Von Dortmund nach Rügen mit dem Rad
Von Dortmund nach Rügen mit dem Rad
vakantio.de/von-dortmund-nach-rugen-mit-dem-rad

Tag 1: Radeln bei den Kohlekraftwerken

Veröffentlicht: 06.08.2020

Der Start ins Radabenteuer! Er begann mit leichter Verzögerung um 11h. Es ging zunächst durchs Getümmel der Dortmunder Innenstadt und Nordstadt. Die Räder liefen gut, auf dem Hinterrad hatten wir jeweils zusätzlich etwa 12 kg Gewicht (geschätzt) und damit wesentlich mehr Grip. Brauchten wir den? Nun ja, bei mehr als 30 Grad Celsius Außentemperatur und Sonnenschein eher nicht :)) Als wir die auto- und lkw-dominierten Straßenbereiche verließen (und das ging relativ fix), entdeckten wir bald darauf beim Seepark in Lünen einen kleinen Hafen mit ein paar kleineren Yachten. Dort sonnten sich ältere Leute auf ihren schwimmenden Zweitwohnungen. Ganz beschaulich war es. Von da an ging es weiter am Datteln-Hamm-Kanal entlang. Bei Bergkamen folgte ein erstes Kraftwerk mit großem Kühlturm. Später kamen noch zwei weitere, die auch direkt am Kanal lagen, welcher zum Transport der Kohle benutzt wurde (und wird?). Auch ein alter Kohleförderturm wurde von uns aus der Ferne begutachtet. Viele Flächen und Gebäude werden dort nicht mehr genutzt, teilweise verfallen sie, teilweise werden sie umgebaut. An und auf dem Kanal sahen wir auch ein paar Schiffe, außerdem einige Leute, die sich sonnten oder im Kanal schwammen, und noch mehr radfahrende Leute. Ein bedeutender Teil unseres Weges der ersten Streckenhälfte führte am Kanal entlang. Um 14h etwa machten wir Mittagspause, an einer Brückenunterführung mit Ausguck auf die parallel verlaufende, vom grün umgebene Lippe. Die Wände der Unterführung waren im ruhrpotttypischen Graffiti-Style gehalten, der Boden war mit diversen Kippen geschmückt. Etwas Kontrastprogramm neben der schönen Natur darf sein! Kontrast ist auch ein gutes Stichwort zum äußeren Erscheinungsbild unserer Räder: In Dortmund waren sie noch schön sauber, nach der staubigen Strecke am Kanal hatten sie ein beiges Tarnkleid angelegt.

Wir entdeckten noch ein Naturschutzgebiet namens Tibaum an einer Lippe-Aue mit vielen Enten, Schwänen und Tauben. Ab Hamm flossen der Fluss Lippe und der Datteln-Hamm-Kanal sehr nah beieinander, an einer Stelle bei Hamm trennte nur noch eine Mauer beide voneinander. Zwischenzeitlich radelten wir auf einer deichähnlichen Erhöhung des Kanals. Nachdem wir die Flussseite wechselten (endlich etwas Schatten!), fuhren wir etwas auf der Adenauer-Allee entlang und der Kanal endete bei Hamm-Schmehausen hinter Westfleisch und dem dritten Kohlekraftwerk. Die Strecke wurde ländlicher und ärmer an Wasserläufen. So zeigte uns die zweite Streckenhälfte das bäuerliche Leben :)) Wir beobachteten noch ein Storchenpaar in einem hochgelegenen Nest, außerdem sahen wir einige Pferde, Kühe und Schafe. Hier verlief unsere Strecke hauptsächlich auf kaum befahrenen Landstraßen. Dieses Bild sollte sich auf den nächsten Etappen noch oft wiederholen.

Gegen 18:30h erreichten wir unser Zieldorf Bad Waldliesborn, das nördlich von Lippstadt liegt. Wir kamen nach knapp 90 km Fahrt durchaus erschöpft im Hotel Waldblick an, obwohl gerade der letzte Teil der Strecke besonders angenehm durch den Wald verlief. Die Dusche rief! Da das zur Unterkunft gehörende Restaurant geschlossen hatte, bestellten wir sehr leckeres Essen bei Twenty One, mmmmhhh.

Daten zur 1. Etappe (Navigation mit Naviki, Modus: Freizeit)

Start: Dortmund

Ziel: Bad Waldliesborn

Strecke: 88,5 km

Fahrzeit: 5h 31min

Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,0 km/h

Maximale Geschwindigkeit: 33,7 km/h

Von Dortmund nach Rügen mit dem RadFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (1)

Florian
Hey ihr beiden, echt tolle Tour die ihr da gemacht habt. Habt ihr die irgendwo getrackt (Komoot, Strava, etc?), so dass man die Nachfahren könnte?