Wolin am Stettiner Haff
Für Sonntag hatten wir uns überlegt nicht zu fahren, sondern den Tag an einem Ort zu verbringen. Schließlich war Feiertag, Wochenende und natürlich Sebbs Geburtstag. In der Nähe...


Veröffentlicht: 25.10.2025
Heute sollte es endlich ans offene Meer gehen. Ein Campingplatz kurz hinter der Düne war das Ziel. Leider verpassten wir die Abzweigung des geplanten Platzes und suchten uns kurzerhand einen neuen. Eine unglückliche Entscheidung, wie sich wenig später zeigen sollte. Wir hatten uns einen einfachen, privaten Platz ausgesucht, jemand vermietete einfach die Wiese hinter dem Haus und einen Zugang zu Sanitäranlagen für schmales Geld. So weit, so gut.
Als wir ankamen, war der Vermieter nicht da, aber ein anderer Gast gab uns die Telefonnummer. Wir riefen an und der Vermieter meinte er sei noch einkaufen, aber in fünfzehn Minuten wieder da. Wir ahnten nichts Böses und suchten uns schon einmal einen schönen Platz auf der Wiese…wir versuchten es zumindest, denn nach kaum einhundert Metern steckte Gary plötzlich fest. Ja, es hatte etwas geregnet, aber doch nicht so, dass der ganze Boden aufgeweicht sein konnte, oder doch? Wir versuchten wieder frei zu kommen, langsam, vorwärts, rückwärts, herausschaukeln, es wurde einfach nichts. Als der Besitzer kam, steckte Gary vorn fast bis zur Ölwanne im Schlamm und auch die Hinterräder waren zu gut 10 cm in die weiche Wiese gesunken. Ein Schlammassel der ganz tiefen Art. Es dauerte zwei Stunden mit Abschleppseil, Spaten, Holzbohlen, Wagenheber und diversen weiteren Werkzeugen, bis Gary endlich wieder frei war.
Am Ende waren alle unzufrieden. Wir waren unglücklich, weil Gary aussah, wie er nach dem Schlammbad nun aussah und der Wiesen-Besitzer war unglücklich, weil er seine Wiese umgepflügt bekommen und dann auch noch das Auto hatte ausgraben müssen. Wir einigten uns darauf, das Experiment nicht zu wiederholen und setzten unsere Fahrt fort, bis nach Mielno.
Hier gab es dann den ersehnten Stellplatz, mit allem was dazu gehörte.
Zum Abendessen ging es zum Fischerei-Strand, wo es frischen OstseeHering für Ines und Fischkotelett für Sebb gab.
