soweit-der-diesel-reicht
soweit-der-diesel-reicht
vakantio.de/soweit-der-diesel-reicht
Zuletzt in Soest

Norwegen Fazit und warum wir zu diesem Land ein gespaltenes Verhältnis haben

Veröffentlicht: 01.08.2022

Ronny: Für mich ist Norwegen landschaftlich ein atemberaubendes, abwechslungsreiches und faszinierendes Land. Für Naturliebhaber und Wanderer ein El Dorado. Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie kulturelle und historische Orte. Leider wird damit aggressiv Geld gemacht. Das beeinflusst die Freude am Besuch negativ. Ich habe das Gefühl, dass man in Norwegen wirklich nur als zahlender Tourist und nicht als willkommener Gast angesehen wird. Viele Sehenswürdigkeiten, die als historisch wertvoll beschrieben wurden haben mich enttäuscht, weil sie nicht ansatzweise die Erwartungen erfüllen konnten, die vollmundig angepriesen werden. 

Die Norweger selbst sind freundlich und hilfsbereit. Norwegen zeigt sich als ein modernes Land. Aber trotz der vielen E-Autos wird Umweltbewusstsein nicht umgesetzt. Zum Beispiel werden Backwaren, Gemüse und Obst alles einzeln in Plastik verpackt. Alternativen gibt es nicht. Bioprodukte oder klimaneutrale Herstellung gibt es kaum. 

In den Großstädten donnern minütlich die dieselbetriebenen Busse an einem vorbei. 

Würde ich wieder Norwegen bereisen? Ja aber dann ausschließlich nur mit dem Fokus auf die Landschaft. 


Ela: Norwegen, das bisher schönste Land welches wir bereist haben. So unfassbar schöne Natur. Hinter jeder Kurve eröffnet sich einem ein anderes faszinierendes Bild. Berge, Flüsse, Wasserfälle zu hunderten. Schnee, Sonne, sattes Grün, die Unendlichkeit der Fjorde. Ein El Dorado für Wintersportbegeisterte, Wanderer oder auch Biker. Segler oder Surfer haben wir tatsächlich weniger gesehen. 

Die Norweger sind sehr zurückhaltend aber nicht abweisend. Sie sind unglaublich liebenswürdig und freundlich. 

In den Touristenzentren gibt es viele Cafés und Restaurants. Diese werden aber tatsächlich nur von Touristen besucht 

Die Norweger selbst sieht man weder in Restaurants, noch Cafés. Maximal an den Stränden oder Badestellen tummeln sich Familien. Es ist ein sehr zurückgezogenes Völkchen. 

Allerdings sind auch die Touristen in der Überzahl. Es quälen sich Kolonnen von Wohnmobilen die Straßen entlang. Selbst in den abgelegendsten Bergecken finden sie sich wieder. Ausreichend Campingplätze gibt es. Aber sie sind eher zweckdienliche Unterbringung von Touristen, für irre viel Geld als ein Ort der Erholung. Toiletten und Duschen oft nur zwei oder drei für hunderte Gäste. Eine Waschmaschine, falls Sie funktioniert, und sonst nix. In Richtung Norden punktet die Lage meistens an den Flüssen oder Fjorden. Somit hab ich Norwegen als unglaublich anstrengend empfunden. Stundenlanges Fahren, suchen nach einem Stellplatz und dann oft für viel Geld. Freistehen ist zwar erlaubt aber fast unmöglich. Wenn dann auf Parkplätzen in Ballungsgebieten oder in Parkbuchten an Straßen. Vor uns der Blick auf den Fjord und hinter uns donnerten die Autos und Motorräder vorüber. 

Ebenfalls frech empfand ich die Geldabzocke. Jeder noch so kleine Spot würde als historisch beworben. Und wenn es sich nur um eine Wiese gehandelt hat, wo vor tausend Jahren ein Gebäude stand. Überall wurde Eintritt verlangt und das nicht zu knapp. Kinder waren ermäßigt, manchmal auch Studenten oder Rentner. Für Menschen mit Beeinträchtigungen gab es keine Rabatte. Selbst wenn man den Eintritt bezahlt hatte, musste man zum Beispiel für die Toilette pro Person nochmal extra bezahlen. 

Würde ich nochmal nach Norwegen fahren? Ja, allerdings wäre es nicht unbedingt eines meiner bevorzugten Reiseziele. 


soweit-der-diesel-reichtFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (1)

Anneli
Das ist die Scheißglobalisierung.Geld, Geld...

Norwegen
Reiseberichte Norwegen