Tag 4: Ich glaub, die Dinos sind da!
Der Tag startete mit einem durchaus leckeren Frühstück. Etwas Appetit kostete nur die lasche Umsetzung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen: Wo waren die Desinfektionsmöglichkeiten...


Veröffentlicht: 13.08.2020




























Heute, am Montag, den 10.8., stand nach kurzen 39 Kilometern von Steimbke nach Walsrode der Besuch des Weltvogelparks auf dem Programm. Das Wetter war unverändert heiß und sonnig, wenn auch am Morgen etwas frischer als sonst. Wir starteten um kurz vor 10h. Das "Frühstück" war spartanisch und sollte nachgeholt werden :) Es gab selbst gepflückte Äpfel und Birnen. Äpfel- und Birnbäume sollten unseren Weg noch sehr oft kreuzen! Richtig praktisch und lecker, sofern ihre Früchte nicht verwurmt waren. Der Weg verlief angenehm durch Wald und Wiesen. An einer Stelle entdeckten wir sogar das erste Stück lila Heidelandschaft! Den Moment, den Janina brauchte, um ein Foto zu schießen, nutzte sogleich eine Bremse, um ihrerseits ein Andenken auf Janinas Oberschenkel zu hinterlassen. Der Stich wurde die nächsten beiden Tage noch gut dick. Über eine kleine Holzbrücke ging es an einer alten, aber noch funktionierenden Wassermühle vorbei. Wir mussten zum Glück nichts zahlen, wir hätten auch keine Pfennige dabei gehabt :) An dem Fluss Aller entdeckten wir sich im Wasser kühlende Rinder. Da würden wir nun auch gerne liegen! Da bislang kein Café auf der Strecke aufgetaucht war, mussten wir leicht hungrig bis Walsrode aushalten. In der Innenstadt von Walsrode machten wir einen Bäcker sowie ein Café, das sehr leckere Baguettes und Bagels anbot, unsicher. So konnten wir endlich unseren Hunger stillen :)) Danach ging es in das Hotel Pescheks Luisenhöhe, das direkt mit dem Vogelpark verbunden war. Zudem hatten wir ein Zimmer mit einer Terrasse gefunden, mit sehr schönem Blick auf zwei Tümpel.
Um 15:30h starteten wir schließlich unsere Tour durch den Weltvogelpark. Viele interessante Vögel wie Pelikane, Uhus und Eulen wie auch Adler konnten wir sehen. Ein Highlight war das Kolibri-Haus, in dem wir zum ersten Mal Kolibris in Aktion beobachten durften. Sehr schön gestaltet war die Freiflughalle, in der rote Sichler und Rosalöffler am aktivsten waren, neben anderen Enten, Perlhühnern und Schwalben. Es wurde sogar die Meeresbrandung in einer Art Mini-Wellenbad imitiert. Farbenfrohe Vögel mit markantem Federkleid waren die Dolchstichtauben und zum Beispiel der Schwefelmaskentyrann. Insgesamt war der Park interessant und auch lehrreich, hier und da überraschend und lustig. Die Gehege waren nahezu komplett wirklich ansprechend gestaltet, manche hätten jedoch sicherlich größer ausfallen dürfen. Auch die etwas traurig schlagenden Pelikane, die versuchten, den Wind in ihren gestutzten Flügeln zu spüren, stimmte einen nachdenklich. Zu jedem Gehege gab es eine kleine Infotafel, auf der auch der Gefährdungsstatus vermerkt war. Leider konnten wir uns weder die Paradiesvögel anschauen, noch die Loris oder ins Papageienhaus, da die Schließzeit des Parks (19h) doch schneller erreicht wurde als geplant. Sicherlich interessant wäre auch noch das Kiwi-Haus gewesen, was leider geschlossen hatte, oder eine der Flugshows zu sehen. Wir müssen dazu sagen, dass es zwischenzeitlich ordentlich regnete und etwas gewitterte und so unser Erkundungsdrang zeitweise etwas eingeschränkt wurde. Aber hey, dies war der erste Regen seit unserem Start der Fahrradtour! Abgekühlt hatte es sich danach aber nur marginal...
Abends standen wir zwischen der Entscheidung, uns etwas bei einem Lieferdienst zu bestellen oder in das hoteleigene Restaurant zu gehen, da das Hotel etwas außerhalb der Stadt lag. Die Süßkartoffel-Bowl auf der Speisekarte lachte uns an, und wir entschieden uns für das Restaurant. Dort gab es dann doch "nur" Buffet... Aber was sollen wir sagen? Wir entschieden uns für das kleine Menü mit je einem Teller von Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch und nicht für die all-you-can-eat-Variante. Und das war auch gut so! Denn das Restaurant war nur sehr mäßig besucht, das Buffet allerdings war gut bestückt und, oh dear, richtig lecker. Davon war auch der Koch überzeugt, der hinter den Buffettheken stand und uns riesige Mengen an verschiedenen Leckereien auf den Teller schaufelte. Es waren wohl zu wenige Gäste da, die das Buffet hätten wegfuttern können. Als wir mit der Hauptspeise fertig waren, also als uns die Hauptspeise fertig gemacht hatte, konnten wir uns in unser Zimmer rollen... Zu dem Zeitpunkt hatten wir Angst um die Standfestigkeit unserer Räder: Rahmenbruch aufgrund übermäßigen Buffet-Konsums, so oder so ähnlich würde es im Bericht an unsere Versicherung stehen ;-) Etwas Nachtisch ging aber noch!
Daten zur 5. Etappe (Navigation mit Naviki, Modus: Freizeit)
Start: Steimbke
Ziel: Walsrode
Strecke: 39,2 km
Fahrzeit: 2h 22min
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,5 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 28,6 km/h