Die drei Tempel
Nachdem uns so langsam die Ideen ausgehen wo wir in und um Kandy noch hingehen könnten, hat uns der Inhaber der Unterkunft noch ein paar Tipps gegeben. So sind wir heute

Veröffentlicht: 04.05.2026
Heute wollten wir die gesamte erste Etappe des Pekoe Trails wandern. Unser Host hat uns netterweise hingefahren. Nochmal wollten wir nicht bis zum Tee Museum die Straße hoch laufen.
An einem Stand haben wir uns mit Keksen und Roti für die zwölf Kilometer Wanderung gerüstet. Da es kein Rundweg ist, wollten wir den gleichen Weg wieder retour laufen. Alternativ kann man einen Bus zurück in die Stadt nehmen.
In einigen Bewertungen stand, dass es Wasserstationen am Wegrand gibt, aber wir haben keine gesehen. Es gab an einigen Orten fließendes Wasser, aber wir hatten hierfür keinen Filter dabei.
Der Weg verläuft hier zuerst größtenteils asphaltiert und breit und führt durch Teeplantagen hindurch. Man hat eine sehr schöne Aussicht über die Berge und Tempel.
Man muss etwas aufpassen, dass man nicht aus Versehen eine falsche Abbiegung erwischt; die Markierungen sind zum Teil etwas zugewachsen.
Nach ungefähr fünf Kilometern biegt ein kleiner Weg nach rechts ab und führt auf einem schmalen Pfad durchs Gestrüpp. Hier fand ein Teil der Dreharbeiten des Indiana Jones - Temple of the Doom Films statt. Besonders viel ist hier allerdings nicht zu sehen.
Was wir allerdings gesehen haben, waren kleine wurmartige Tierchen die sich in die Höhe streckten, auf der Suche nach der nächsten Beute. Es handelte sich um Blutegel, die aufgrund der Regenschauer der letzten Tage hervorgekrochen waren und die Beute waren wir….Die Biester sind in Windeseile unsere Schuhe hoch und reingekrochen. Wir haben sie kaum zu fassen bekommen, so glitschig sind sie. Einer hat es kurzzeitig sogar geschafft sich an meinem Knöchel festzusaugen und bei Simon hat es ein größeres Exemplar bis zum Oberkörper geschafft. Wir sind dann schleunigst wieder auf den Hauptweg zurück.
Nach ungefähr 6,5 km wurde der Hauptweg dann immer schmaler und bewachsener und die Blutegel haben uns wieder gefunden. Wir haben uns noch ein paar hundert Meter weitergekämpft, aber es waren einfach zu viele und der Weg blieb unverändert. Wir mussten also leider schweren Herzens umkehren. Am Ende hatte jeder von uns mindestens zehn Blutegel von sich runter gepult.
Weiter unten haben wir ein Pärchen getroffen was vorbereitet war und mit langer Kleidung und Socken über der Hose unterwegs war.
Führer Sprühen meist großzügig Salzwasser über Schuhe und untere Hose um die Egel fernzuhalten.
Nach einer kurzen Dusche sind wir noch in die Stadt gefahren um mir ein paar Cremes und Allegra (anstatt Ceterizin) zu kaufen, weil das wohl gegen Mückenstiche mit Blasenbildung hilft. An den Beinen heilen die Mückenstiche gerade nicht so gut.
In einem kleinen Restaurant haben wir uns noch eine Portion Biryani und Curry mit Reis schmecken lassen. Für Abends haben wir wieder Samosas und Obst eingekauft.
