast scho!". Bei der Parkplatzlady holen wir uns noch eine Tüte zum Müllsammeln, so müssen wir keine Parkgebühr zahlen. Wir gehen also los und die Strecke über Sand und Felsen ist tatsächlich sehr gut befahren. Andauernd düsen Jeeps und ein Quad an uns vorbei. In der Nähe einer kunstvoll geschnitzten Maori Holzpfeilerfigur, kommt endlich mal kein Auto und ich suche mir ein blickgeschütztes Plätzchen zum pinkeln. Zum Spaß sag ich danach noch; "jetzt habe ich bestimmt irgendwelche Götter verärgert, weil ich hier hingepinkelt habe." Da scheine ich wohl Recht gehabt zu haben. Denn kurz darauf fängt es an zu nieseln, wir gehen noch ein kleines Stück weiter und können die Sanddünen von weitem sehen. Als es anfängt zu Donnern, drehen wir um und promt fängt es richtig doll an zu regnen. Bis wir zurück beim Bus sind, sind wir komplett triefend nass. Komplett ungeschützt ziehen wir uns noch vor der Tür aus und lassen alle unsere nassen Klamotten erstmal draußen liegen. Maren kommt an ihre Klamottenkisten ran und ich ziehe meinen Schlafanzug an. Unsere Handys liegen in der Fahrerkabine und wir sind hinten gefangen, weil keiner mehr nass werden möchte. Wir kuscheln uns ins Bett und verbringen den frühen Nachmittag mit einem Film und eine Ausgiebige Brotzeit. Natürlich müssen wir mal wieder pinkeln und ich opfere mich. Ich laufe um den Bus herum und fahre uns, Maren im Bett liegend, zur nächsten Toilette. Auf dem Parkplatz schauen wir den Film zu Ende und fahren dann erst spät Nachmittags weiter in den Waipoua Kauri Forest.
