Samstag, 11.1.2020

Freitag, 10.1.20, 22 Uhr

Es gibt Frühstück. Mein Körper fragt mich, ob ich spinne! Scheisse, es ist ja schon Samstag, 4 Uhr! Die sind ja in Vietnam 6 Stunden weiter. Mein Körper fragt jetzt, seit wann ich denn morgens um 4 Uhr frühstücke. Ich habe keine Ahnung.

Samstag, 11.1.2020, 6 Uhr Ortszeit, Mitternacht in Deutschland und bei mir. Ich sollte jetzt mal schlafen. Geht aber nicht. Sind gerade gelandet. Passkontrolle. Mehrere Schlangen. Unsere wird am längsten bestehen bleiben. Der junge Mann in der Uniform muss zwei Stempel in den Reisepass machen. Das strengt ihn doch sehr an! So, auch geschafft. Gepäck holen und raus zum Bus. Der Chamäleon-Mann war auch sofort da. Namen vergleichen. Aha, heute kommt zeitgleich eine zweite Chamäleon-Gruppe an. Deswegen stimmt die Namensliste nicht.

Und schon wieder spricht mein Körper zu mir. Aber mir gespaltener Zunge. Der Kopf sagt, es ist Winter. Zwar etwas zu warm für die Jahreszeit, aber trotzdem Winter. Der Rest von mir sagt: zieh die Jacke aus. Sofort! Es ist schwül und warm. 7 Uhr morgens.

Auf zum Hotel, Fahrzeit deutlich kürzer als angegeben. Es läuft. Ganz schön viele Motorroller unterwegs.

Frühstück im Hotel. Sehr schön. Auf Wunsch Nudelsuppe zum Frühstück. Okay! Ich bin ja modern und aufgeschlossen. Der Kaffee weckt Tote. Und unsere Gruppe. Es ist warm. Ach, ich habe ja auch immer noch die Kompressionsstrümpfe an. Weg damit.

Wir wollen zum See. Haben die an der Rezeption links rechts links gesagt? Oder rechts links rechts. Egal, wir gehen. Waren vorhin wirklich schon viele Motorroller unterwegs? Das konnnte man also noch sehr sehr deutlich steigern. In Hannover stehen neuerdings Elektroroller auf dem Bürgersteig. Es ist manchmal zum ärgern. Man kommt gefühlt kaum durch. Das ist in Hanoi ganz anders. Die Bürgersteige sind voll. Voll mit Rollern! Durchschlängeln? Vergiss es. Also auf die Straße. Mit Fussgängern, Fahrrädern, Rollern, Dreiräder, Autos, Busse. Und wir mittendrin. Deutsche Uhrzeit: 3 Uhr morgens. Was ist das wichtigste Teil am Roller oder Auto? Richtig, die Hupe. Was steht im Prospekt: beim überqueren der Straße die anderen Verkehrsteilnehmer NICHT angucken, gleichmäßiges Tempo, nicht stehenbleiben. Knapp hinter mir ein Roller, knapp vor mir ein Roller. Alles fließt. Der Schweiß auch. Alles ist gut.

Rund um den See. Verkehrsberuhigt. Schade! Erste Besichtigung. Ein Schrein auf einer kleinen Insel. Eintritt. 30.000 Dong. Ein Euro 20. Das wird noch eine schöne Umrechnerei. Es lebe die App auf dem Handy. Der Schrein ist sehr prunkvoll. Auch zum Wohle des Schutzheiligen der Ärzte. Passt. Von uns sechs sind drei Ärzte.

12 Uhr. Die Seerunde ist vorbei. Überall laufen die Vorbereitungen für das Neujahrsfest. Es ist immer noch warm. Und schwül. Schlaf? Fehlanzeige. Aber Durst. Die Buden scheinen weltweit alle Kindergartenhocker aufgekauft zu haben. Da kommen wir doch nie wieder hoch (in unserem Alter). Was soll's. Es ist warm usw. usw.. Also erstmal ein Bier. Ups, das knallt aber rein. Hoffentlich sind die Zimmer jetzt fertig. Ich bin es auf jeden Fall. Unser Hotel heisst übrigens La Siesta. Und die machen wir jetzt auch. In 5 Stunden wollen wir dann nochmal los.

Gegen 17 Uhr sind wir dann wieder unterwegs. Durch die Altstadt. Trubel ohne Ende. Gut das man die Motorroller hören kann, denn viele fahren ohne Licht. Jetzt noch etwas Essen, zwei Biere und einen Cocktail im Hotel. Good night, Vietnam. 

Kommentare

Reiseberichte, die dich auch interessieren könnten:

Sonntag, 19.1.2020

Über den berühmten Wolkenpass führt die Reise nach Hoi An, einst der größte Handelsplatz Südostasien...

Samstag, 18.1.2020

Mit einer Bootsfahrt geht es los. Über den Parfümfluss zur »Dame des Himmels«, ein buddhistisches Kl...

Freitag, 17.1.2020

Reisetag. Mit dem Schiff in drei Stunden zurück zum Hafen. Das Wetter macht den Abschied etwas leich...