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BLOG 8: Tierstation und Karibikflair

Veröffentlicht: 02.02.2026

Für heute haben wir keine besonderen Pläne, zunächst besuchen wir das unserer Lodge sehr nahegelegene Tierhospital, das sich recht hochgestochen „Jaguar Rescue Center“ nennt, obwohl es in der Gegend nie Jaguare gegeben hat und damit natürlich auch heutzutage keiner zu retten ist.

Die Tierauffangstation widmet sich der Rehabilitation von misshandelten, verletzten, verwaisten und beschlagnahmten Tieren. Hauptziel ist die Heilung verletzter Tiere und deren Wieder – Auswilderung. Diese ist aber in manchen Fällen nicht möglich, da die Tiere zu lange oder ausschließlich in menschlicher Haltung gelebt haben, latent krank sind oder nach Costa-Ricanischer Behörden Auffassung bei Freilassung eine Gefährdung für die Bevölkerung darstellen würden.

Gegründet wurde das Zentrum von dem italienischen Biologen Sandro Alviani (+) und seiner Frau Encar García, einer katalanischen Biologin, die es mit Hilfe von Freiwilligen aus der ganzen Welt leitet. Das Zentrum beherbergt zahlreiche Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien.

Die Zahlen für 2024 zeigen, dass insgesamt 1146 Tiere zur Station gelangten. Davon konnten 513 nicht mehr gerettet werden und sind gestorben, 446 (also fast 40 %) konnten nach Gesundpflege wieder in die freie Wildbahn entlassen werden und 187 mussten aus verschiedenen Gründen in der Station verbleiben. Als normaler Besucher sieht man auch nur die in der Station verbliebenen Tiere, jene die wieder ausgewildert werden sollen, werden verständlicherweise so weit wie möglich von Menschen fern gehalten.

Das Jaguar Rescue Center wird nicht von der Regierung finanziert, sondern ist auf die Unterstützung der Gemeinde Cocles, Spenden und Eintrittsgelder angewiesen. Die fehlende staatliche Unterstützung ist insofern interessant, dass gemäß einem neueren staatlichen Erlass heimische Wildtiere in Costa Rica von Privaten nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden dürfen. Sofern die Polizei in der Region auf ein solches „Heimtier“ stößt, wird es beschlagnahmt und ins Rescue Center gebracht. Da dieses Gesetz recht neu ist, werden derzeit die bisherigen Besitzer nicht bestraft, was sich aber in absehbarer Zeit ändern soll.

Nachdem dies unser letzter Tag an der Karibikküste Costa Ricas ist, fahren wir noch zum Strand von Cocles. Die nette Strandbar „Spicy Coconut“ bietet köstliche, tropische Cocktails und einen guten Imbiss an. Der freundliche ungarische Kellner Laszlo kommt wie doch recht viele Leute in Costa Rica aus Europa, es ist ein Ziel für junge und ältere Europäer, viele Deutsche und Schweizer – österreichischen Auswanderer haben wir noch keinen getroffen.

Nach der Stärkung bei Reggae Musik machen wir noch einen Spaziergang an der schönen Küste entlang – zum Glück regnet es einmal nicht…..

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