Tarifa
Kilometerstand: 162711 Heute ging es weiter nach Tarifa, dem südlichsten Ort des europäischen Festlands. Kurz vor unserem Ziel fanden wir einen Parkplatz am Strand und legten...


Veröffentlicht: 27.10.2026
Kilometerstand: 162756
Obwohl der Name der Stadt etwas sperrig wirkte, war sie das Ziel unseres heutigen Tages.
Unsere Fahrt begann mit einem ordentlichen Stück bergan, auf acht Kilometern sollte Gary knapp 300 Höhenmeter erklimmen, dass er so etwas nicht mochte, hatten wir ja schon im Norden des Landes gelernt aber es gab leider keine Alternativroute mit weniger Bergen. Wir zuckelten also im schön gemächlichen Tempo die Berge hinauf. Als wir den Aussichtspunkt Mirador del Estrecho erreichten, war die Motortemperatur im dunkelgelben Bereich und die Öldruckleuchte begann zu glimmen, aber wir waren nicht übergekocht. Wir legten eine Pause ein, weil die Aussicht hier oben einfach umwerfend war und machten reichlich Fotos von der Straße von Gibraltar. Da unser Frühstück heute Morgen sehr klein ausgefallen war, bestellten wir in der Cafeteria vor Ort ein Bocadillo - also ein belegtes Baguette - und einen Kaffee, setzten uns auf die Terrasse und gaben Gary noch ein paar Minuten, um abzukühlen.
Dann ging es weiter, nun meist bergab, nach La Línea de La Concepción. Die Stadt zog sich praktisch entlang der 1,2 Grenzkilometer von Gibtaltar und war auch genau so, also als Grenzstadt, erst im 18. Jahrhundert entstanden.
Während unserer Fahrt blickten wir praktisch permanent auf den beeindruckenden, wolkenverhangenen Rock of Gibraltar mit der Levante-Wolke. Die typische Wolkenformation entstand durch feuchte Luftmassen vom Mittelmeer, die vom Levante(Ost-)Wind auf den Berg aufgeschoben und von diesem in höhere Luftschichten gezwungen wurden. Die in der Höhe niedrigere Temperatur lag dann aber unter dem Taupunkt der Luftmasse und die Feuchtigkeit kondensierte zu Wolkentröpfchen. (100 % Physik)
Wir hatten heute einen sehr kleinen und gemütlicher Campingplatz herausgesucht. Als wir dort eintrafen war tatsächlich alles super gut gepflegt, nur die Umgebung war im Vergleich dazu ziemlich verwahrlost.
Wir legten eine Siesta ein, bevor wir am Nachmittag unsere Sachen packten, um ans Meer baden zu gehen. Nun eben ans Mittelmeer.
Am Abend fassten wir den Plan, dass wir morgen testen würden, ob man für die Einreise in das Britische Überseegebiet Gibraltar tatsächlich keinen Reisepass benötigte und nur mit Personalausweis einreisen konnte.
Zum Abend wollten wir essen gehen, wir hatten mit der großen Suchmaschine zwei Restaurants herausgesucht, die nicht direkt im Stadtzentrum lagen und nach einheimischer Küche klangen. Der Weg führte uns durch dunkle Gassen und später auf der Landstraße entlang. Als dann das erste geschlossen war und das zweite gar nicht mehr existierte, nahmen wir uns ein Taxi zurück zum Campingplatz und machten kaltes Abendessen aus Dosenfisch, Oliven, Käse, Salami und iberischem Schinken. Sehr, sehr lecker!
