Mumbai nach Port Blair
Mumbai nach Port Blair Von der nahen Hauptstraße war noch nichts zu hören, ist auch verständlich, selbst in Indien wird das ewige Band aus Autos, Rikschas, Motorrädern, Busen...


Veröffentlicht: 13.03.2024

















4.30 Uhr, warum nur wieder soooo früh? Ganz klar, weitere Fähren später hätten auf jeden Fall ein größeres Loch ihn den Geldbeutel gegraben. Also raus aus dem Bett, Rucksack aufgesattelt und los. 5 Uhr fand ich mich unten an der Großen Hauptstraße wieder und es war ja klar, wie Kloßbrühe. Die Riksha’s welche einen tagsüber ununterbrochen mit ihren Diensten ständig hupend umsudeldelten, fand man jetzt... zu null.
Das sind mir immer die schönsten Momente, so wie in dem Fall jetzt, die Fähre ist 8 km entfernt und soll in einer Stunde ablegen, aber es ist keiner zu finden, welcher mich dort hinbringt. Ich lief einfach mal los und hörte gute 5 Minuten später das typische Knattern hinter mir Näher kommen. Der Augenblick, wo man aufatmet. Die Straßen waren wie immer leer um die Zeit. So stand ich gute 15 Minuten später am „Hatto“ Fähranleger.
Die Fähre
Der Check-in verlief wie am Flughafen, mit Passkontrolle und dem ganzen Lari Fari. Die gut klimatisierte und sterile Fähre legte auf die Minute um 6.30 Uhr ab. Ich hatte ohne es zu wissen einen Platz in der Luxusklasse gebucht, somit musste ich die 120 Minuten der Überfahrt im kleineren oberen Deck sitzen. Hier war auch das obligatorische Fernsehgerät samt Musikanlage kleiner, als im unteren Deck. Die Blödel Werbung im Wechsel mit indischer Tanz, Popmusik durchdrang mich jedoch genauso. Ich schirmte den größten Teil der Fahrt mit meinen Kopfhörern ab. Als ich diese jedoch zum Ende der Fahrt hin abnahm, glaubte ich zu träumen und wähnte mich auf einem großen Rummelplatz. Die Bassvolle Musik vom Unterdeck leistete nun alle Kraft, die Musik hier oben zu übertönen. Großes Hubabuba, Hallo Indien.
Ankommen
Eine Riksha brachte mich indessen angekommen auf „Havelock Island“ zu meiner Unterkunft für meine Zeit hier auf der Insel. Dort kam ich um 9 Uhr an und konnte sogleich meinen tollen Bungalow direkt 20 m entfernt vom Strand beziehen. Wer hier her reist, sollte kulturell gar nichts erwarten, es geht hauptsächlich ums Entspannen, gut Essen und bestenfalls die Insel zu Fuß zu erkunden.
Die Insel Havelock - Swaraj Dweep
Das Gute, die Insel ist sehr übersichtlich. Die Hälfte ist besiedelt, die andere Hälfte noch und bleibt die Hoffnung, dass es so bleibt, unberührter Wald. Das Meer ringsherum ist von Riffen gesäumt und es gibt 3 größere nennenswerte Strände. Der berühmteste ist der „Elefant Beach“ welchen man nur zu Fuß oder per Boot erreicht. Ein Spaziergang entlang eines Waldweges ca. 30 Minuten. Dann ist für 10 Minuten die Idylle vorbei, steht man ungeahnt auf einmal mitten in Disney Land. Die indischen Touristen kommen mit dem Boot hier her und genießen das absolut verstörende Wasser, Spaß über Angebot. Auf 200 m ist halligalli. Fressbuden, Wassersport und Menschen ohne Ende. Nach 200 m, wie gesagt, ist der Spuk vorbei und man direkt wieder den Weg ins Paradies! 3 km langer Strand und Menschen leer.
Der Schönste Strand ist der Traumstand „Radhanagar“ Beach weitläufig, endlos, und wenn man die Touristetraube passiert hat, absolute Idylle und wirklich perfekt zum Schwimmen auch bei Ebbe. Der „Kala Pathar Beach“ sei noch zu erwähnen, bezüglich seiner unglaublich Hellblauen Wasserfarben, ist dies wirklich ein schönes Geschenk der Natur. Nicht so schön hier, die Müllberge!
Fakten
Westliche Touristen machen hier geschätzt nur 10 Prozent aus, die anderen 90 Prozent sind vom indischen Festland. Die kommen aber nur für 2 Tage, machen ihre Honeymoon Posing Bilder am Strand und verschwinden wieder.
Der Bungalow
Ich möchte hier nochmal auf meinen schönen Bungalow zurückkommen, ich könnte wetten, dass ich den schönsten in der kleinen Anlage hatte. Lustig in der Nacht hörte man förmlich, wie er Stück für Stück von Insekten im Holz aufgegessen wird.
Nicht so lustig, wenn man mal wieder vergessen hat, die Bananen und Kekse aufzuräumen. Hört man es doch im Dunkel nur rascheln, sobald man das Licht einschaltet, eine große Maus oder kleine Ratte (mir ziemlich egal) mit einem Keks im Maul flüchten sieht. Da zählt noch Mensch und Natur. Großes Schauspiel, kleiner Schaden.
Namaste
