Von Dortmund nach Rügen mit dem Rad
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Tag 13 bis 15: Stralsund, Sassnitz und Kreidefelsen auf Rügen

Veröffentlicht: 20.08.2020

Ursprünglich hatten wir geplant bis nach Binz auf Rügen mit dem Rad zu fahren. Da wir unsere Unterkünfte immer höchstens einen Tag vor dem Anreisetag organisierten, hatten wir auf Rügen nichts vorgebucht. Entsprechend waren nur noch ein paar Unterkünfte auf ganz Rügen verfügbar, diese allerdings zu sehr hohen Preisen, die wir nicht zahlen wollten (oder günstige Zelte/Wohnwagen ohne Toilette). So bestimmten wir Stralsund als unsere Basis, von der wir am Tag 14 nach Sassnitz mit dem Zug (und den Rädern) aufgebrochen waren. An den Tagen 13 und 15 suchten wir den Stralsunder Strand auf, der nur fünf Radminuten von dem Hotel entfernt war. Und Tag 16 war der Abreisetag (mit der guten alten deutschen Bahn, die wie der ARD-Monitor-Bericht (vom 20.8.20) definitiv nicht dazu neigte, Corona-konform zu agieren, es war teilweise überaus voll).

Stralsund selbst überzeugte mit einer netten Altstadt, einer der ältesten Kneipen Europas (von 1332), einem schönen Hafen und guten Restaurants und Cafés. Empfehlen können wir das Restaurant "Christas" am Hotel Hafenspeicher, welches leckere vegetarische Gerichte auf der Karte hatte, und das Café 66 mit tollen Waffeln. Das Ozeaneum hatten wir uns nicht angeschaut, da die Warteschlangen zu lang waren. Das heben wir uns für den nächsten Besuch auf. Stralsund ist auf jeden Fall eine Reise wert gewesen. 

Als wir am Tag 14 nach Sassnitz aufbrachen, erwischten wir den tatsächlich einzigen Regentag auf unserer Tour. So fuhren wir erst spät mit dem Zug los (um 12h), da es am frühen Nachmittag aufhören sollte zu regnen. Als wir in Sassnitz ankamen (gegen 13h), suchten wir am Ufer der Ostsee zunächst ein nettes Plätzchen zum Kuchen-Snacken und Auf-gutes-Wetter-Warten. Fündig wurden wir bei "Die kleine Konditorei". Der Regen blieb doch etwas länger als vorhergesagt, so ließen wir es uns gut gehen, bis der Regen aufhörte. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund. Neben den Kreidefelsen umfasst der Park auch die Stubnitz, einen alten Buchenwald mit bis zu 250 Jahre alten Bäumen, der bis an die Steilküste der Kreidefelsen wächst. Auch unterschiedliche Moortypen und Feuersteinstrände gehören dazu. Wir radelten durch den Wald, der viele gut ausgebaute Fahrradwege besaß, und folgten dem "Radweg zum Königsstuhl". Nach knapp 15 km Berg- und Talfahrt, es ging immerhin insgesamt über 100m hinauf, kamen wir mit vielen Schnecken-Ausweichmanövern an einem großen Wendekreis für die Busse aus der Stadt und vom Autoparkplatz an. Während wir auf dem Radweg äußerst wenige Leute zu Gesicht bekamen, standen hier nun viele Fahrräder und auch viele Leute wimmelten herum. Das war durchaus unerwartet! Im Nachhinein beschlich uns die Idee, dass zahlreiche Personen vielleicht auch mit dem Rad von einem nahe gelegenen Parkplatz gestartet sein könnten :-)) Wir schnürten unsere Drahtesel fest und ging gen Viktoriasicht-Aussichtspunkt, der kostenlos erreicht werden konnte. Für die Sicht vom Königsstuhl, dem höchsten und bekanntesten Kreidefelsen der Stubbenkammer, hätten 9,50 Euro pro Person entlohnt werden müssen, dabei gilt der Eintrittspreis auch für das sicherlich interessante Besucherzentrum. Dieses hatten wir jedoch dieses Mal aus zeitlichen Gründen nicht eingeplant, so begnügten wir uns mit der einfachen Gratis-Aussicht. Vom Meer aus gesehen mit einer Bootstour wäre die Sicht auf die Kreidefelsen bestimmt nochmal besser gewesen. Vor den exponierten Aussichtspunkten, es gab insgesamt drei Plattformen, standen ein paar Leute in Reihe an und hielten ordentlich und freiwillig den Mindestabstand von 2 Metern ein. Sehr schön :-)) Die freien Sichten auf die Kreidefelsen waren ganz schön, insbesondere auch mit dem vielen Grün drumherum. Wir gingen anschließend noch etwas in dem Waldstück spazieren, bevor wir eine Futterpause bei den Fahrrädern einlegten. Danach nahmen wir den gleichen Weg zurück zur Innenstadt von Sassnitz (dieses Mal mussten wir nur einem kleinen Frosch ausweichen). In der Stadt genossen wir auf der Hängebrücke noch eine bezaubernde Aussicht auf den Hafen und die Ostsee. Danach entschieden wir uns, nach Stralsund zurückzufahren und dort zu Abend zu essen. Bevor wir es vergessen: Heute legten wir knapp 40 km mit dem Rad zurück :-))

Am Tag 13 und am letzten Urlaubstag 15 relaxten wir in Stralsund, jeweils die Hälfte der Tage am hiesigen Strand, der angenehm leer war. Wir gingen in der Ostsee baden (einigen ungefährlichen Ohrenquallen mussten wir dabei ausweichen) und ruhten uns aus. Ein paar Sanddorn-Souvenirs kauften wir auch noch. Auf diese Weise hatten wir etwas Entspannung neben dem tollen Fahrrad-Abenteuer in unserem Urlaub. Wir konnten auf 2 Wochen Abwechslung pur zurückblicken, auf das Erlebnis farbenfroher Landschaften und auf eine gemeinsame tolle Zeit auf vier Rädern :-)) Sehr gerne wieder!

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