Anaa - Südsee at its best
Nachdem wir gestern wegen der Einreise- und Zollkontrolle schon an Anaa vorbeigefahren sind, sind wir heute nun im Atoll Anaa angekommen. Das Dorf Tuuhora auf Anaa hat rund 350...


Veröffentlicht: 06.04.2025



























Heute morgen sind wir planmässig in Papeʻete für unseren dreitätigen Aufenthalt angekommen. Es wird Papeʻete mit ʻ-Zeichen geschrieben, da die polynesischen Sprachen alle Vokale aussprechen. Also auch zwei "e" nacheinander. Die Insel ist sehr grün, heiss und feucht. Vergleicht man Papeʻete nur schon auf Bildern vor 30 Jahren, dann ist die Stadt heute enorm gewachsen. Sie zählt etwa 27'000 Einwohnende und hat eine Agglomeration. Sie zieht sich heute vom Meer her die Berghänge hoch und hat viel Verkehr. Es sind tatsächlich Berge. Der höchste Berg, der Mount Orohena, erreicht immerhin 2'241m.
Im Zentrum hat es einen grossen Markt, der frühmorgens öffnet und nach dem Mittag schliesst. Ausserdem hat es viele Geschäfte, Parks, Kirchen, Museen und Regierungsgebäude. Gerade an diesem Wochenende findet ein Kulturfestival mit vielen Bühnen, Bands und Darbietungen statt.
Die Stadt hat spürbar französisches Flair. Das viele Grün, die vielen Fassaden-Malereien und -Installationen, Kunstwerke usw. machen die Stadt interessant. Aber es gibt auch Armut. Die Arbeitslosigkeit liegt offenbar über 20% und es gibt sehr viele, sichtbare Obdachlose. Sie hängen in den Grünflächen herum und schlafen dort oder in Geschäftsstrassen in Hängematten. Ausserdem hat es auch, wie auf allen Südsee-Inseln, überall viele, freilaufende Hunde und Hühner.
Wir haben heute unseren ersten Ausflug gemacht und haben den Osten der Insel angesehen. Dabei haben wir das Wohnhaus von James Normann besucht. Er war ein amerikanischer Erfolgsautor, dessen Bücher zum Teil verfilmt worden sind und Oscars gewonnen haben. Er hat unter anderem die Trilogie über die Meuterei auf der Bounty geschrieben. Nach Tahiti ist er gekommen, um ein paar Reiseführer zu schreiben. Er hat aber dort seine Fraue und seine Heimat gefunden. Deshalb ist er nicht mehr weggezogen.
Neben Wasserfällen und Aussichtspunkten, sind wir in einen Strandpark in dem die Einheimischen picknicken und baden. Alles südseemässig pitoresk. Morgen machen wir einen ganztägigen Ausflug und sehen uns den Rest der Insel an.
Im Hafen neben uns lagen noch zwei interessante Schiffe. Das eine Schiff war die Aranui 5. Das ist ein Versorgungsschiff für Südseeinseln, dass auch Passagiere mitnimmt und so auch ganz kleine Inseln anläuft. Dies war eine mögliche Alternative. Allerdings muss man etwa drei Jahre im voraus buchen. Das andere ist die Octopus. Paul Allen, neben Bill Gates der verstorbene Mitgründer von Microsoft, liess es bauen. Es hat 13 Kabinen, ein U-Boot für 8 Personen, ein Tiefseetauchroboter, einen Hangar für zwei Helis und verschiedene kleinere Boote an Bord. Es wurde auch für Rettungsmissionen und zur Tiefseeerforschung eingesetzt. Heute kann man es für rund zwei Millionen pro Woche mieten.
