die kleine Hexe
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Als echtes Münchner Kindl denke ich bei Eisbach natürlich zuerst an die Surfer am Haus der Kunst, DEN Eisbach. Aber auch in der nordöstlichen Pfalz gibt es einen Bach diesen Namens, der ist sogar 38 km lang, entspringt bei Ramsen und mündet bei Worms in den Rhein. 

Heute macht dieser Bach seinem Namen alle Ehre, nach der sternenklaren Nacht ist alles noch beinhart gefroren, als ich um 8:30 Uhr losradle. Ich folge dem Barbarossa-Radweg, der in diesem Abschnitt mehr oder weniger direkt am Eisbach entlang führt. Das Eiswoog - der Stausee des Eisbaches - ist teilweise zugefroren. 

Nach dem Eiswoog kommt der Anstieg, vor dem mich meine Routen-App gewarnt hat: knapp 200 Höhenmeter, allerdings nicht steil, sondern eher gemütlich auf einem Forstweg durch den Wald, der auf diesem Abschnitt auch von den Fernwanderwegen E5 und E6 genutzt wird. Zum Glück hat es gefroren, sonst wäre der Untergrund stellenweise ganz schön schlammig. 

Bis Kaiserslautern ist es nicht mehr weit. Ob der Kälte wähle ich für die Mittagspause ein Restaurant mit Wintergarten direkt am Unigelände. Dort kann ich hinter der  Glasscheibe in der Sonne sitzend meinen Cappuccino trinken und eine heiße Zwiebelsuppe essen, mein Handy aufladen und sogar noch mein Rad mit den Packtaschen draußen im Auge haben. 

Der zweite Abschnitt der heutigen Etappe führt nicht entlang eines der  vielen, vielen Radwege, die es in Deutschland inzwischen gibt. Immerhin haben die Landesstraßen fast durchgehend einen Fuß- und Radweg in eine der beiden Fahrtrichtungen, sodass man nicht permanent Angst haben muss, vom nächsten Laster überrollt zu werden - bzw. von einem jungen PKW-Fahrer, der mich kurz nach Kaiserslautern entweder übersehen oder absichtlich übelst geschnitten und mir einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. 

Ich fahre noch durch die Orte Landstuhl und Hauptstuhl und entscheide mich am Ende für die etwas weitere, aber höhenmeterärmere Route über Homburg nach Kirrberg. 

https://www.komoot.de/tour/692328511?ref=itd


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