Italien im Frühling Teil 6.2 Ravello
Besuch in Ravello und in der Villa Rufolfo
Veröffentlicht: 04.05.2026




















An zwei Tagen habe ich mich Positano und Amalfi angeschaut. Ich bin mit der Fähre von Salerno angereist und mit dem Bus zurück. Positano hat laut Google 3.678 Einwohner*innen. Als "Perle der Amalfiküste" bekannt, wird sie jedoch so von Tourist*innen überschwemmt, dass mir eigentlich die Lust an der Besichtigung vergangen ist. Will gar nicht denken, wie es hier in Juli und August aussieht. Aber auch viele Wanderer*innen finden hierher den Weg, da am "Pfad der Götter" von Positano in andere Orte der Amalfiküste gewandert werden kann.
Jetzt wo ich beide Orte gesehen habe, kann ich für meinen Teil behaupten, dass Amalfi gleich schön, dafür aber weniger überlaufen und viel charmanter ist. In Positano konnte ich von den Tourist*innensströmen gar nicht weg - außer ich bin in einer der vielen Galerien gefüchtet. Gefühlt tausende Menschen saßen, standen und liefen in den engen Gassen herum, fotografierten sich selbst und andere. Die üblichen posierenden Mädchen mit Kussmund gab es hier im Überfluss. Nichts für mich.
Am nächsten Tag, am Tag der Befreiung von den Nazis, bzw. vom faschistischen Regime, am 25. April, bin ich dann mit schweren Vorahnungen nach Amalfi gefahren. Aber, welche Überraschung, bereits nach wenigen Schritten in die Stadt hinein konnte ich die Tourist*innen hinter mich lassen und die Stadt fast allein entdecken. Die Stadt ist voll von netten Details, hier leben auch tatsächliche Menschen, denen man in den engen Gassen begegnet. Ich habe in einer kleinen Osteria gegrillten Fisch bestellt, zur Begeisterung des Kellners, der offenbar ein bisschen frustriert über die üblichen Bestellungen gewesen ist. Im übrigen treffe ich beim Essen gehen immer wieder hochgezogene Augenbrauen, wenn ich einen Tisch für eine Person bestelle. Aber dann tritt eine Art Fürsorglichkeit an deren Stelle und die, vor allem älteren Kellner kümmern sich liebevollst um mich und meine Wünsche. Sie klopfen mich auf die Schulter, wenn ich ihre Meinung nach eine gute Wahl getroffen habe. Sie kommen immer wieder vorbei und flüstern mir nette Sachen zu. Auch wenn das Restaurant noch so überlaufen ist; Sie bleiben sitzen Signora und genießen den Wein, oder was auch immer. Einige, zum Beispiel auch dieser in Amalfi geben mir die Hand und sagen so Sachen wie, so nett Sie kennenzulernen. Ich glaube, sie nehmen an, ich bin gerade Witwe oder gerade geschieden oder so, weil es ist fast jeden Tag so. Lustig jedenfalls.
Das Zitronenpaar hat bereitwillig für die Kamera posiert, auch als ich gesagt habe, dass ich das Foto für meinen Blog verwenden möchte. Sie haben sich über das Interesse gefreut. Man beachte bitte auch ihre passende Schuhwahl. Grandios!
