Alotau, Papua-Neuguinea
Heute sind wir in Alotau, Papua-Neuguinea, angekommen. Alotau liegt ganz im Osten Papua-Neuguineas in einer Bucht. Die Stadt hat rund 13'000 Einwohnende und ist...


Veröffentlicht: 28.04.2025


































































Heute waren wir auf den sogenannten Conflict Inseln oder Conflict Gruppe. Sie heissen so, weil die ersten Europäer, welche die Inseln gesehen haben, auf dem Schiff HMS Conflict gefahren sind. Es hat also nichts mit Konflikten zu tun. Trotzdem sind sie speziell. Zum einen ist es ein Atoll, das 9 km breite und 21 km lang ist. Die umschlossene Lagune ist mit bis zu 30m vergleichsweise tief. Insgesamt handelt es sich um 17 Mini-Inseln, die nur wenige Meter aus dem Meer ragen und mit kleinen Wäldern bedeckt sind. Sie gehören zu Papua-Neuguinea.
Ursprünglich wollten Investoren die Inseln in Südseeressorts, wie etwa viele Inseln der Malediven oder Bora Bora, verwandeln. Die Inseln haben dann mehrfach die Hand gewechselt. Mit der Selbständigkeit von Papua-Neuguinea wurden diese Pläne aber mehrfach durchkreuzt. Heute sind sie ein Naturreservat, das sich der Erhaltung des Atolls verschrieben hat. Das Atoll ist insbesondere gefährdet durch die Erosion, Korallenbleiche und Plastikabfälle im Meer. Ganz spezifisch erfolgen Massnahmen zur Erhaltung der Schildkröten und der Korallenriffe (https://www.cici.org.au/). Besuche von Kreuzfahrtschiffen generieren einen Teil der Mittel für diesen Schutz.
Wir haben bei der Insel Panasesa angelegt. Hier sind auch die Hauptaktivitäten der Schutz-Stiftung angesiedelt. So die Schildkrötenstation, der Empfang der Schiffe und die Wohnungen für die Angestellten. Es gibt sogar eine Piste für kleine Flugzeuge.
Maria und Tommy haben verschiedene Sachen gemacht. Tommy ist am Morgen zuerst rund um die Insel gelaufen. Zum Teil musste er dafür durch unwegsamen Wald laufen. Dabei hat er verschiedene Vögel gesehen, die aber oft gegen das Licht im Blätterdach nicht zu fotografieren waren. Ebenso eine grosse Echse, von der er nur noch die Spuren fotografieren konnte. Danach hat er ein Kajak gemietet und ist ein paar Stunden entlang des Korallenriffs gepaddelt und hat viele Fotos gemacht. Am Nachmittag ist er dann nochmals mit einer Tour Schnorcheln gegangen und hat nochmals Unterwasser-Fotos vom gemacht.
Maria hat sich am Morgen die Schildkröten-Station angesehen. Dort wurde gezeigt, wie sie die Nester überwachen und schwache Schildkröten in einer speziellen Station sicher aufziehen, bis sie ins Meer gelassen werden. Unter den jungen Schildkröten hat es unter anderem weisse Schildkröten, offenbar keine Albinos, sondern eine normale genetische Variation. Daneben Schildkröten mit nicht vollständigen Panzern oder fehlenden Gliedmassen. Die grösste Bedrohung ist nicht mehr der Mensch, da die lokale Bevölkerung es vorzieht, hier einen dauernden Erwerb zu haben und die Schildkröten zu schützen, als diese zu essen oder zu verkaufen. Das Problem ist heute der Plastikabfall, den Schildkröten essen, nicht verdauen können dann mit vollem Magen verhungern. Neben der Besichtigung der Schildkröten-Station konnte Maria noch beim Anknüpfen von Korallen an Seilen Hand anlegen. Mit diesen sollen Korallenriffe wiederbelebt werden. Am Nachmittag ist Maria dann noch mit einem Glasbodenboot in der Lagune zu den schönen Ecken der Lagune gefahren.
