Tag 6: Kurzer Sprint nach Soltau
Gestern Abend meinte es der Hotelkoch äußerst gut mit uns; morgens waren wir gespannt, ob er es beim Frühstücksbuffet erneut gut mit uns meinte. Zum Glück war er nicht da,...


Veröffentlicht: 14.08.2020











Heute hatten wir einen freien Tag eingeplant und zwei Tage zuvor Tickets für den Heide-Park gekauft (wegen Corona waren nur tagesdatierte Tickets erlaubt). Unsere Ferienwohnung war etwa 2,5 km von dem Park entfernt, also nur einen Fahrrad-Sprung entfernt. Voller Vorfreude starteten wir nach einem leckeren Müsli mit unseren leichten Fahrrädern in Richtung Heide-Park. Abschließen konnten wir diese ziemlich gut mit unseren drei Schlössern :)) Trotz vorterminierter Tickets im Halbstundentakt war es am Eingang zur Parköffnung ganz schön voll. Alle Leute trugen Mundschutz (meist korrekt) und hielten mehr oder weniger(!) passend Abstand. Spätestens jetzt hatten wir gemerkt, dass manche Menschen einen Einkaufswagen brauchen, um Abstände einzuhalten. Um kurz vor 10h waren wir dann im Park und mussten uns erst einmal orientieren. Bis 19h hatten wir Zeit bzw. bis 18h, da die Fahrgeschäfte eine Stunde vor Parkschließung schließen. Vorbereitet hatten wir uns dieses Mal nicht. So luden wir uns erst einmal die App zum Park herunter, die einen Parkplan und auch die Wartezeiten der Fahrgeschäfte bereithielt. Sehr gut! Wir starteten mit einer kleinen Achterbahn für Kinder, dann ging es zum Mountain-Rafting, und steigerten uns weiter. Damit wir uns nicht in Details verlieren, kommen wir direkt zum Fazit: Die Achterbahn "Flug der Dämonen" und die Holzachterbahn "Colossos" fanden wir am besten. Erstere wies einen sehr fließenden Fahrverlauf auf, zusammen mit Zwischenbeschleunigungsstrecken. Colossos wusste mit tollen vertikalen g-Kräften (positiven und negativen) zu überzeugen. Zudem hatten wir es so abgepasst (mit einer Prise Glück), dass sich zur Schließzeit niemand für den dritten Wagen in der Colossos -Achterbahn, in dem wir saßen, angestellt hatte. So konnten wir tatsächlich drei Mal hintereinander fahren, voll cool! Wir waren praktisch mit dem Wagen verwachsen! Bei der letzten Fahrt trauten wir uns beide, die gesamte Fahrt über die Arme über den Kopf zu halten ohne uns an der Halterung festzuklammern :))) Knapp hinter diesen beiden Achterbahnen reihte sich für uns „Desert Race“ ein, die beim Start von 0 auf 100 km/h in 2,4 Sekunden beschleunigte. Wir saßen bei den Fahrten (ungeplant) immer ganz vorne und konnten diesen Geschwindigkeitsschub ohne Einschränkungen genießen. Nur die Mundnasenmasken mussten wir mit den Lippen etwas festhalten :))
Ansonsten hatte sich Janina überwunden, in den Frei-Fall-Turm mit 71 Meter Höhe einzusteigen und mehr als 2 Sekunden Schwerelosigkeit zu genießen. Jörg konnte letztlich überzeugt werden, nach einem sehr leckeren stickstoffgekühlten Eis (Nitrogenie), in die Bobbahn zu gehen (sogar mit zwei Fahrten hintereinander), die auf keinen Schienen lief...("Was, wenn sich der Ingenieur verrechnet hat?! Dann fliegen wir aus der Bahn!") Mittags gab es zur Stärkung eine leckere Falafel-Bowl, die für einen Freizeitpark überraschend gesund, lecker und preiswert war. Dabei genossen wir die Aussicht auf den See, umgeben von Enten, Gänsen, Schwalben, Teichrallen und leider ein paar Wespen. Etwas nostalgisch ging es zwischenzeitlich auch zu, mit einer Fahrt auf dem Breakdance. Die Achterbahn "Krake" hatte uns mit ihrem senkrechten Abfall beeindrucken können, war jedoch insgesamt sehr kurz und die Wartezeit verhältnismäßig lang. Noch beeindruckender war, dass ihre Wagen durch einen See in einen Looping rauschten und so Wasser nach außen auf den Gehweg gespritzt wurde. Viele Male hatten die Leute, die in dieser Spritzwasserzone standen, nur ein paar Tropfen Abkühlung abbekommen. Doch als Janina dort für eine kleine Erfrischung stand, ergoss sich quasi eine Flutwelle auf sie... Sie war richtig nass, was bei den hohen Temperaturen jedoch eine wahre Freude war!
Insgesamt war es ein toller Tag mit Nervenkitzel und Spaß! Gerne wieder :))