Südostasien und Japan mit Kirschblüte
Südostasien und Japan mit Kirschblüte
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Nagasaki, 1. Tag, 21. März 2026

Veröffentlicht: 21.03.2026

Attraktion
Friedenspark
Nagasaki, Japan
Museum
Friedensmuseum
Nagasaki, Japan
Attraktion
Urakami-Kathedrale
Nagasaki, Japan
Attraktion
Glover Park
Nagasaki, Japan
Spaziergang
Schiff → Glover Park
Nagasaki, Japan
Essen
kleiner Imbiss
$$ · Snack

In Nagasaki fand am 9. August 1945 um 11.02 der zweite Atombombenabwurf statt. Es handelte sich um eine Plutoniumbombe deren Sprengkraft etwa 50% stärker war, als die der drei Tage früher über Hiroshima abgeworfenen Uranbombe. Plutonium ist nicht nur radioktiv, sondern auch noch enorm giftig. Nagasaki war aber nicht das Primärziel, sondern die Militärindustriezone der Stadt Kokura. Dort hatte es aber eine dicke Wolkendecke und die Japaner hatten den Ort absichtlich mit Rauch eingenebelt. Da Nagasaki von Bergen umgeben ist, war die Zerstörungskraft etwas reduziert. Ausserdem fanden dort in den Vortagen schon grosse Bombenangriffe statt, weshalb ein Teil der Stadt evakuiert worden ist und so einige Menschen mehr überlebten.

Dem Thema getreu wollten wir zuerst den Friedenspark und das Friedensmuseum besuchen, die vor allem dem Atombombenabwurf gewidmet sind. Das Tourismusbüro im Hafen hat uns geraten, nicht den Bus, sondern das Tram zu nehmen, weil dieses für die des Japanischen nicht mächtigen einfacher sei. Wir waren etwas skeptisch und haben dann die Tageskarte gekauft. Nagaski hat zwar Trams, aber es sind die kleinen wie unsere früher, aber ohne Anhänger. Das heisst, sie sind gestossen voll und kommen nicht genau dorthin, wohin wir gehen wollten. Wir haben deshalb nur einmal das Tram genommen und dann den komplizierten Bus, der uns zum Teil ohne Umsteigen an den richtigen Ort gebracht hat.

Der Friedenspark und das Friedensmuseum sind eindrücklich und enorm bewegend. Die direkten und indirekten Folgen der Atombomben sind einfach so drastisch, dass es unverständlich ist, dass jemand überhaupt nur in Erwägung zieht, diese Waffen einzusetzen.

Nach diesen zwar interessanten aber wenig erbaulichen Erlebnissen, haben wir noch die Urakami-Kathedrale besucht. Diese wurde von der Atombombe ebenfalls so stark zerstört, dass nur noch wenige Mauerreste übrig waren, welche kurze Zeit später dann auch noch umfielen. Von den damals 12'000 in Nagasaki lebenden Christen sind 8'500 durch den Bombenabwurf umgekommen.

Danach haben wir in einem kleinem Imbiss etwas gegessen und sind dann in den Glover Park. Der Glover Park ist ein Gebiet, in dem westliche Unternehmer, Investoren, Teilhaber von Handelsunternehmen usw. Mitte des 19. Jh. ihre Häuser gebaut haben. Das Haus von Thomas Glover, einem Schotten, ist das älteste, westlich geprägte Haus, das in Japan noch steht. Das Areal liegt an einem Berghang mit bester Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Die Umgebung der Häuser ist weitgehend im Stil der japanischen Gärten, die Häuser selbst sind sehr westlich und haben nur kleine, japanische Elemente. Die Unternehmer haben die Wirtschaft Japans aber nicht nur geprägt, sondern stark voran gebracht. Die meisten haben hier Familien gegründet und sich voll assimiliert. Japan hat insbesondere Thomas Glover mehrere Ehrungen verliehen.

Danach liefen wir, immer noch bei schönstem und warmen Wetter, zurück zum Schiff. Dort haben wir uns dann in einem Whirlpool etwas erholt und haben uns dann ein ausgezeichnetes Abendessen gegönnt. Morgen wird das Wetter leider nicht mehr so schön sein. Mal sehen, was wir am zweiten Tag in Nagasaki bei schlechterem Wetter anstellen können.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Frühling
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellEntspannend
  • Friedenspark und Friedensmuseum in Nagasaki
  • Urakami-Kathedrale
  • Glover Park
  • Fahrt mit Tram und Bus
  • Rückkehr zum Schiff mit Whirlpool und Abendessen
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