sicher ist sicher
Am siebzehnten wollten wir nach Leba. Wenn wir es bis vierzehn Uhr schafften, könnten wir noch am gleichen Tag auf die Lontzkedüne, einer der größten Wanderdünen Europas. Die...


Veröffentlicht: 25.10.2025
Es war Zeit für eine große Wanderung, es sollte es auf die Lontzkedüne (Wydma Łącka) gehen.
Auf dem gut ausgeschilderten Hinweg ging es durch den Wald des Slowinzischen Nationalparks (Słowiński Park Narodowy). Die Strecke zog sich über gut sieben Kilometer vom Campingplatz bis zur Wanderdüne. Auf dem Rückweg wollten wir wieder am Strand entlang gehen.
Als wir nach gut zwei Stunden Wanderung durch den beständigen Nieselregen, vor welchem der Wald nur minimal schützte, aus dem Wald traten, erhob sich direkt vor uns ein riesiger Sandberg. Es war beeindruckend. Die Wanderdüne erstreckte sich nicht nur in unerwarteter Höhe, sondern sie bedeckte die gesamte Breite des schmalen Landstreifens zwischen Lebasee und Ostsee und reichte kilometerweit in die Länge.
Wir erklommen den Kamm der Düne ohne große Mühe, da der feuchte Sand uns deutlich besser trug, als trockener es getan hätte. Der Ausblick war schön und reichte weit, aber es war zugig und natürlich nieselte es wieder. Wir hatten gehofft hier eine kleine Einkehr oder wenigstens einen Imbiss zu finden, aber daraus wurde nichts. Am Fuß der Düne gab es nur ein Kassenhäuschen der Elektrobusse, welche die Fußlahmen wieder zum Eingang des Nationalparks zurückbrachten.
Wir blieben bei unserem Entschluss und wanderten am Strand zurück. Es wurden erneut zwei Stunden Fußmarsch, aber dieses Mal mit Rückenwind.
