Überfahrt Kōchi - Shimuzu, 28. März 2026
Endlich ein Seetag an dem wir interessante Vorträge hatten, die nächsten Tage vorbereiten konnten und uns erholen konnten. Es gab auch wieder den Galley-Market, den Thunfisch...


Veröffentlicht: 29.03.2026

























Heute sind wir in Shimizu, Fuji-City ist eine Nachbarstadt. Auch von hier aus kann man eigentlich fast überall den Mount Fuji sehen. Da es am Vormittag noch etwas diesig war, sind wir zuerst mit der Bahn in das Stadtzentrum gefahren. Shimizu ist mit 30'000 Einwohnenden eine kleine Stadt. Das ÖV-Angebot ist daher eher bescheiden. Es hat hier wenig Hochhäuser und sonst die typischen Wohnquartiere, mehrheitlich mit den kleinen Häusern. Das heisst, vielleicht 100m2 Grundfläche, darauf das Haus, ein Parkplatz und wenn möglich noch etwas Garten mit Blumen. Und wie wir eigentlich bisher überall gesehen haben: Auch scheinbare Reihenhäuser haben einen kleinen Abstand, manchmal vielleicht nur 20cm, zum nächsten Haus. Sie sind also freistehend.
Im Stadtzentrum haben wir den Sumpu Castle Park besucht. Hier stand ein Schloss, dessen erste Version im 14. Jh. gebaut worden ist. Der lokale Fürst wurde aber 1560 in einer Schlacht besiegt und die neuen Herrscher bauten 1585 ein neues Schloss. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Schloss mehrfach zerstört und niedergebrannt. 1896 hat die japanische Armee das Schloss zu einem Militärstützpunkt umgebaut und 1949 wurde dieser Stützpunkt komplett abgebaut. In den Jahren 1989 und 1996 gab es die ersten Restaurierungen, neue Ausgrabungen und weitere Rekonstruktionen sind in Planung. Jetzt ist es zur Hauptsache ein schöner Park, mit schönen, blühenden Kirschbäumen in dem der anstehende Höhepunkt der Kirschblüte gefeiert wird.
Nach dem Schloss-Park ist der Himmel zunehmend klar und blau geworden und wir wollten zu einem schönen Aussichtspunkt. Hier hat unsere ÖV-Kompetenz zum ersten Mal versagt. Schon der erste Bus, den wir nehmen wollten hat nicht geklappt. Die Zeitangaben von Google Map stimmten nicht, die Zeitangaben an der Haltestelle stimmten nicht (ja, wir wussten, dass es Sonntag war), es gab keine Bus-Nummern mit arabischen Zahlen usw. So sind wir irgendwann bei einer Bus-Haltestelle auf einer vielbefahrenen Strasse gelandet und dann haben wir halt ein Taxi angehalten, das uns dann auf einem schönen Berg zur Aussichtsterrasse gefahren hat. Natürlich wurde zwischenzeitlich die Sicht nicht besser, sondern schlechter und vom Fuji war nichts zu sehen. Nur mit etwas verbessertem Kontrast und Objektverbesserungen, wurde der Fuji auf dem Titelbild sichtbar ;).
Bei der Seilbahn neben der Aussichtsterrasse herrschte so viel Betrieb, dass man über eine Stunde hätte anstehen müssen. So sind wir dann mit einem Bus eine sehr schöne Strecke wieder nach unten gefahren. Irgendwie klappte die Weiterfahrt mit einem Bus wieder nicht, worauf wir das letzte Stück mit einem Taxi zurückgelegt haben. So sind wir wieder auf unserem Schiff gelandet und hoffen, dass wir den Fuji in 14 Tagen doch noch sehen.
