Berlengas
Kilometerstand: unverändert Heute wurden wir vom Geräusch der Regentropfen auf dem Autodach geweckt. Beim Frühstück berieten wir, was wir


Veröffentlicht: 30.09.2026
Kilometerstand: 161553
Heute ging es weiter Richtung Lissabon. Nach drei Nächten in Peniche war die Toilettenkassette voll und wir hatten auch wirklich alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten.
Auf der Landstraße war es so windig, dass wir an einigen Stellen noch langsamer fuhren, als ohnehin schon. Gary war mit seinen 2,8 Metern Höhe eben auch anfällig für böigen Seitenwind und so zuckelten wir auf den schmalen, gewundenen Straßen dahin.
Bei einem großen Supermarkt mit günstiger Tankstelle hielten wir kurz und tankten Gary mit ,Diesel aditivo‘ also Diesel PLUS auf. Wir hatten das zuletzt probiert und zumindest das Gefühl, dass er damit etwas mehr Kraft hatte als mit normalem. An dieser Tankstelle lagen wir so immer noch zehn Cent unter dem Normalpreis.
Nach etwa einer Stunde erreichten wir unseren Stellplatz, der heute wieder direkt hinter der Düne am Meer lag. Hier mündete auch der Rio Sizandro in den Atlantik ohne jedoch tatsächlich mit diesem in Kontakt zu kommen. Das Wasser des Flusses sickerte einfach auf der Landseite in die Düne und verschwand.
Unser Strandspaziergang wurde beim aktuellen Wind zum Sandstrahlen, denn es kamen immer wieder Böen, welche die feinen Körner mit solcher Wucht durch die Luft trieben, dass es schmerzte. Die Sonnenbrillen dienten uns nun zeitweilig als Schutzbrillen einer ganz anderen Art.
Um 19.30 Uhr kam laut und beständig hupend ein weißer Kastenwagen durch die Straße gefegt, hielt erst auf der zentralen Kreuzung des Ortes und dann direkt am Stellplatz. Der Brot- und Brötchenservice hatte heute Abend nur noch eine eingeschränkte Auswahl, aber ein Weißbrot und eine Biskuitrolle für uns waren noch dabei.
Den Sonnenuntergang über dem Meer konnten wir heute nur mittelbar erleben, zwar war der Himmel wieder in den leuchtendsten Farben erhellt und die Wolken boten beeindruckende Formen, aber von der Sonne selbst sahen wir nichts mehr.
