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Tainan in two days and two most rewarding museums

Veröffentlicht: 08.05.2026

Museum
National Museum of Taiwan History
Tainan, Taiwan
Museum
National Museum of Taiwan Literature
Tainan, Taiwan
Museum
Kaohsiung Museum of History
Kaohsiung, Taiwan
Sehenswert
Kaohsiung
Kaohsiung, Taiwan
Sehenswert
Tainan
Tainan, Taiwan

Es geht dahin. Jetzt bin ich schon den zweiten Tag in Koahsiung (ex Takao) und habe noch Tainan (ex Zeeland) im Hinterkopf. Schreibschuld. Es ist 7:55 AM, die beste Zeit, mit Warmgetränk aus dem 3in1-Sackerl, UCC Coffee Mix. "Rich Aroma & Strong taste by classic Japanese proportion, enjoy the great coffee time." Wasser aus dem Automaten in der Lobby. Hot - Warm - Cold. Könnte heißer sein, wenn ich an Festlandchina denke ...

An Festlandchina denke ich hier natürlich oft, vergleichweise und vergleichsdienlich. Tainan auf Taiwan, das ist in etwa Guangzhou (Kanton) in Festlandchina, und Kaohsiung in etwa Shanghai. Vom baulichen Gesamteindruck (davon später), geschichtlich nicht.

Also, Tainan geht auf eine niederländische Kolonialfestung (Zeeland) zurück, errichtet im 17. Jahrhundert, bald umkämpft (Spanier!) und schließlich zur Zeit eines namens Koxinga unter die Festlanddynastie der Qing gekommen, wie man so sagt. Das habe ich aus dem National Museum of Taiwan History, wo ich mit Viertklasslern oder Vierzehnjährigen (in etwa, aber bei Chines:innen verlässt man sich besser nicht auf das europäisches Auge) am späten Vormittag eingetroffen bin, und aus dem ich um 17 Uhr hinausgebeten wurde (meine Armbanduhr zeigte 15:07 Uhr, die Krone war aus der Verankerung geraten). 

Aus dieser Zeit von der Mitte 17. Jhs. bis ins späte 19. Jh. stammt auch die vorherrschende ethnische Zusammensetzung: autochthone Stämme, erste Fremdarbeiter (nur Männer?) aus Holländisch-Polynesien, dann die vielen Immigrant:innen aus Festlandchina (immer als Han-Leute bezeichnet, obwohl das wohl auch ethnisch unterschiedliche Menschen waren). Dazu kamen Ende des 19. Jahrhunderts Japaner:innen als Kolonialmachtmenschen. Und ab Mitte des 20. Jahrhunderts die Flüchtlinge vor dem Kommunismus aus Festlandchina, Vietnam, Korea.

Was das sprachlich bedeutet habe ich im National Museum of Taiwan Literature gelernt. Hakkan > Chinesisch > Japanisch > Mandarin, wobei die beiden letzten Etappen durch das obrigkeitlich organisierte Bildungswesen ab Anfang des 20. Jhs. ausgerollt wurden. Wandtafeln, Faksimlie, Originale, das macht drei Stunden. Dabei wollte ich zunächst ins Kunstmuseum, habe mich aber unterwegs durch den markanten Bau des Literaturmuseums (ex japanischer Gouverneurssitz usw.) und die Hobbymaler:innen im Kreisverkehrpark ablenken lassen.

Kunst, das hole ich heute nach, und Geschichte natürlich. Damit habe ich schon gestern im Kaohsiung Museum of History begonnen, und heute geht's weiter.


Auf einen Blick

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Dauer
2 Tage
Begleitung
Allein
Kulturell
  • National Museum of Taiwan History
  • National Museum of Taiwan Literature
  • Kaohsiung Museum of History
UCC Coffee Mix
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