vollwietweg part II
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26.08.18 - 28.08.18 Sigiriya

Es war einmal ein sri lankischer Prinz, der vor über 1500 Jahren seinen Vater umbrachte, um König zu werden. Um sich danach selbst zu schützen, gründete er die neue Haupstadt von Sri Lanka und damit seinen Palast auf einem 180m hohen Stein, mit einer Fläche von 1,5 Hektar. Bereits nach 16 Jahren endete seine Amtszeit, da er sich selbst umbrachte und der Palast auf dem Stein wurde nicht mehr gebraucht, da die Hauptstadt verlegt wurde.

Dieser besagte Stein steht auch heute noch, fast mitten im Nichts und ist daher umso mehr beeindruckend. Den tollsten Blick darauf hat man von einem nahegelegen Stein, der sich nach einer etwas (für manche... Lea) schwierigen Kletteraktion besteigen lässt. Die blauen Flecken lohnen sich aber alle mal, der Ausblick war wirklich mega schön. 

Wir hatten uns also für zwei Nächte in dem kleinen Dörfchen Sigiriya in einem supernetten Homestay einquartiert. Nach langem hin und her überlegen entschieden wir uns am Tag nach der Kletterei auf den zweiten Stein, auch die eigentliche Sehenswürdigkeit zu besteigen, die ganze 25€ pro Person kosten sollte. 

Diesen Plan hatten außer uns aber auch noch ein paar andere an diesem Tag... So standen wir von Beginn an auf der Treppe im Stau und brauchten über eine Stunde bis wir zur ersten Plattform gelangten. Hier hieß es aber erstmal wieder warten, da die Wespen, die in riesen Nestern am Stein leben gerade sehr unruhig waren und ein Angriff erwartet wurde, wenn die Treppe weiter belegt bleiben würde.  Endlich auf dem Plateau angekommen, war es schon ziemlich erstaunlich wie ein Mensch auf die Idee kommt, sein Zuhause dort einzurichten. Auch wenn jetzt nur noch Ruinen stehen, die nach der Herrschaft des besagten Königs noch als Kloster genutzt wurden, lässt sich die Größe des Anwesens erahnen. Beeindruckend ist aber vor allem wieder der Ausblick. 

Nach dem wir es ohne Kontrollverlust gegenüber den vielen Dränglern wieder hinuntergeschafft hatten, waren wir froh in unserem Zimmer etwas Ruhe zu finden. Wir hätten uns gewünscht, ein paar weniger Menschen anzutreffen, auch wenn das bedeutet hätte,  dass wir mehr als 3 Stufen pro Minute gehen hätten müssen. Aber die emotionale Anstrenung der Menschenmasse war schlimmer, als die körperliche gewesen wäre.

Kommentare

Andreas
sehr sehr eindrücklich.... danke, dass wir die Bilder sehen können, ganz unangestrengt. … und dieser Ort ist irgendwie auch ein Zeichen dafür, dass Monarchen wohl weltweit immer wieder auch ziemlicher Huscher hatten.

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