Vier-Flüsse-Tour
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Stadt mit magischer Ausstrahlung

Veröffentlicht: 19.05.2024

Ausflug mit der Bahn nach Koblenz – einer der Höhepunkte unserer Tour. Die Wetterprognosen am Samstag Abend sahen alles andere als vielversprechend aus: Dauerregen über weite Teile des Tages. Aber wie sagt ein altes Sprichwort: Wenn Engel reisen, lacht der Himmel! Das würde heißen, dass der Himmel lacht, wenn Engel reisen – und der Himmel hat heute fast den ganzen Tag gelacht. Hier sollen nun keine weiteren Schlussfolgerungen gezogen werden. Wir dürfen uns einfach über einen erlebnisreichen, interessanten und informativen Tag in Koblenz freuen, einer wunderschönen Stadt mit einer Dank ihrer wechselvollen Geschichte fast magischen Ausstrahlung.

Pünktlich um 10 Uhr ging es los zu Fuß zum Bahnhof nach Nievern. Die Tour-Leitung hatte im Vorfeld die Karten besorgt und so konnte die 20-Minuten-Fahrt planmäßig starten. Wir stiegen im Stadt-Zentrum aus, und schon beim Schlendern durch die Altstadt war zu erkennen, dass die Menschen beim Wiederaufbau der Stadt nach dem 2. Weltkrieg ganze Arbeit geleistet haben. „Koblenz war aus strategischer Sicht schon immer ein besonderer Standpunkt und daher militärisch von Bedeutung“, erklärte Heinz-Peter die Tatsache, dass die Stadt von den Alliierten vollständig zerstört wurde.

Trotzdem gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, so wie Das Deutsche Eck, auf dem seit 1993 eine Rekonstruktion des ehemaligen Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm I. mit einem Genius prangt, das alleine 14 Meter hoch ist und das Jahr für Jahr zwei Millionen Besucher anzieht. Vielleicht auch, weil hier Mosel und Rhein zusammen fließen. Eindrucksvoll zu erkennen war, wie sich das braune, reißende Wasser der Hochwasser führenden Mosel vom ruhigen Grau-Blau des Rheins abzeichnete. Dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel verdankt Koblenz auch seinen Namen – aus „Castellum apud Confluentes“, lateinisch für „das Kastell bei den Zusammenfließenden“ wurde im Laufe der Zeit der heutige Name Koblenz.

Mit der Seilbahn ging es danach hinauf zur Festung Ehrenbreitstein hoch oben auf dem Felssporn. Die Anlage ist riesig und bietet einen tollen Ausblick auf die Stadt Koblenz zu ihren Füßen. Ein preußischer Oberfeuerwerker des Jahres 1900 erklärte bei einem Gang durch die Festung Situation und Lebensumstände der Besatzung vor über 120 Jahren und ihre Bewaffnung. Er zeigte auch, wie eine Vorderlader-Waffe bedient wurde und gab sogar einen Schuss ab, was aber durch den Regenfall, der mittlerweile eingesetzt hatte, ein klein wenig unterging.

Nichtsdestotrotz: Der gut achtstündige, anstrengende Ausflug in diese allein durch ihre Geschichte herausragende Stadt mit ihren vielen großen und kleinen Kostbarkeiten war alle Mühen wert. 

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