Start Richtung polnische Ostsee
Nachdem wir den Donnerstag genutzt hatten, um uns auf unseren Urlaub vorzubereiten, war es am Freitag nun Zeit zum Start. Die Vorbereitungen im Wohnmobil waren alle abgeschlossen...


Veröffentlicht: 25.09.2025
Am Samstagmorgen war Sebb schon gegen 8 Uhr wach und versuchte im Ort einen Bäcker zu finden. Leider ohne Erfolg. So kehrte er nach einer halben Stunde Spaziergang ohne Brötchen zum Wohnmobil zurück. Es würde wohl heute Brötchen aus der Reserve geben.
Danach ging es nach Stettin (Szczecin).
Die Stadt kurz hinter der Grenze hatte in ihrer wechselhaften Geschichte schon viele Nationen erlebt und hielt als Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern für Studenten und Touristen einiges bereit.
Wir entschieden uns den „roten Weg“ zu gehen, dieser wurde anlässlich der 750-Jahrfeier der Verleihung der Stadtrechte angelegt und umfasste über 40 historische Punkte und Sehenswürdigkeiten. Den Parkplatz hatten wir so gewählt, dass wir direkt am roten Weg standen. 3,5 Std. sollten eigentlich reichen, also buchten wir unser Parkticket für diese Zeit. In Stettin musste man dazu am Parkautomaten das Nummernschild des Fahrzeugs eingeben und dann bezahlen. Dieses Detail würde später noch interessant werden.
In der Touriinfo besorgten wir uns eine Stadtkarte, um zu den Sehenswürdigkeiten noch Erklärungen zu haben.
Stettin war natürlich sehr sehenswert, historisch, hübsch und es gab viel zu sehen.
Als wir nach über drei Stunden zu Gary zurückkamen, erwartete uns allerdings eine unangenehme Überraschung. Wir hatten einen Strafzettel am Scheibenwischer…Aber warum?
Leider war unser Polnisch nicht gut genug, um den Zettel im Detail zu übersetzen, wir hätten wohl keine Parkgebühren bezahlt, … nun steckte der Strafzettel aber direkt an der Stelle, wo hinter der Windschutzscheibe der Bon aus dem Automaten lag, was war also das Problem? War Gary zu lang? Hatten wir zu Unrecht, im Fischgrätenmuster, mit einem Vorderrad auf dem Gehweg geparkt, um nicht mit dem Heck auf die Straße zu ragen oder lag es daran, dass Sebb bei der Eingabe des Nummernschildes das finale H für Garys „historisches Fahrzeug“ vergessen hatte?
Wir wussten es nicht und bevor es Stress gab, bezahlten wir die 200 Zloty, was direkt am Parkautomaten mit Karte möglich war. Hier war man anscheinend darauf eingestellt, dass man Strafzettel erhielt.
Im Anschluss fuhren wir noch einmal eine Stunde nach Wolin an den nördlichen Teil des Stettiner Haffs. Ines hatte einen sehr schönen Stellplatz an einer Marina ausgemacht, mit Ver- und Entsorgungsstation. Es erwartete uns ein super freundlicher Hafenmeister und eine toller Stellplatz mit Blick nach Süden auf das Binnenmeer.
